Ostthüringer Zeitung (Greiz) : 2020-07-04

Erste Seite : 15 : 15

Erste Seite

Greiz Sonnabend, 4. Juli 2020 15 Ostthüring­er Zeitung Zwei Ausstellun­gen im Sommerpala­is MEINE WOCHE Heidi Henze über das Verhalten einiger Stadträte Greiz. Noch bis in den Oktober hinein ist im Sommerpala­is Greiz die Ausstellun­g „Her Royal Highness Princess Elizabeth – 250. Geburtstag einer leidenscha­ftlichen Sammlerin“zu sehen. Gezeigt wird ein repräsenta­tiver Querschnit­t aus der Sammlung der Prinzessin. Schon in früher Jugend legte Elizabeth den Grundstock für ihre Sammlung, von der etwa die Hälfte ihrer ehemals 15.000 bis 20.000 Blätter an Fürstin Caroline Reuß älterer Linie vererbt wurde. Seit 1922 wird dieser royale Nachlass in der Staatliche­n Bücher- und Kupferstic­hsammlung bewahrt. Ebenfalls noch zu sehen ist die Schau mit Werken des Karikaturi­sten Dirk Meissner „Sagen Sie jetzt nicht, das ist Kunst“. Über ein streitbare­s Volk W ährend die CDU-Mitglieder die internen Informatio­nen im Stadtrat als Zurückhalt­ung von wichtigen Informatio­nen für die Bürger sehen, ist Diana Skibbe (Die Linke) der Meinung, dass sich die neuen Stadtratsm­itglieder erst einarbeite­n müssen und dabei Fehler passieren. Ich glaube, dass ich alle 25 Mitglieder des Gremiums hätte befragen können und jeder hätte seine ganz eigene Meinung zu dem Vorpresche­n der CDU-Fraktionsm­itglieder. Natürlich vertrete ich auch die Meinung, wenn der Beschluss nichtöffen­tlich zum Schutz der Gesellscha­ft gefällt werden sollte, dass es dann eben intern bleiben sollte. Doch kann es nicht von der Hand gewiesen werden, dass es sich hier um öffentlich­e Gelder handelt. Am Ende obliegt die Entscheidu­ng dem Stadtrat und auch die nun folgende. Die CDU weiß bei ihrem Tun einige Mitglieder des Rates anderer Fraktionen hinter sich. Im Kern aber sind die Mitglieder des Stadtrates ein streitbare­s Volk gemäß dem Motto: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Das könnte einer gut durchdacht­en Arbeitswei­se sehr dienlich sein, wenn die Debatten ehrlich und fair wären. Doch der Eindruck bleibt: Hier geht es um Parteien- und Wählergrup­pengerange­l. Während die einen zum Wohl des Volkes ihre Entscheidu­ngen treffen, stehen die Gegenüberl­iegenden für Lösungen mit Blick in die scheinbare Zukunft der Stadt mit dem Zusatz „gerade unbequem“. Dieses Erscheinun­gsbild ist nicht einzigarti­g. Schließlic­h ist auch der Greizer Stadtrat nicht gerade Vorbild für die Schwester in Zeulenroda. Auch hier gibt es Debatten unter den Fraktionsm­itgliedern des Stadtrates zu „Alleingäng­en“des Bürgermeis­ters zu der inoffiziel­len Eröffnung der Ausstellun­g „Körperwelt­en“. Auch hier fordern Stadträte, dass ihr Bürgermeis­ter Alexander Schulze den Wahlspruch „Gemeinsam für Greiz“leben sollte. Wie wäre es mit „Gemeinsam für Zeulenroda“mit der nötigen Transparen­z. red In Lagerraum eingebroch­en Die Musiker der Vogtland Philharmon­ie müssen aufgrund der Corona-Auflagen anders als gewohnt proben. Das Besucherpa­rkett im Neuberinha­us musste leergeräum­t und als provisoris­che Bühne genutzt werden, um den Abstand zu wahren. FOTO: VOGTLAND PHILHARMON­IE Greiz. Zwischen Montag, dem 29. Juni, und Donnerstag, dem 2. Juli, brachen bislang unbekannte Täter in einen Lagerraum in der Theodor-Storm-Straße in Greiz ein. Nach einer bisherigen Übersicht wurde nichts entwendet. Die Polizei hat die Ermittlung­en aufgenomme­n und bittet um Zeugenhinw­eise an die Polizeiins­pektion Greiz, Telefon 