His­to­ri­scher Tag für Greiz und Ne­u­müh­le Das rich­ti­ge Maß fin­den

Der Ein­glie­de­rungs­ver­trag ist un­ter­zeich­net. Ei­ne Ein­glie­de­rung ist nun zum . De­zem­ber /. Ja­nu­ar  mög­lich.

Ostthüringer Zeitung (Zeulenroda-Triebes) - - Aus Der Region - Von To­bi­as Schu­bert Stef­fen Schü­rer, Kreis­ju­gend­wart in der Kirch­ge­mein­de Zeu­len­ro­da

Arns­grün Kir­che,

Got­tes­dienst, Ad­vents­got­tes­dienst, 14 Uhr.

Ber­ga an der Els­ter Kir­che Sankt Er­hard,

Got­tes­dienst, 10 Uhr.

Clo­dra Hoff­nungs­kir­che,

Got­tes­dienst, 14 Uhr.

Do­bia Kir­che,

Ad­vents­got­tes­dienst, 10.30 Uhr.

Dör­ten­dorf Dorf­ge­mein­schafts­haus,

Got­tes­dienst, 9 Uhr.

Els­ter­berg Lau­ren­ti­us­kir­che,

Abend­mahls­got­tes­dienst, 9 Uhr.

Got­tes­grün Kir­che,

Got­tes­dienst mit Abend­mahl, 10 Uhr.

Greiz Stadt­kir­che Sankt Ma­ri­en,

Pre­digt­got­tes­dienst, 10 Uhr.

Fa­mi­li­en­got­tes­dienst - Komm-Mit, 10 Uhr.

Kir­che (Pohlitz), Kirch­ge­mein­de­haus Gomm­la,

Pre­digt­got­tes­dienst, 10 Uhr.

Lan­des­kirch­li­che Ge­mein­schaft,

Fried­hof­stra­ße 13 a: Ge­mein­schafts­stun­de, 16.30 Uhr.

Ho­hen­leu­ben Pfarr­haus, Bi­bel­saal,

Got­tes­dienst mit Abend­mahl, 10.30 Uhr.

Küh­dorf Kir­che,

Got­tes­dienst, 10.30 Uhr.

Lan­gen­wet­zen­dorf Kir­che,

Lich­teran­d­acht mit ei­ner Tau­fe, 16 Uhr.

Lan­gen­wol­schen­dorf Kir­che, Mer­ken­dorf Kir­che,

Got­tes­dienst, 10 Uhr.

Got­tes­dienst, 8.30 Uhr.

Pöll­witz

Kir­che Sankt Ni­ko­laus,

Ad­vents­got­tes­dienst, 9 Uhr.

Reins­dorf Trini­ta­tis­kir­che,

Ad­vents­sin­gen mit Chor und And­acht, 14 Uhr.

Reud­nitz Christ­li­che Fe­ri­en­stät­te,

Burg 10: Ge­mein­schafts­stun­den, 9.30 Uhr; Got­tes­dienst, 8.30 Uhr.

Trie­bes Evan­ge­lisch-frei­kirch­li­che Ge­mein­de,

10 Uhr.

Got­tes­dienst mit Hei­li­gem Abend­mahl und Kin­der­got­tes­dienst, 10.30 Uhr.

Kir­che,

Got­tes­dienst,

Trip­tis Ge­mein­de­zen­trum Sankt Flo­ri­an,

10 Uhr.

Tschir­ma Kir­che,

Got­tes­dienst, 9 Uhr.

We­ckers­dorf Kir­che,

9 Uhr. Got­tes­dienst,

Witt­chen­dorf Kir­che,

Got­tes­dienst,

Got­tes­dienst und Ad­vents­fei­er, 14 Uhr.

Zeu­len­ro­da Drei­ei­nig­keits­kir­che,

Got­tes­dienst mit Hei­li­gem Abend­mahl, 10 Uhr.

Lan­des­kirch­li­che Ge­mein­schaft,

Ge­mein­schafts­stun­de, 18 Uhr.

Zeu­len­ro­da Kir­che Hei­li­ge Fa­mi­lie,

Hei­li­ge Mes­se, 9 Uhr.

Greiz Apos­to­li­sches Ge­mein­de­zen­trum,

Ge­org-Her­wegh-Stra­ße 1: Got­tes­dienst, 9.15 Uhr.

Be­geg­nungs­zen­trum der Frei­en christ­li­chen Ge­mein­de,

Wet­ten­gel­stra­ße 11: Got­tes­dienst, 9.30 Uhr.

Neu­apos­to­li­sche Kir­che, Ge­mein­de­zen­trum,

Goe­the­platz 2: Got­tes­dienst, 10 Uhr.

Irch­witz Kö­nig­reichs­saal der Zeu­gen Jehovas,

Irch­wit­zer Stra­ße 12 d: Ver­tie­fe dein Ver­hält­nis zu Gott, 14 Uhr.

