Nur noch  Kla­gen we­gen Hartz IV

Zahl hat sich in fünf Jah­ren hal­biert

Ostthüringer Zeitung (Zeulenroda-Triebes) - - Thüringen -

Ar­beits­lo­se in Thü­rin­gen ha­ben im ver­gan­ge­nen Jahr 3242 Kla­gen und fast 20.000 Wi­der­sprü­che ge­gen Hartz-IV-Be­schei­de der Job­cen­ter ein­ge­reicht. Da­mit ha­be sich die Zahl der Kla­gen in­ner­halb von fünf Jah­ren mehr als hal­biert, geht aus Zah­len her­vor, die die Lan­des­ar­beits­agen­tur am Don­ners­tag vor­leg­te. 2013 sei­en es noch 7500 Kla­gen ge­we­sen. Die Zahl der Wi­der­sprü­che ge­gen die Be­schei­de ver­rin­ger­te sich dem­nach seit 2013 um et­wa 13.000. Ein Grund für die­se Ent­wick­lung sei die sin­ken­de Zahl der Hartz-IVBe­darfs­ge­mein­schaf­ten in Thü­rin­gen, sag­te Agen­tur-Chef Kay Se­ni­us. Zu­dem ge­be es ei­nen Ef­fekt aus der Ver­län­ge­rung des Be­wil­li­gungs­zeit­raums auf ein Jahr seit 2016. Da­durch wür­den we­ni­ger Be­schei­de er­las­sen, ge­gen die vor­ge­gan­gen wer­den kann. In der Re­gel geht es laut Se­ni­us bei den Kon­flik­ten um die Hö­he von Zah­lun­gen oder Rück­zah­lun­gen. Auch die Wohn­kos­ten sei­en ein Streit­the­ma – im De­zem­ber hät­ten sie bei 14 Pro­zent der vor­lie­gen­den Wi­der­sprü­che ei­ne Rol­le ge­spielt.

Laut Lan­des­ar­beits­agen­tur hat­ten im De­zem­ber mehr als die Hälf­te der Wi­der­sprü­che kei­nen Er­folg. Von den Kla­gen sei­en fast zwei Drit­tel ab­ge­wie­sen oder zu­rück­ge­nom­men wor­den. Se­ni­us sprach sich für ei­ne Re­form der Hartz-IV-Re­geln aus, die für viel Kon­flikt­po­ten­zi­al sorg­ten. (dpa)

Agen­tur­chef Kay Se­ni­us.

FO­TO: DPA

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