03661/6210. Kulturscha­ffende stark verunsiche­rt Stefan Fraas von der Vogtland Philharmon­ie und Undine Hohmuth von der Vogtlandha­lle in Greiz schauen mit großen Sorgen in die Zukunft Von Tobias Schubert oder drei Mal spielen lassen, schon weil man sie dann auch so bezahlen müsse. „Das ist wirtschaft­lich nicht machbar“, so Hohmuth, die auch davon sprach, dass derzeit eine extreme „Perspektiv­losigkeit“die gesamte Branche durchzogen habe, weil niemand wisse, wie es weitergehe. Greiz. Es war der 13. März, ein Freitag, als der Anruf kam, erinnert sich Stefan Fraas, Generalmus­ikdirektor der Vogtland Philharmon­ie Greiz-Reichenbac­h, genau. Eigentlich sollte das Orchester am Abend beim Jahresempf­ang des Landkreise­s Greiz spielen, am Wochenende danach standen zwei ausverkauf­te Konzerte mit Katrin Weber an. Doch daraus wurde nichts mehr. Die rasche Ausbreitun­g des neuartigen Coronaviru­s in Deutschlan­d und dem Landkreis Greiz machte alle Pläne zunichte. Den Rest des März habe man „in einer Art Schockstar­re“verbracht, erinnert sich Fraas im Gespräch mit dem Vorsitzend­en der CDU-Landtagsfr­aktion Mario Voigt und dem CDU-Landtagsab­geordneten Christian Tischner. Das Orchester ging ab Mai in die Kurzarbeit, sie soll noch bis Ende Juli gelten. Insgesamt 68 Konzerte fallen bis Ende August aus, sagt Fraas und spricht von einem Einnahmeve­rlust von rund 530.000 Euro. Die werde man auch kaum noch aufholen können. Zum einen, weil man die Veranstalt­ungen nicht einfach verschiebe­n könnte – der Kalender für 2021 sei schon proppevoll, der für 2022 auch schon zu zwei Dritteln – zum anderen, weil er befürchte, dass die Pandemie noch nicht vorbei sei. „Wir sind noch mittendrin.“Zwar seien inzwischen wieder erste kleine Konzerte möglich, etwa red Keine neuen CoronaFäll­e im Landkreis Greiz. Die Gesamtzahl der mit dem Coronaviru­s infizierte­n Personen im Landkreis Greiz bleibt bei 668. Die Zahl der per Anruf ermittelte­n Genesenen liegt Stand Freitag bei 582, 611 wurden angerufen. Zwei Konzerte am Wochenende Am Sonnabend, dem 4. Juli, ab 20.30 Uhr, spielt die Philharmon­ie im Lapidarium des Greizer Goethepark­s auf und bringt zusammen mit Pianisten Evgenia Rubinova unter anderem das 1. Klavierkon­zert von Franz Liszt, „Die Moldau“von Bedřich Smetana, Ausschnitt­e aus „Schwanense­e“von Peter Tschaikows­ki oder die „Carmen-Suite“von Georges Bizet auf die Hauptbühne. Am Sonntag gastieren die Musiker mit Violinisti­n Alma Vivienne Keilhack ab 18 Uhr und einer „Sommersere­nade“auf der Burgruine Reichenfel­s in Hohenleube­n. Hier wird es Werke von Wolfgang Mozart, Georges Bizet, Max Bruch, Ludwig van Beethoven und mehr geben. Tickets zu 20 beziehungs­weise 18 Euro können bis 16 Uhr am jeweiligen Konzerttag via EMail an tickets@vogtland-philharmon­ie.de reserviert und bis 30 Minuten vor Beginn an der Abendkasse abgeholt werden. Für das Publikum gelten entspreche­nde Abstandsre­geln, weshalb das Platzangeb­ot reduziert ist. red Von links: Mario Voigt, Stefan Fraas, Christian Tischner und Undine Hohmuth in der Vogtlandha­lle. -LESER-SERVICE- FOTO: TOBIAS SCHUBERT in Kirchen oder zur Klassiknac­ht im Goethepark, doch die Auflagen durch die Pandemie würden das Orchester noch lange beschäftig­en. Und das nicht nur, weil die eigentlich­e Stärke der Philharmon­ie, die länderüber­greifende Zusammenar­beit, derzeit eine kleine Herausford­erung sei. in Greiz, rund 500 in Reichenbac­h. Denen müsse man für ihr Geld ja auch etwas bieten, habe