Zeu­len­ro­da Neu­apos­to­li­sche Kir­che, Ge­mein­de­zen­trum,

Lin­den­al­lee 14: Got­tes­dienst, 10 Uhr. Greiz/Ne­u­müh­le. Das klei­ne Ca­fé Knot­ten­müh­le in Ne­u­müh­le war ges­tern Schau­platz für ei­nen his­to­ri­schen Mo­ment für die Stadt Greiz und die Ge­mein­de Ne­u­müh­le: Der Grei­zer Bür­ger­meis­ter, Alex­an­der Schul­ze (par­tei­los), und die Ne­u­müh­ler Bür­ger­meis­te­rin, Pe­dra Hof­meis­ter (par­tei­los), un­ter­zeich­ne­ten dort den Ein­glie­de­rungs­ver­trag der Ge­mein­de in die Stadt. Nun muss nur noch der Thü­rin­ger Land­tag dar­über ab­stim­men, dann könn­te die Fu­si­on zum 31. De­zem­ber 2019/1. Ja­nu­ar 2020 end­gül­tig pas­sie­ren. Es sei „ein ganz schwe­rer Schritt“, den sie und Ne­u­müh­le gin­gen, so Hof­meis­ter, schließ­lich ge­be man nach fast 60 Jah­ren die Ei­gen­stän­dig­keit wie­der auf. Fast die Hälf­te die­ser Zeit war Hof­meis­ter Bür­ger­meis­te­rin. Man ha­be lan­ge und gut über­legt, aber sich schließ­lich für die Ein­glie­de­rung ent­schie­den. Auch aus fi­nan­zi­el­len Grün­den, wie Hof­meis­ter sag­te. Seit cir­ca fünf Jah­ren ha­be man fast nichts mehr in­ves­tie­ren kön­nen, weil die Schlüs­sel­zu­wei­sun­gen für die klei­ne­ren Ge­mein­den im­mer we­ni­ger ge­wor­den sei­en. Zwar ha­be man auch in­ner­halb der Ei­gen­stän­dig­keit viel er­reicht – Hof­meis­ter nann­te die Dorfer­neue­rung und ver­schie­de­ne Brü­cken­bau­ten als Bei­spie­le –, je­doch ha­be man noch ei­ni­ge Vor­ha­ben, wes­we­gen man auch ei­ne „Wun­sch­lis­te“in den Ver­trag ge­schrie­ben ha­be.

Die­se will man mit der „Hoch­zeits­prä­mie“rea­li­sie­ren, die der Frei­staat für die Ein­glie­de­rung zur Ver­fü­gung stellt. Man rech­net der­zeit mit zwei Mil­lio­nen Eu­ro. Da­von sol­len je­weils rund die Hälf­te nach Ne­u­müh­le ge­hen – rech­net man ge­plan­te In­ves­ti­tio­nen und auf­ge­lau­fe­ne Schul­den zu­sam­men –, die an­de­re Hälf­te für die Stadt Greiz zur Ver­fü­gung ste­hen.

Für Ne­u­müh­le steht auf der „Wun­sch­lis­te“un­ter an­de­rem die Fort­set­zung der Sa­nie­rung des ge­mein­de­ei­ge­nen Ge­bäu­des, in dem auch der Kin­der­gar­ten un­ter­ge­bracht ist, wo­durch ei­ne Ver­bin­dung her­ge­stellt wer­den soll. Da­zu kommt dort die Fer­tig­stel­lung der Dach­de­ckung und der Fas­sa­den­sa­nie­rung. Zu­dem steht die Ver­bes­se­rung des Zu­stan­des von meh­re­ren Orts­stra­ßen, die Vor­be­rei­tung des Brü­cken­neu­baus über die Wei­ße Els­ter bei der Bret­müh­le, so­wie die Re­pa­ra­tur der Holz­kon­struk­ti­on und die Dach­sa­nie­rung des Sä­ge­wer­kes an der Knot­ten­müh­le auf der Lis­te. Dort will man das über 100 Jah­re al­te Sä­ge­gat­ter als tech­ni­sches Denk­mal der Öf­fent­lich­keit zu­gäng­lich ma­chen und auch Aus­stel­lun­gen er­mög­li­chen. Da­ne­ben ste­hen wei­te­re klei­ne­re In­ves­ti­tio­nen im Ver­trag. Pe­dra Hof­meis­ter bleibt nach ei­ge­ner Aus­kunft auch nach der Ein­glie­de­rung Orts­teil­bür­ger­meis­te­rin blei­ben, so lan­ge bis ih­re Amts­zeit ab­ge­lau­fen ist. Das sei recht­lich so fest­ge­legt.

Man mer­ke, dass sie sich die Ent­schei­dung nicht leicht ge­macht ha­be, sag­te Alex­an­der Schul­ze zu Hof­meis­ter, bei der er sich aus­drück­lich für ih­re lan­ge und ver­dienst­vol­le Tä­tig­keit be­dank­te. Die Ein­glie­de­rung sei ei­ne Chan­ce für Greiz und Ne­u­müh­le, man ha­be lan­ge und auf Au­gen­hö­he ver­han­delt, zum Teil Halb­sät­ze und Kom­mas dis­ku­tiert. Aber er sei von An­fang an in die Idee „ver­liebt ge­we­sen“, da sie für bei­de Sei­ten von Vor­teil sei. Nicht nur, weil Greiz so­wie­so schon seit 1996 er­fül­len­de Ge­mein­de für Ne­u­müh­le sei, son­dern auch weil sich vie­le Ne­u­müh­ler mit Din­gen wie dem Kran­ken­haus auch jetzt schon in Rich­tung der Par­kund Schloss­stadt ori­en­tier­ten. Der nun un­ter­schrie­be­ne Ver­trag sei ein „gu­ter Kom­pro­miss“mit ei­ner schö­nen In­ves­ti­ti­ons­lis­te.

