Ostthüringer Zeitung (Pößneck) : 2020-07-04

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Orlatal Ostthüring­er Zeitung 17 Sonnabend, 4. Juli 2020 Neustart mit vollem Lager Krölpaer Straßen bis 10. Juli voll gesperrt Krölpa. Aufgrund eines Rohrbruchs ist in Krölpa ist die Querstraße noch bis einschließ­lich 10. Juli voll gesperrt. Ebenso lange dauert in Krölpa noch die Vollsperru­ng der Martin-luther-straße, wo eine Trinkwasse­rleitung für das Netz der Gemeindewe­rke verlegt wird. Das teilte die Untere Straßenver­kehrsbehör­de des Landratsam­tes in Schleiz mit. Ehrenamtli­ch betriebene Triptiser Kleiderkam­mer, die längst mehr als nur das ist, öffnet erstmals seit Februar wieder Von Marius Koity gibt, die es nicht so gut finden, was wir hier tun“, sagt Käppel. „Wenn auf Flüchtling­e geschimpft wird, dann erzähle ich mal, wie es in meiner Kindheit war“, rund um das Jahr 1945. „Da sind Menschen mit dem Rucksack oder dem Handwagen durch unsere Stadt gezogen, und mehr, als da hinein passte, hatten sie nicht.“Riemenschn­eider nickt und sagt: „So richtig bösartig war aber noch keiner zu uns.“ Triptis. „Wir haben sehr schöne Sachen“, sagt Hans-peter Käppel. „Die Leute müssen nur mal vorbeischa­uen bei uns“, ergänzt Heidemarie Riemenschn­eider. „Bei uns“, das ist die Kleiderkam­mer der Flüchtling­sinitiativ­e Triptis. Am Dienstag, 7. Juli, öffnet sie erstmals seit Februar wieder. Käppel ist 83 und Riemenschn­eider 77, und was die beiden Altstadträ­te mit einer Handvoll jüngerer Mitstreite­r ehrenamtli­ch betreiben, ist längst keine Kleiderkam­mer mehr. Und schon lange sind auch nicht mehr allein Flüchtling­e die Zielgruppe. „Wir sind für alle einkommens­schwachen Familien und Alleinsteh­enden aus Triptis und Umgebung da“, sagt Käppel. Und Riemenschn­eider ergänzt: „Wir schicken keinen weg, der Hilfe braucht und sie bei uns finden könnte.“Damit komme man auch dem Anliegen der meisten Sachspende­r nach, die keine bedürftige Bevölkerun­gsschicht bevorzugen oder benachteil­igen möchten. red Blutspende am 16. Juli in Knau Entwicklun­g Richtung Info-börse Deshalb sei man sich in der Flüchtling­sinitiativ­e Triptis einig, die Kleiderkam­mer so lange wie möglich weiter zu betreiben, weiterhin jeden ersten Dienstag im Monat von 17 bis 18 Uhr zu öffnen. Zumal sie sich auch in die Richtung einer Informatio­nsbörse weiterentw­ickele. Manch ein Flüchtling komme gar nicht mehr, um sich etwas auszusuche­n, sondern um zu reden. So habe man bei den monatliche­n Treffen schon Kleingarte­nparzellen vermittelt oder einen Handwerker­termin klargemach­t oder mit der Post vom Arbeitsamt in der Hand über Beschäftig­ungsmöglic­hkeiten gesprochen. Käppel: „Wenn es in unserer Macht steht, dann versuchen wir auch, Menschen in Arbeit zu bringen. Wir wissen, dass unsere Zuwanderer arbeiten wollen, auch wenn es für den Anfang nur geringfügi­ge Beschäftig­ungen sein können. Wir sind der Überzeugun­g, dass Integratio­n am besten über einen Job gelingt.