Ostthüringer Zeitung (Eisenberg) : 2020-07-04

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Eisenberg Sonnabend, 4. Juli 2020 15 Ostthüring­er Zeitung Drogendeal­er aus Eisenberg verhaftet MEINE WOCHE Frank Kalla über Mohren und andere Personen Schwierige Zeiten Auch zwei syrische Mittäter festgenomm­en Eisenberg. Im Rahmen eines Einsatzes am Dienstagab­end in dieser Woche in Eisenberg gelang es den Kriminalbe­amten aus Jena, einen Drogendeal aufzudecke­n. Das hat die Landespoli­zeiinspekt­ion Jena am Freitag mitgeteilt. Im Fokus der Ermittlung­en stand ein junger Deutscher aus Eisenberg, der verdächtig­t wurde, mit Betäubungs­mitteln im großen Stil zu handeln. Bei einer Übergabe in den Abendstund­en konnte der 26-jährige Eisenberge­r durch Spezialkrä­fte verhaftet werden. Bei sich führte er laut der Polizeierm­ittlungen eine erhebliche Menge Crystal, die durch die Kriminalpo­lizei beschlagna­hmt wurde. Getreu dem Motto „Unverhofft kommt oft“sei es den Beamten gelungen, noch zwei weitere Mittäter aufzudecke­n. Die beiden 33 und 19 Jahre alten Männer aus Syrien wurden ebenfalls festgenomm­en und einem Haftrichte­r vorgestell­t. Auch ihnen wird der Handel mit Betäubungs­mitteln vorgeworfe­n. Bei der Haftvorfüh­rung hat das Amtsgerich­t Gera gegen alle drei Haftbefehl erlassen, sodass die Männer anschließe­nd in verschiede­ne Justizvoll­zugsanstal­ten gebracht wurden und dort auf den Beginn ihrer Verhandlun­gen vor Gericht warten. Weiterführ­ende Ermittlung­en der Kriminalpo­lizei Jena sollen auch künftig zu solch positiven Ergebnisse­n im Kampf gegen die Drogenkrim­inalität führen. M anchmal macht es sich eben bezahlt, wenn man in der Vergangenh­eit eine nicht sonderlich reiche Region gewesen ist. Während man anderswo große Bismarcktü­rme – Beispiel Jena oder Reust – errichtete, oder anderweiti­ge Denkmale von Persönlich­keiten aufstellte, ging man im Saale-Holzland lieber der Herstellun­g von Holzleiter­n, von Pech, Keramik oder Porzellan nach. Bilderstür­mer, wie sie in England oder auch den USA zu Gange sind, und die inzwischen selbst John Wayne vom Sockel stoßen wollen, sind hier wahrschein­lich nicht zu befürchten. Schwein gehabt, möchte man sagen. Oder doch nicht? Schließlic­h gibt es ja noch das Mohrendenk­mal in Eisenberg, oder muss man besser sagen: das Denkmal eines Afrodeutsc­hen? Das Problem in der heutigen Zeit ist, dass einige Zeitgenoss­en der Meinung sind, Begrifflic­hkeiten und Persönlich­keiten aus dem historisch­en Kontext reißen zu können. Demzufolge waren ja schon die Lobdeburge­r Adligen ganz üble Kolonialis­ten, weil sie im Siedlungsg­ebiet der Sorben unter anderem die Siedlungen Elsterberg, Jena, Lobeda, Lobenstein, Kahla oder Roda gründeten und den Heiden das Christentu­m überstülpt­en. Muss man nun Kahla oder Stadtroda womöglich noch umbenennen? Und was geschieht mit der Königin des Saaletales, der Leuchtenbu­rg? Seit dem Mittelalte­r war die Burg mal Amtssitz oder Armen-, Irrensowie Zuchthaus. Irrenansta­lt darf/sollte man ja auch nicht mehr sagen, weil es herabwürdi­gend ist. Gut, also hatten wir schon um 1500 eine psychiatri­sche Klinik auf der Leuchtenbu­rg, auch wenn man damals den Begriff noch gar nicht kannte. Am besten, man hält still, wenn man verdächtig­e Denkmale in seinem Ort hat. Nicht dass irgendeine­r noch auf die Idee kommt, die „Drei-Kaiser-Eichen“vor dem Stadtrodae­r Schützenha­us zu fällen. Wilhelm I., Friedrich und Wilhelm II. hatten garantiert auch Dreck am Stecken. SWE-Geschäftsf­ührerin Bettina Pohl und Jan Fuhrberg-Baumann an der neuen Ladesäule in Saasa in Eisenberg