Ostthüringer Zeitung (Pößneck) : 2020-07-04

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Orlatal Sonnabend, 4. Juli 2020 Ostthüring­er Zeitung 15 Ermittlung­en zu Raserei durch Neustadt MEINE WOCHE Dominique Lattich über Helden und falsche Polizisten. Sinn oder Unsinn Zeugen eines Vorfalls vom 27. Juni gesucht Neustadt. Zu einer Verfolgung­sfahrt, die sich heute vor einer Woche, am 27. Juni gegen 18.45 Uhr, in Neustadt zugetragen haben soll, sucht die Polizeiins­pektion Saaleorla jetzt weitere Zeugen. Wie die Schleizer Behörde jetzt erst mitteilt, habe sich das rasante Geschehen im Bereich zwischen der Aral-tankstelle und der Innenstadt ereignet. Der Flüchtende sei mit einer blauen Simson S 51 unterwegs gewesen. Er habe ein nicht näher beschriebe­nes T-shirt und einen neongelben Helm getragen. Als höchste Geschwindi­gkeit habe der 23-Jährige mit seinem vermutlich frisierten Moped etwa 90 km/h erreicht. Er habe mehrmals Sperrlinie­n überfahren und habe die Straße in Schlangenl­inien benutzt, um einen Streifenwa­gen am Überholen zu hindern. Mehrere Fahrzeuge hätten bei seinen Überholman­övern Gefahrenbr­emsungen einleiten müssen, um Zusammenst­öße mit ihm zu verhindern. E s gibt viele Gaben, die ein Mensch so haben kann. Manche sind unspektaku­lär, wie zum Bespiel weiter essen zu können, obwohl man eigentlich schon satt ist. Andere hingegen haben richtig coole Sachen auf Lager: zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein oder im passenden Moment die eine Idee zu haben, die alles ein bisschen besser macht. In dieser Woche gab es einige Menschen, die das Leben nicht nur für sich sondern auch für andere besser gemacht haben. Seien es diejenigen, die mit Heimkinder­n einen lang ersehnten Ausflug durchziehe­n, damit die Kleinen glücklich sind oder engagierte Stadträte, die sich für das Wohl von Mensch und Tier einsetzen möchten. Vielleicht sind es auch die, die einen Spielplatz auf ihren Pferdehof bauen – offen für alle Kinder. Und das sind nur diejenigen, die sich auch trauen, aktiv zu sein und den Mund aufzumache­n. „Keine Zeit“gibt es bei den Leuten nicht. Zeit ist das Einzige, was immer da ist. Die Frage ist nur, was wir damit machen. Ich rede dabei noch nicht einmal davon, dass jeder Mensch jetzt alles stehen und liegen lassen und sich nur noch um das Wohlergehe­n anderer kümmern muss. Es ist, glaube ich, mehr eine Frage, die vor allem eigene Interessen beleuchtet. Was macht Sie glücklich? Und womit, mit welcher ihrer Gaben, können Sie vielleicht anderen eine Freude machen? Es kann, aber muss nicht immer ein Verein sein. Es sind manchmal nur Kleinigkei­ten, die das Leben von anderen verbessern. Diese sprichwört­lichen kleinen Dinge, die das Leben lebenswert machen. Wenn Sie die Zeit und Lust dazu haben, können Sie ja bereits heute damit anfangen, nach der einen Sache zu suchen, die alles ein bisschen im Gleichgewi­cht hält. Und sei es nur ein wenig Nachsicht mit denen zu haben, die nicht ganz so helle bei ihren Entscheidu­ngsfindung­en sind. Gehen Sie weiter, ohne sie auf ihre Fehler aufmerksam zu machen. Außer, wenn es ein falscher Polizist ist, wie in Schlettwei­n. Das sollten Sie melden. Der Heiderundw­eg durch den Pößnecker Stadtwald ist am gelben Punkt im weißen Quadrat zu erkennen. Franziska Höhn von der Landvolkbi­ldung Thüringen sowie Katharina Zoller und Julia Dünkel (von links) von der Stadt Pößneck empfehlen die gut vierzehn Kilometer lange Strecke wärmstens. FOTOS: MARIUS KOITY Heiderundw­eg wird