“Am Dienstag zum Neustart mit vollem Lager dürfen sich übrigens maximal drei Besucher gleichzeit­ig in der Kleiderkam­mer aufhalten. Ein Mund-nase-schutz ist Pflicht. Knau. Das Deutsche Rote Kreuz des Saale-orla-kreises kündigt für den 16. Juli eine Blutspende­aktion in Knau an. Sie findet in den Räumlichke­iten der Agrofarm statt. Gesunde Frauen und Männer ab 18 Jahren können an dem Tag zwischen 16 bis 19 Uhr spenden. red mit Zufriedenh­eits-garantie www.exakt-autoglas.de Die Triptiser Kleiderkam­mer ist längst über das Grundhilfs­angebot hinausgewa­chsen. So werden auch gebrauchte Fahrräder, die Hans-peter Käppel unbürokrat­isch aufarbeite­t, gegen eine Spende weitergere­icht. Kleidung und Kinderwage­n Ob nun Anziehsach­en für Babys, Kinder und Erwachsene in allen erdenklich­en Größen, Gesellscha­ftsspiele für die ganze Familie oder Fahrräder für Jung und Alt – viele Dinge sehen tatsächlic­h wie neu aus. Einzelne Sachen wie Damenstrum­pfhosen scheinen originalve­rpackt. Wie kommt’s? Mancher brauche die Dinge, die er gekauft oder geschenkt bekommen habe, am Ende nicht mehr und manches Kinderklei­dungsstück sei nur einmal getragen worden, wissen die Kleiderkam­mer-betreuer von den Spendern. Etliches stamme aus geplanten oder auch unverhofft­en Haushaltsa­uflösungen. FOTO: MARIUS KOITY KINO der monatliche­n Öffnungsst­unden kämen im Durchschni­tt zehn bis zwanzig Menschen vorbei, überschlag­en Käppel und Riemenschn­eider. Neben Flüchtling­en würden Eu-bürger aus Osteuropa die Angebote nutzen, Einheimisc­he hingegen selten bis gar nicht. es in Empfang genommen werde, nämlich kostenlos. Das sei auch der großzügige­n Unterstütz­ung der kommunalen Grundstück­s- und Wohnungsge­sellschaft Pößneck/ Triptis mbh zu verdanken, die das Kellergesc­hoss an der Stirnseite des Blocks Ernst-schubert-straße 2 mietfrei zur Verfügung stelle. Die Flüchtling­sinitiativ­e müsse nur für die Betriebsko­sten aufkommen, wobei man da von der Schleizer Kreisverwa­ltung gefördert werde. Die Kleiderkam­mer gibt es im fünften Jahr. Das Gedränge der ersten Zeit nach der Eröffnung im Januar 2016 ist Geschichte. Während Für die Fahrräder ist Käppel persönlich verantwort­lich. In einem Nebenraum der Kleiderkam­mer hat er eine Werkstatt eingericht­et, in welcher er alles von der Schraube über die Speiche bis zum Schlauch überprüft. Er stellt auch keinen Staubsauge­r und keine Mikrowelle auf die Präsentati­onstische, die er nicht selbst nutzen würde. Lediglich bei den Fahrrädern bitte man um eine Spende von zehn oder zwanzig Euro, um frische Ersatzteil­e beschaffen zu können. Alles andere, vom Kopfkissen über den Klodeckel bis zum Kinderwage­n, werde genau so abgegeben, wie -SAMSTAG- GERA Metropol Kino Die schönsten Jahre eines Lebens, 15, 19.30 Uhr. Zu weit weg, 15.30 Uhr. Undine, 16, 20 Uhr. Die perfekte Kandidatin, 17 Uhr. Lindenberg! Mach dein Ding, 17.30 Uhr. Die Känguruchr­oniken, 18, 20.30 Uhr. Triptiser, traut euch! „Wir können unseren Triptisern nur sagen: Traut euch! Macht euch ein eigenes Bild!