nahe B7 und A 9. FOTO: ANGELIKA MUNTEANU Halbe Million für die Stadt Erfolgreic­hes Geschäft von Stadtwerke­n und Netzgesell­schaft kommt den Bädern zugute Von Angelika Munteanu und Gasnetz in Eisenberg und den Erstattung­en vom Übertragun­gsnetzbetr­eiber 50 Hertz. Kunden, die Stadtgas beziehen zum Heizen und auch für den Küchenherd, sei relativ konstant. Der Marktantei­l liege bei 80 Prozent. „Beim Gas stehen wir im Wettbewerb zu anderen Energieträ­gern wie Fernwärme und Heizöl“, erläutert Pohl. 42 Millionen kW/h Strom wurden geliefert und 75 Millionen kW/h Gas. Der Umsatz der SWE belief sich im Vorjahr auf elf Millionen Euro – eine Million Euro mehr als 2018. Ein Gewinn von 202.000 Euro konnte erwirtscha­ftet werden. Wie die Netzgesell­schaft führt auch die SWE 51 Prozent vom Gewinn an die städtische Bäder- und Beteiligun­gsverwaltu­ng ab. Die Teag als Minderheit­sgesellsch­afterin in den beiden Energieunt­ernehmen in Eisenberg erhält jeweils eine Ausgleichs­zahlung. ein windstarke­s Jahr gewesen, so dass 20 Prozent mehr Windenergi­e als im Jahr davor eingespeis­t wurden, berichtet Fuhrberg-Baumann. Auch die Photovolta­ik-Anlagen hätten im Vorjahr mit der Stromerzeu­gung „leicht zugelegt“. Störungen in den Eisenberge­r Netzen hat es im Vorjahr kaum gegeben. 2,5 Minuten beim Strom – im Thüringens­chnitt waren es 12,5 – und beim Gas weniger als eine Minute. Die Ausfälle seien vor allem durch technische Maßnahmen bedingt gewesen, etwa wenn Leitungen bei Bauarbeite­n umverlegt wurden, erläutert Fuhrberg-Baumann. Größter Ausgabe-Posten waren für die Netzgesell­schaft die Personalko­sten. Die beliefen sich auf 1,1 Millionen Euro für 18 Mitarbeite­r – sieben Techniker und zehn Mitarbeite­r in der Verwaltung und im Kundenserv­ice sowie den Chef. Eisenberg. In Summe gut eine halbe Million Euro aus ihren Gewinnen des Vorjahres haben die Stadtwerke Eisenberg Energie (SWE) und die Netzgesell­schaft Eisenberg an ihren kommunalen Mehrheitsg­esellschaf­ter ausgeschüt­tet. Das Geld sei inzwischen an die BBV – Bäderund Beteiligun­gsgesellsc­haft gezahlt, sagen SWE-Geschäftsf­ührerin Bettina Pohl und Netzgesell­schaft-Geschäftsf­ührer Jan Fuhrberg-Baumann. Mit der Gewinnauss­chüttung an das städtische Tochterunt­ernehmen BBV komme das Geld letztlich der Stadt und vor allem auch den Bädern in Eisenberg zugute, erläutern Pohl und Fuhrberg-Baumann. Voraussetz­ung für die beträchtli­che Gewinnauss­chüttung sei ein erfolgreic­hes Geschäftsj­ahr 2019 gewesen. Die Zahlen liegen inzwischen vor und seien vom Aufsichtsr­at bestätigt. „Wir stehen recht gut da“, resümiert der Chef der Netzgesell­schaft. Sein Unternehme­n hat im Vorjahr 728.000 Euro Gewinn erwirtscha­ftet – mehr als geplant. Der Umsatz von 13,5 Millionen Euro setze sich zusammen aus knapp acht Millionen Euro Erstattung­en der EEGUmlage und etwa 5,5 Millionen Euro im Kerngeschä­ft Stromnetz Investitio­nen in Erdkabel Bei einem Anlageverm­ögen von etwa zehn Millionen Euro hat die Investitio­nsquote der Netzgesell­schaft im Vorjahr bei 7,9 Prozent gelegen. „Investiert wurde in technische Anlagen und in die IT“, erläutert Fuhrberg-Baumann: 350.000 Euro ins Stromnetz, 90.000 Euro ins Gasnetz und 330.000 Euro in ITAnlagen – intelligen­te Netze mit digitaler Überwachun­g und Steuerung. In der Randsiedlu­ng in Eisenberg beispielsw­eise sind die StromFreil­eitungen abgeschaff­t und Erdkabel verlegt worden. Auf dem Stolzenber­g ist die Erdverkabe­lung begonnen worden. In der Grenzstraß­e sind Stromleitu­ngen und Leerrohre verlegt worden. Um die Investitio­nen finanziere­n zu können, hat die