Pfle­ge­diens­te setz­ten auf Zu­wan­de­rung

Fach­kräf­te­man­gel bleibt Haupt­the­ma

Ostthüringer Zeitung (Zeulenroda-Triebes) - - Thüringen -

Pri­va­te Pfle­ge­diens­te in Thü­rin­gen se­hen die Be­kämp­fung des Fach­kräf­te­man­gels als wich­tigs­tes The­ma in ih­rer Bran­che für 2019. „Wir ha­ben ei­ne im­mens ge­stie­ge­ne Nach­fra­ge nach pro­fes­sio­nel­ler Pfle­ge. Kran­ken­schwes­tern und Al­ten­pfle­ger wer­den ge­sucht wie die Na­del im Heu­hau­fen“, sag­te Margit Ben­ken­stein, Thü­rin­ger Lan­des­vor­sit­zen­de des Bun­des­ver­bands pri­va­ter An­bie­ter so­zia­ler Di­ens­te (bpa).

Der bpa ver­tritt in Thü­rin­gen et­wa 250 Ein­rich­tun­gen. Der Ver­band lud am Don­ners­tag zu sei­nem Neu­jahrs­emp­fang am in Er­furt.

Laut Ben­ken­stein exis­tie­ren in der am­bu­lan­ten Pfle­ge be­reits War­te­lis­ten. „Be­trof­fe­ne müs­sen teils ein oder zwei Mo­na­te war­ten, bis ein Platz frei wird“, sag­te sie. Grund sei der Per­so­nal­man­gel. Nach ih­rer Ein­schät­zung hof­fen vie­le Pfle­ge-Be­trie­be auf ein Ein­wan­de­rungs­ge­setz, da­mit Fach­kräf­te aus Nicht-EU-Län­dern ein­fa­cher nach Deutsch­land kom­men und hier ar­bei­ten könn­ten.

Zu den Her­aus­for­de­run­gen ge­hö­re auch die Um­stel­lung der Aus­bil­dung in Pfle­ge­be­ru­fen, sag­te Ben­ken­stein. Zu­nächst wer­den die Aus­zu­bil­den­den zwei Jah­re lang ge­mein­sam aus­ge­bil­det, kön­nen aber ei­nen Ver­tie­fungs­be­reich wäh­len. Im drit­ten Lehr­jahr dann sol­len sie sich ent­schei­den kön­nen, ob sie sich spe­zia­li­sie­ren. Der Ver­band will sich da­für ein­set­zen, dass al­le 30 Fach­schu­len in Thü­rin­gen er­hal­ten blei­ben, an de­nen Al­ten­pfle­ger aus­ge­bil­det wer­den. „Nicht al­le der jun­gen Men­schen, die ei­ne sol­che Aus­bil­dung be­gin­nen, ha­ben ei­nen Füh­rer­schein. Des­halb ist es wich­tig, dass die Fach­schu­len in Wohn­ort­nä­he blei­ben“, sag­te En­ge­mann. (dpa)

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