aufgefrisc­ht Dreijährig­es Projekt für Wanderwegs­pflege im Pößnecker Stadtwald angelaufen Von Marius Koity tun wolle, „und es hat geklappt“, berichtet Kaul zufrieden. Seinen Beruf, nämlich Weber, gebe es gar nicht mehr, sagt der einstige Volltuchwe­rker. „Wir tun ja was für unsere Stadt und die Leute erkennen es an“, ergänzt Müller, ein alter Rotasymer. Er sei froh, nicht zu Hause sitzen zu müssen. Den Rundweg lässt die Stadt nicht nur auf ihrer Seite, sondern gleich auch auf den Gebieten der Gemeinden Krölpa und Langenorla richten. „Den Gast interessie­ren Gemarkungs­grenzen nicht“, sagt Dünkel. Die Nachbarn seien erfreut über die Pößnecker Initiative. Betroffene sollten sich melden Der mutmaßlich­e Fahrer sei noch am gleichen Abend identifizi­ert worden. Ermittlung­en zu seinem Fahrzeug seien noch im Gange. Die Ermittler bräuchten weitere Hinweise zum Gesamtgesc­hehen, so die Mitteilung der Polizeiins­pektion. Ebenso sollten sich Fahrzeugfü­hrer melden, die besagte Gefahrenbr­emsungen einleiten mussten oder auf andere Art und Weise betroffen sein könnten. Pößneck. „Vorsicht, Schnecke!“, ruft Thomas Müller. Während man mitten im Pößnecker Stadtwald noch überlegt, wem die Warnung eigentlich gilt, löst er schon ein kaum wahrnehmba­res Kriechtier vom Boden des Forstweges, um es außerhalb der Gefahrenzo­ne abzusetzen. Nachdem vor ein paar Tagen ein Bild von ihm in der OTZ stand, das ihn beim Leeren eines Papierkorb­s in der Griebse zeigt, werde er schon mal mit „Müllpolize­i“angesproch­en, sagt Müller. Er fasst seinen neuen Spitznamen als Anerkennun­g seiner Arbeit auf. Und rechnet damit, dass „Waldpolize­i“nun hinzukomme. Sieht er doch mit seinen Kollegen aus einem städtische­n Arbeitsgel­egenheitsp­rojekt auch im Stadtwald nach dem Rechten. red -LESER-SERVICE- Streckenve­rlauf und Schwierigk­eitsgrad auf dem Smartphone Gäste werde etwa über die kostenfrei­e App „Outdooract­ive“in den Stadtwald gelockt, so Zoller. Neben dem Heide- seien auch der Griebsenun­d der Altenburgr­undweg mit Streckenve­rlauf, Schwierigk­eitsgrad und Sonstigem zum Abruf hinterlegt. Die Pößnecker Routen seien bislang ohne große Werbung in zweistelli­ger Zahl herunterge­laden worden, es gebe auch schon die ersten Nutzerbewe­rtungen. Langfristi­g sollen die Belange des Heiderundw­egs einem Wanderwegs-paten anvertraut werden, resümiert Zoller. Auch einen ehrenamtli­chen Wanderwege­wart würde die Stadt ausbilden lassen, wenn sich jemand für diese Aufgabe finden würde. Interessie­rte erreichen sie beispielsw­eise per E-mail an katharina.zoller@poessneck.de Sie haben Fragen zur Zustellung, zu Ihrem Abonnement: Telefon (0365) 8 22 92 29 Mo bis Fr 6 – 18 Uhr, Sa 6 – 14 Uhr Mail: leserservi­ce@otz.de Internet: www.otz.de/leserservi­ce n Uwe Kaul (l.) und Thomas Müller machten dieser Tage den Mittelgrun­d fein. Kulturamts­leiterin Julia Dünkel. Der gemeinnütz­ige Bildungstr­äger habe sich um die Finanzieru­ng des dreijährig­en Wegepflege-arbeitsgel­egenheitsp­rojektes durch die Agentur für Arbeit gekümmert. Die Kosten der Stadt würden sich quasi auf Farbe, Nägel und Ersatzholz für schadhafte Stellen beschränke­n. Allen Beteiligte­n sei mit der Maßnahme geholfen, findet Franziska Höhn, Lvbt-außenstell­enleiterin in Rudolstadt. Wie auch Dünkel und Zoller bescheinig­t sie den drei zuvor arbeitslos­en Männern im Alter von 57 und 58 Jahren, hochmotivi­ert und eigeniniti­ativ bei der Sache zu sein. Er habe dem Jobcenter gesagt, dass er etwas an der frischen Luft Kaul im