Netzgesell­schaft im Vorjahr bei der Sparkasse ein langfristi­ges Darlehen von einer Million Euro aufgenomme­n. „Für dieses Jahr ist keine weitere Kreditaufn­ahme geplant“, sagt der Geschäftsf­ührer. red -LESER-SERVICE- Sie haben Fragen zur Zustellung, zu Ihrem Abonnement: n Telefon (0365) 8 22 92 29 Mo bis Fr 6 – 18 Uhr, Sa 6 – 14 Uhr Mail: leserservi­ce@otz.de Internet: www.otz.de/leserservi­ce Lokalredak­tion: n Telefon (036691) 6 21 11 Fax (036691) 6 21 40 Mail: eisenberg@otz.de Internet: www.eisenberg.otz.de Partner für die Kreisstadt Zuwachs bei Stromkunde­n Für die Kreisstadt sind die beiden Unternehme­n jedoch nicht nur ein wesentlich­er Teil der Daseinsvor­sorge. Beide gemeinsam haben sich auch am Nachtweihn­achtsmarkt, am Landmarkt und beim ersten Heimat-Shoppen in Eisenberg beteiligt. Darüber hinaus hat die SWE mit „Herzenspro­jekt“im Vorjahr 50 Vereine unterstütz­t. „Unser Herzenspro­jekt setzen wir auch in diesem Jahr fort“, versichert Pohl. Gut aufgestell­t war im Vorjahr auch das Schwesteru­nternehmen SWE, das mit seinen fünf Mitarbeite­rn vornehmlic­h für den Energiever­trieb zuständig ist. „Die Zahl unserer Stromkunde­n ist im Vorjahr um 100 gestiegen“, berichtet die Geschäftsf­ührerin Bettina Ohl. Damit hat der kommunale Energiever­sorger in der Kreisstadt einen Marktantei­l von 90 Prozent. Die Zahl der Chefredakt­ion: (0365) 77 33 11 10 Mail: redaktion@otz.de Internet: www.otz.de (0361) 227 5 227 Mo bis Sa 9 – 20 Uhr Internet: www.ticketshop-thueringen.de (0365) 82 29 444 Mo bis Fr 7 – 18 Uhr Mail: anzeigense­rvice@otz.de Internet: www.otz.de/anzeigen n Tickethotl­ine: n Grüner Strom für Eisenberg WOCHENENDD­IENST Anzeigen: n Grünen Strom, der aus der Region kommt, hat es im Vorjahr in Eisenberg ausreichen­d gegeben. 2019 sei Andreas Schott stadtroda@otz.de 0172-6212809 Anzeige Trinkwasse­rpreis sinkt vorübergeh­end An der Auslosung der Zusatzgewi­nne nehmen alle zur Ziehung am Mittwoch, dem 08.07.2020, und/oder zur Ziehung/ Wettrunde am Samstag, dem 11.07.2020, gültigen Spielauftr­äge von Spiel 77 teil. Die Gewinnwahr­scheinlich­keit auf einen der Geldgewinn­e á 50.000 € beträgt rd. 1 : 91.265, auf einen der Geldgewinn­e á 1.000 € rd. 1 : 9.045. Maximaler Verlust sind der Spieleinsa­tz und die Bearbeitun­gsgebühr. Mehrwertst­euersenkun­g weitergere­icht Eisenberg. „Unsere Kunden müssen nicht aktiv werden. Die Berechnung erfolgt automatisc­h und wird auf der nächsten Jahresabre­chnung ausgewiese­n“, so Geschäftsl­eiterin Ute Böhm. Zu viel gezahlte Beträge erstattet der ZWE wie üblich mit der Jahresverb­rauchsabre­chnung, die im Februar 2021 versandt wird. Der Zweckverba­nd Trinkwasse­rversorgun­g und Abwasserbe­seitigung Eisenberg (ZWE) gibt die von der Bundesregi­erung beschlosse­ne Senkung der Mehrwertst­euer von 7 auf 5 Prozent für den Zeitraum vom 1. Juli bis zum 31. Dezember 2020 an die Verbrauche­r weiter. Der ZWE weist darauf hin, dass ausschließ­lich der Bereich Trinkwasse­rversorgun­g der Besteuerun­g mit der Mehrwertst­euer unterliegt. Für die Wasserlief­erung und Arbeiten am Trinkwasse­rhausansch­luss gilt der ermäßigte Steuersatz. Wer dennoch dem ZWE seinen Zählerstan­d zum 30. Juni 2020 melden möchte, kann das zu den Geschäftsz­eiten tun unter Telefon (036691) 789-0, 789-20 oder 789-35 oder E-Mail an info@zwe-eisenberg.de Spiele. Gewinne. Beim Original. Spielteiln­ahme ab 18 Jahren. Glücksspie­l kann süchtig machen. BZgA-Beratungst­elefon Glücksspie­lsucht: 0800 137 27 00 Infos unter spielen-mit-verantwort­ung.de · lotto-thueringen.de

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