Be­geg­nung mit ei­nem Schutz­en­gel

Ostthüringer Zeitung (Zeulenroda-Triebes) - - Thüringen -

„Ro­sen­krieg“zwi­schen der Ukrai­ne und Russ­land in ei­nem sehr sach­li­chen und von der hys­te­ri­schen Droh­ku­lis­se ei­ni­ger Scharf­ma­cher im an­hal­ten­den Kon­fron­ta­ti­ons­kurs ge­gen Russ­land sich un­ter­schei­den­den Ton ge­schrie­ben wur­de.

Grund­sätz­lich stellt sich doch wie­der­holt die Fra­ge, war­um zu­nächst in den Me­di­en über Zwi­schen­fäl­le wie in der Stra­ße von Kertsch nicht nur schlicht und ein­fach an­hand be­kann­ter Fak­ten und der Darstel­lung be­tei­lig­ter Sei­ten be­rich­tet wird, oh­ne Schuld­zu­wei­sun­gen, oh­ne Par­tei­nah­me? In­so­fern wird in dem Leit­ar­ti­kel – und das ist zu wür­di­gen – klar­ge­stellt, dass von Deutsch­land aus nicht zu be­ur­tei­len ist, wer wen da­zu pro­vo­ziert hat und wer des­halb ver­trags­brü­chig wur­de. Im ge­ge­be­nen Fall muss auch dar­auf hin­ge­wie­sen wer­den, dass die Halb­in­sel Krim nur ei­ne Sei­te der Stra­ße von Kertsch, die an­de­re aber schon im­mer rus­si­sches Ter­ri­to­ri­um ist. In­so­fern wird bei den Be­richt­er­stat­tun­gen wohl be­wusst au­ßer Acht ge­las­sen, dass es auch in der Stra­ße von Kertsch min­des­tens ei­ne rus­si­sche 12-Mei­len-Zo­ne gibt und des­halb im­mer nur von der Krim ge­spro­chen wird. (ge­kürzt)

Mar­tin Ott, Ge­ra Die Sa­che mit dem X und dem U

Zum Leserbrief „Kein X für ein U vor­ma­chen las­sen“(OTZ, 28.11.2018).

Die Re­dens­art, je­man­dem ein X für ein U vor­ma­chen, ist gleich­be­deu­tend mit der Vor­spie­ge­lung fal­scher Tat­sa­chen. Es dürf­te al­ler­dings we­ni­ger be­kannt sein, dass der Ur­sprung die­ser Re­dens­art auf die rö­mi­sche An­ti­ke vor über 2000 Jah­ren zu­rück­geht. Wäh­rend das Hu­ma­nis­ten-Latein den Buch­sta­ben U ana­log dem deut­schen Al­pha­bet ver­wen­det, stand im klas­si­schen Latein der al­ten Rö­mer da­für ein V. Bei In­schrif­ten auf his­to­ri­schen Ge­bäu­den aus der Rö­mer­zeit taucht des­halb an­stel­le ei­nes U ein V im Text auf. In der rö­mi­schen Zif­fern­fol­ge ver­kör­pert ein V aber auch die Zahl 5, ein X die Zahl 10. Im Im­pe­ri­um Ro­ma­num war es üb­lich, dass die Gast­wir­te in den Ta­ver­nen ih­re Ze­che mit Krei­de auf den Tisch­plat­ten oder auf Schie­fer­ta­feln ver­merk­ten. Die Le­gen­de sagt nun, dass be­son­ders pfif­fi­ge Gast­wir­te auf die Idee ge­kom­men wä­ren, in ei­nem un­be­ob­ach­te­ten Au­gen­blick heim­lich die Schen­kel des V mit zwei Stri­chen nach un­ten zu ver­län­gern. Auf die­se Wei­se er­gab sich aus dem V ein X, al­so aus der 5 ei­ne 10. Al­so stan­den statt 5 Be­chern Wein plötz­lich 10 Be­cher auf der Lat­te, wes­halb der be­tro­ge­ne Gast so­mit die dop­pel­te Men­ge Wein be­zah­len muss­te. Der Wirt hat­te dem Ze­cher ein X für ein V, al­so nach un­se­rem Sprach­ge­brauch ein X für ein U vor­ge­macht.

Wer­ner Mar­tin, Rem­da-Tei­chel

Le­ser­brie­fe sind in kei­nem Fall Mei­nungs­äu­ße­run­gen der Re­dak­ti­on. Wir be­hal­ten uns vor, Tex­te zu kür­zen. Le­ser­brie­fe per E-Mail sen­den Sie bit­te an [email protected] Al­les dreht sich in An­ge­li­ka Schwarz­hu­bers Roman „Das Weih­nachts­wun­der“(er­schie­nen im Blan­va­let Ver­lag) um Single­frau Ka­thi, die als Se­kre­tä­rin in der Wer­be­agen­tur Wun­der ar­bei­tet. Dort heim­sen an­de­re re­gel­mä­ßig die Lor­bee­ren für ih­re krea­ti­ven Ide­en ein. Ein neu­er Auf­trag führt sie mit dem Fo­to­gra­fen Jo­nas zu­sam­men. Auf der Weih­nachts­fei­er der Agen­tur ver­mas­selt es sich Ka­thi durch ein Miss­ver­ständ­nis so sehr mit ihm, dass Jo­nas denkt, ihr lie­ge nichts an ihm. Zu­dem ge­rät ihr Job in Ge­fahr. Un­glück­lich ver­lässt Ka­thi die Par­ty und stürzt im dich­ten Schnee­trei­ben. Als sie auf­wacht, ist ein Mann über sie ge­beugt, der sich als ihr Schutz­en­gel vor­stellt. Er will Ka­thi da­bei hel­fen, end­lich ihr Glück zu fin­den …

■ Die Ost­thü­rin­ger Zei­tung ver­lost drei Ro­ma­ne. Bei In­ter­es­se be­wer­ben Sie sich bit­te mit Na­men und Adres­se bis Frei­tag, . De­zem­ber, im In­ter­net un­ter fol­gen­der Adres­se www.otz.de/ge­winn­spie­le

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