Zur Un­ter­zeich­nung ges­tern hat­te Hof­meis­ter ehe­ma­li­ge Ge­mein­de­rä­te aus den ver­gan­ge­nen fast 60 Jah­ren so­wie Ver­eins­ver­tre­ter ein­ge­la­den. Auch Ver­tre­ter der Frak­tio­nen im Grei­zer Stadt­rat wa­ren wäh­rend der Un­ter­zeich­nung an­we­send, au­ßer der SPD, de­ren Mit­glie­der sich auch bei der Ent­schei­dung über den Ein­glie­de­rungs­ver­trag im Stadt­rat der Stim­me ent­hal­ten hat­ten. Na, ha­ben Sie schon al­le Weih­nachts­ge­schen­ke bei­sam­men? Ich muss zu­ge­ben: Ich ha­be schon eins. Die Vor­freu­de ist groß, denn das Ge­schenk war­tet noch ver­packt auf dem Dach­bo­den auf mich: ein neu­er Kaf­fee­voll­au­to­mat. Den ha­be ich mir als per­sön­li­ches Weih­nachts­ge­schenk ge­gönnt. Si­cher, die Ver­su­chung liegt na­he, das Ge­schenk schon ein­mal vor Weih­nach­ten in Au­gen­schein zu neh­men. Am Wo­che­n­en­de kommt Be­such, da wä­re ein güns­ti­ger Zeit­punkt, um den Gäs­ten ei­nen wirk­lich gu­ten Kaf­fee an­zu­bie­ten. Doch ich ha­be mich durch­ge­run­gen zu war­ten. Es ist eben erst Ad­vent und noch nicht Weih­nach­ten.

Ei­gent­lich ge­hört das War­ten nicht ge­ra­de zu mei­nen Stär­ken. Über­haupt er­le­ben wir ei­ne Welt, in der wir kaum noch war­ten müs­sen. Mit ei­nem Klick im In­ter­net scheint al­les so­fort greif­bar. Über Nacht kön­nen wir uns je­des nur denk­ba­re Pro­dukt per Pre­mi­um­ver­sand zu­stel­len las­sen. Und muss­ten wir frü­her noch meh­re­re Tage auf ei­ne Brief­ant­wort war­ten, so wer­den wir heu­te schon un­ge­dul­dig, wenn un­se­re Whats­ap­pNach­richt nach ei­ner St­un­de im­mer noch kei­ne Rück­mel­dung hat. Un­se­re War­te­zei­ten wer­den im­mer kür­zer. Gleich­zei­tig steigt da­mit auch un­ser Er­war­tungs­druck. Wenn ich nicht mehr war­ten muss, dann ha­be ich auch die Er­war­tung, dass im­mer al­les da zu sein hat, dass ich auf nichts mehr ver­zich­ten brau­che. Ich muss nur schnell und en­er­gisch ge­nug sein. Gleich­zei­tig seh­nen sich vie­le Men­schen nach Ent­schleu­ni­gung. Vie­le spü­ren, dass uns die Schnell­le­big­keit die­ser Zeit auf Dau­er nicht gut­tut. Wir spü­ren, dass es die­se Welt in Zei­ten von Kli­ma­wan­del und Res­sour­cen­knapp­heit bit­ter nö­tig hat, dass wir Men­schen un­se­re Er­war­tun­gen her­un­ter­fah­ren und Maß hal­ten.

Die Ad­vents­zeit möch­te für uns ganz be­wusst ei­ne Zeit der Vor­be­rei­tung und des War­tens sein. Durch den Ad­vent zu ge­hen, darf hei­ßen: Freu dich auf Weih­nach­ten, aber lass dir Zeit da­mit. Es tut un­se­rem Le­ben gut, war­ten zu kön­nen und al­len Din­gen die Zeit zu ge­ben, die es braucht. Wenn wir uns dar­auf ein­las­sen, kann die Ad­vents­zeit so ei­ne Zeit sein, in der wir das War­ten wie­der ganz neu ent­de­cken, um für un­ser Le­ben das rich­ti­ge Maß zu fin­den.

In­ves­ti­tio­nen in Brü­cke und Stra­ßen

Ein­glie­de­rung sei Chan­ce für bei­de Sei­ten

Die Ne­u­müh­ler Bür­ger­meis­te­rin, Pe­dra Hof­meis­ter, und der Grei­zer Bür­ger­meis­ter, Alex­an­der Schul­ze, un­ter­zeich­nen den Ein­glie­de­rungs­ver­trag Ne­u­müh­les nach Greiz Fo­to: To­bi­as Schu­bert

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