Här­te­prü­fun­gen kön­nen kom­men

Nach zwei WM-Spie­len zeigt sich: Hand­ball-Team von Bun­des­trai­ner Prokop funk­tio­niert. Heu­te geht es ge­gen Russ­land

Ostthüringer Zeitung (Stadtroda) - - Sport - Von Björn Goldmann

Plötz­lich ge­riet Christian Prokop ins Sto­cken. Sein Blick wirk­te et­was hilf­los, er sah sich fra­gend nach links und rechts um. Der Bun­des­trai­ner durch­lief gera­de das üb­li­che Pro­ze­de­re bei der Hand­bal­lWM und sprach nach dem Spiel sei­ner Mann­schaft ein paar Sät­ze auf Eng­lisch über den 34:21Er­folg ge­gen Bra­si­li­en. Doch ihm woll­te par­tout ein Wort nicht ein­fal­len. „Wie über­setzt man das noch mal?“, frag­te er über das Mi­kro­fon mehr sich selbst als an­de­re: „Wie sagt man auf Eng­lisch … zu­frie­den?“

Ja, Christian Prokop ver­ließ die Are­na am Ber­li­ner Ost­bahn­hof am Sams­tag­abend als zu­frie­de­ner Mann. 13.500 Zu­schau­er hat­ten sei­ne Mann­schaft zu­vor laut­stark in der Hal­le ge­fei­ert, fast acht Mil­lio­nen Zu­schau­er hat­ten die­ses Spiel im Fern­se­hen ver­folgt, das mehr war als ein Sieg. Es war der Start­schuss für ei­ne ech­te WM-Eu­pho­rie. Ein über­zeu­gen­der Er­folg, der die Zu­ver­sicht nährt, dass die­se deut­sche Mann­schaft ei­ne gro­ße Rol­le spie­len kann. je­her aber der An­griff – aber auch der wuss­te zu be­geis­tern. Mar­tin Stro­bel lenkt das deut­sche Spiel mit eben­so stoi­scher Ru­he und Ge­las­sen­heit, wie er sich auch au­ßer­halb des Fel­des gibt: cool, ab­ge­klärt, ein Fels in der Bran­dung. Wenn sein Er­satz­mann Fabian Wie­de auf die Spiel­ma­cher­po­si­ti­on rückt, zeigt sich die Ein­ge­spielt­heit der Ber­li­ner Ach­se. Mit Stef­fen Fäth und Paul Drux hat­te Wie­de bis ver­gan­ge­nes Jahr den Rück­raum der Füch­se Ber­lin ge­bil­det. Ei­ne Tat­sa­che, die Stef­fen Fäth zu­gu­te kommt, war die No­mi­nie­rung des 28-Jäh­ri­gen im lin­ken Rück­raum doch et­was um­strit­ten, weil Fäth seit dem Wech­sel zu den Rhein-Neckar Lö­wen zu­letzt häu­fig auf der Bank zu fin­den war. „Wir ken­nen un­se­re Spiel­wei­se in- und aus­wen­dig. Das funk­tio­nier“”, sag­te Wie­de.

Hö­he­punk­te am Di­ens­tag ge­gen Frank­reich

Gens­hei­mer spielt links stark auf

FO­TO: DPA PA

Aus­ge­las­se­ne Freu­de nach dem kla­ren Sieg über Bra­si­li­en: (von links) Uwe Gens­hei­mer, Matthias Mu­sche und Fabian Wie­de.

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