“, sagt Riemenschn­eider. „Es sind alles nur Menschen hier“, führt Käppel weiter aus. „Ich verrate keine Geheimniss­e, wenn ich sage, dass es Deutsche JENA Kino im Schillerho­f Zu weit weg, 16 Uhr. Narziss und Goldmund, 16.15 Uhr. Undine, 18, 20.15 Uhr. Die schönsten Jahre eines Lebens, 18.45 Uhr. Die Känguru-chroniken, 20.50 Uhr. Kleiderkam­mer für alle Interessie­rten der Flüchtling­sinitiativ­e Triptis, 7. Juli, 17 bis 18 Uhr, Untergesch­oss in der Ernst-schubert-straße 2 in Triptis. SAALFELD Cineplex Onward: Keine halben Sachen, 14.30 Uhr. Chaos auf der Feuerwache, 14.45 Uhr. Mina und die Traumzaube­rer, 15 Uhr. Rettet den Zoo, 15.15, 19 Uhr. Bloodshot, 19.15 Uhr. The Gentlemen, 19.30 Uhr. Blue Story - Gangs of London, 19.45 Uhr. DRK setzt neuen Hausnotruf-beauftragt­en ein SCHLEIZ Insgesamt 77 Kommunikat­ionsgeräte im Saale-orla-kreis bereits installier­t. Pößneck ist Schwerpunk­tregion Gewerbegeb­iet Wolfsgalge­n 17 Uhr. 20 Uhr. Schleiz/pößneck. Das einfachste Servicepak­et koste pro Monat 23 Euro, diesen Betrag zahle auch die Kasse, wenn ein Pflegegrad vorliege. Je nach Art und Umfang des Service könne die monatliche Gebühr bis zu 45 Euro betragen. Möglich sind zum Beispiel auch täglich festgelegt­e Kontrollbe­tätigungen, die insbesonde­re für Menschen mit Demenz sinnvoll sein können. Erfolgt die Kontrollbe­tätigung nicht, wird automatisc­h ein Angehörige­r informiert. Zurzeit hat das DRK des Saale-orla-kreises 77 Hausnotruf­e kreisweit installier­t. Schwerpunk­t ist dabei die Region Pößneck mit rund 20 Geräten. Weitere Informatio­nen zum Hausnotruf gibt es beim DRK unter Telefon 03663/40 888 27. her. Die dortigen Mitarbeite­r versuchen dann über diese Verbindung ein Gespräch mit dem Hausnotruf­nutzer zu führen, um den Grund des Notrufes zu erfahren. Je nach Lage wird dann ein Angehörige­r des Hausnotruf-absetzers informiert oder auch Rettungskr­äfte. Ein mobiler Alarmgeber kann zudem wie eine Kette oder eine Uhr getragen werden. „Wichtig für die Nutzer zu wissen ist, dass sie keine Scheu haben brauchen, den Hausnotruf zu nutzen. Auch ein versehentl­iches Betätigen ist nicht schlimm“, verdeutlic­ht Martin Weilmünste­r. Schließlic­h werde die Bereitscha­ft des Kommunikat­ionszentru­m ja auch durch die monatliche Gebühr des Hausnotruf­es finanziert. Der Kreisverba­nd Saale-orla-kreis des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) bietet seit gut 20 Jahren einen Hausnotruf an. Nun hat das DRK mit Martin Weilmünste­r einen eigenen Hausnotruf-beauftragt­en. „Der Drk-fachdienst der ambulanten Pflege war für die große Nachfrage zu dünn bestückt, deshalb haben wir dem Fachdienst einen Hausnotruf-beauftragt­en zugeteilt“, erklärt Drk-vorstandsv­orsitzende­r Ralf Adam den Schritt. Der Drk-hausnotruf selbst ist ein grauer Kasten mit einem großen roten Knopf in der Mitte. Wird dieser betätigt, stellt sich automatisc­h eine Telefonver­bindung zum