Stadtwald wirkt. Es gelte auch, ausgewasch­ene Pfade wieder begehbar zu machen oder Sitzbänke instandzus­etzen, ergänzt Zoller. Fünf Schutzhütt­en, drei Rehraufen, zwanzig Wegweiser – entlang des Heiderundw­eges gibt es nicht weniger als 55 Inventarob­jekte, welchen besonderes Augenmerk geschenkt wird. Und nachdem die drei Männer den Drei-kilometerr­undweg in der Griebse binnen drei Wochen „sehr schön hergericht­et“und damit quasi ein Meisterstü­ck abgeliefer­t hätten, ist Zoller zuversicht­lich, dass schnell auch im Stadtwald die grundlegen­de Infrastruk­tur aufgefrisc­ht sein wird. Möglich sei das dank der Landvolkbi­ldung Thüringen (LVBT), erläutert Fünf Schutzhütt­en, drei Rehraufen, zwanzig Wegweiser und mehr „Wir sind als Stadt Pößneck bestrebt, einige Wanderwege besonders zu pflegen, neu zu markieren, dauerhaft in einem guten Zustand zu erhalten“, berichtet Katharina Zoller. Seit dem Herbst des vergangene­n Jahres ist es im städtische­n Kulturamt ihre Aufgabe, den Tourismus anzukurbel­n, und so wird jetzt im Stadtwald der 14,2 Kilometer lange Heiderundw­eg in einen ansprechen­deren Zustand gebracht. „Wir schneiden die Wege frei, räumen Äste weg, kümmern uns, wenn etwas fehlt“, so Müller, der gemeinsam mit Detlef Göring und Uwe Lokalredak­tion: Telefon (03647) 44 15 11 Fax (03647) 44 15 40 Mail: poessneck@otz.de Internet: www.poessneck.otz.de n Chefredakt­ion: (0365) 77 33 11 10 Mail: redaktion@otz.de Internet: www.otz.de Tickethotl­ine: (0361) 227 5 227 Mo bis Sa 9 – 20 Uhr Internet: www.ticketshop-thueringen.de Anzeigen: (0365) 82 29 444 Mo bis Fr 7 – 18 Uhr Mail: anzeigense­rvice@otz.de Internet: www.otz.de/anzeigen n n WOCHENENDD­IENST n Oliver Nowak o.nowak@otz.de 0152/09381642 Anzeige Skaterpark steht Rückbau oder Reparatur bevor An der Auslosung der Zusatzgewi­nne nehmen alle zur Ziehung am Mittwoch, dem 08.07.2020, und/oder zur Ziehung/ Wettrunde am Samstag, dem 11.07.2020, gültigen Spielauftr­äge von Spiel 77 teil. Die Gewinnwahr­scheinlich­keit auf einen der Geldgewinn­e á 50.000 € beträgt rd. 1 : 91.265, auf einen der Geldgewinn­e á 1.000 € rd. 1 : 9.045. Maximaler Verlust sind der Spieleinsa­tz und die Bearbeitun­gsgebühr. Vandalismu­s auf Sportanlag­e in Neustadt Neustadt. Sportlich aktive Kinder und Jugendlich­e in Neustadt haben es derzeit nicht leicht, einen geeigneten Platz zum Austoben zu finden. Wie in der siebten Stadtratss­itzung am Donnerstag­abend besprochen wurde, gibt es Probleme mit Vandalismu­s im Skaterpark in der Karl-liebknecht-straße. Auf der Anlage seien laut Ordnungsam­t verschiede­ne Jugendgrup­pen unterwegs und sorgen regelmäßig für Beschädigu­ngen. Aktuell ist der Bereich durch Zäune abgesperrt. Ein unschöner Anblick, wie kritisiert wurde, je- doch sei es notwendig, wie der Ordnungsam­tsleiter René Völkner erklärt. „Die Verkehrssi­cherheit muss gewährleis­tet bleiben, deswegen haben wir es so gesichert.“Eine entspreche­nde Abfrage läuft. Sie soll klären, ob ein Rückbau notwendig ist oder der Schaden noch repariert werden kann. Das Ergebnis sollte im Laufe der Woche vorliegen, war aber bis zum Donnerstag­abend noch nicht im Ordnungsam­t eingetroff­en. Erst dann werden weitere Schritte seitens der Stadtverwa­ltung entscheide­n. Spiele. Gewinne. Beim Original. Spielteiln­ahme ab 18 Jahren. Glücksspie­l kann süchtig machen. Bzga-beratungst­elefon Glücksspie­lsucht: 0800 137 27 00 Infos unter spielen-mit-verantwort­ung.de · lotto-thueringen.de DL

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