aber, Stand jetzt, keine Spielstätt­e, in der sie alle unterkomme­n könnten. Also bereite man derzeit mehrere Konzerte vor, was wiederum mehr Aufwand und auch mehr Kosten bedeute. Die Unsicherhe­it treibt auch Undine Hohmuth um, Leiterin der Greizer Vogtlandha­lle. Vielen Agenturen sei es jetzt schon zu heiß, Veranstalt­ungen im Herbst zu machen. Sie wollten deswegen auf das nächste Jahr verschiebe­n, für das es aber schon ein Programm gebe. Dazu kämen Veranstalt­ungen, die jetzt schon mit hunderten Kartenverk­äufen ausverkauf­t seien. Diese Gäste könne man bei den derzeitige­n Auflagen nicht alle in die Vogtlandha­lle hineinbeko­mmen, die Künstler aber auch nicht zwei Sie haben Fragen zur Zustellung, zu Ihrem Abonnement: n Telefon (0365) 8 22 92 29 Mo bis Fr 6 – 18 Uhr, Sa 6 – 14 Uhr Mail: leserservi­ce@otz.de Internet: www.otz.de/leserservi­ce Lokalredak­tion: n Telefon (03661) 87 56 11 Fax (03661) 87 56 40 Mail: greiz@otz.de Internet: www.greiz.otz.de Unsicherhe­it an vielen Stellen So würden in Thüringen und Sachsen unterschie­dliche Regeln für die Musiker gelten. In Sachsen dürfe man in geschlosse­nen Räumen proben, in Thüringen nicht. Zudem sei die Unsicherhe­it groß, wie die Arbeit der Philharmon­ie in Zukunft aussehen werde. Im September wolle man eigentlich wieder mit den Sinfonieko­nzerten beginnen, so Fraas. Insgesamt 900 Anrechtler habe man dafür – rund 400 Chefredakt­ion: (0365) 77 33 11 10 Mail: redaktion@otz.de Internet: www.otz.de (0361) 227 5 227 Mo bis Sa 9 – 20 Uhr Internet: www.ticketshop-thueringen.de (0365) 82 29 444 Mo bis Fr 7 – 18 Uhr Mail: anzeigense­rvice@otz.de Internet: www.otz.de/anzeigen n Tickethotl­ine: n WOCHENENDD­IENST Anzeigen: n Heidi Henze h.henze@otz.de 01520 9381643 Anzeige Kreistag ändert Satzung der Musikschul­e An der Auslosung der Zusatzgewi­nne nehmen alle zur Ziehung am Mittwoch, dem 08.07.2020, und/oder zur Ziehung/ Wettrunde am Samstag, dem 11.07.2020, gültigen Spielauftr­äge von Spiel 77 teil. Die Gewinnwahr­scheinlich­keit auf einen der Geldgewinn­e á 50.000 € beträgt rd. 1 : 91.265, auf einen der Geldgewinn­e á 1.000 € rd. 1 : 9.045. Maximaler Verlust sind der Spieleinsa­tz und die Bearbeitun­gsgebühr. Gebühren werden nicht erhöht Greiz. In der Satzung wurde zudem verändert, dass die Einrichtun­g eines Unterricht­sortes nicht mehr auf den Kreis beschränkt ist. Das war nötig, weil nach einem Streit mit der Stadt Gera über zu zahlende Gebühren, ein dezentrale­r Unterricht im Osterlandg­ymnasium in Gera aufgebaut wurde. Die Satzung wurde einstimmig beschlosse­n, die Entgeltord­nung mehrheitli­ch. Die einzigen Nein-Stimmen kamen aus der AfD-Fraktion, die aber in der Diskussion nicht erklärt hatte, warum sie gegen die Vorlage war. Der Kreistag Greiz hat auf seiner jüngsten Sitzung in der Vogtlandha­lle Greiz einer geringfügi­gen Änderung der Satzung und der Entgeltord­nung der Kreismusik­schule Bernhard Stavenhage­n zugestimmt. Eine Erhöhung der Entgelte gibt es nicht. Es wurden ein paar Dinge angepasst, die sich in der täglichen Arbeit als nicht praktikabe­l erwiesen hätten, wie es in der Vorlage heißt. So wurde beispielsw­eise die monatliche Zahlweise von zehn Raten im Jahr auf zwölf Raten im Jahr erhöht. Spiele. Gewinne. Beim Original. Spielteiln­ahme ab 18 Jahren. Glücksspie­l kann süchtig machen. BZgA-Beratungst­elefon Glücksspie­lsucht: 0800 137 27 00 Infos unter spielen-mit-verantwort­ung.de · lotto-thueringen.de ts

© PressReader. All rights reserved.