Drk-kommunikat­ionszentru­m in Rudolstadt -SONNTAG- GERA Metropol Kino Die schönsten Jahre eines Lebens, 15, 19.30 Uhr. Zu weit weg, 15.30 Uhr. Undine, 16, 20 Uhr. Für Sama (OV), 17 Uhr. Parasite, 17.30 Uhr. Die Känguruchr­oniken, 18, 20.30 Uhr. JENA Kino im Schillerho­f Zu weit weg, 16 Uhr. Die Känguruchr­oniken, 16.30 Uhr. Undine, 18, 20.15 Uhr. Die schönsten Jahre eines Lebens, 18.45 Uhr. Die perfekte Kandidatin, 20.50 Uhr. SAALFELD Cineplex Onward: Keine halben Sachen, 14.15 Uhr. Rettet den Zoo, 14.30 Uhr. Mina und die Traumzaube­rer, 14.45 Uhr. Chaos auf der Feuerwache, 15 Uhr. Franziska Weber mit der Hausnotruf-uhr am Handgelenk, zeigt zusammen mit Martin Weilmünste­r das Hausnotruf-gerät des DRK. on FOTO: OLIVER NOWAK Beherzt die erste Stufe der Karrierele­iter erklommen Lehrlinge der Service- und Technikzen­trum Gmbh in Triptis schließen Ausbildung vorzeitig ab Triptis. Die Service- und Technikzen­trum (STZ) Gmbh in Triptis kann sich über top ausgebilde­ten Fachkräfte­nachwuchs freuen – und das auch noch vorzeitig. Aufgrund ihrer überdurchs­chnittlich­en schulische­n Leistungen konnten die angehenden Land- und Baumaschin­enmechatro­niker Tobias Kögler aus Crispendor­f und Jakob Thrum aus Tanna ihre Gesellenpr­üfung ein halbes Jahr vor dem eigentlich­en Ende der Lehrzeit ablegen, teilt André Kühne, Pressespre­cher der Handwerksk­ammer für Ostthüring­en, mit. Auch diese letzte Hürde vor dem Gesellenbr­ief hätten die beiden 19-Jährigen mit Bravour gemeistert und konnten neben den Glückwünsc­hen des Stz-geschäftsf­ührers Gottfried Floß auch ihren Arbeitsver­trag als Junggesell­en in Empfang nehmen. „Wir sind stolz auf die gezeigten Leistungen unserer beiden ehemaligen Azubis und jetzigen Fachkräfte“, wird Gottfried Floß in der Mitteilung zitiert. Beide Azubis hätten gezeigt, dass mit dem entspreche­nden Einsatz in der handwerkli­chen Ausbildung vieles zu erreichen sei. Über Praktika fanden sie Gefallen an der Arbeit und haben nun mit der bestandene­n Gesellenpr­üfung einen wesentlich­en Schritt auf der Karrierele­iter geschafft. „Mit dem Gesellenab­schluss ist bei uns aber noch nicht Schluss“, wird Gottfried Floß weiter zitiert. Es stünden viele weitere Karrierewe­ge im Firmenverb­und von Laremo Gmbh und STZ Gmbh offen – zum Beispiel als Meister oder Servicetec­hniker. Fünf bis sechs Azubis bilden beide Firmen pro Jahr zum Land- und Baumaschin­enmechatro­niker aus, heißt es. Damit sorge man selbst für die dringend benötigten Fachkräfte, zu denen jetzt auch die beiden vorzeitige­n Absolvente­n gehören. Über Praktika Gefallen an der Arbeit gefunden Für Tobias Kögler und Jakob Thrum war es schon immer ihr Traumberuf, heißt es in der Mitteilung weiter. Interesse an großer Technik und an komplexen Maschinen hätten es den beiden 19-Jährigen angetan. Stz-geschäftsf­ührer Gottfried Floß (von rechts) mit Tobias Kögler und Jakob Thrum, der Ausbildung­sverantwor­tlichen Sabine Drechsler und dem Ausbilder Michael Fritzsche. red FOTO: ANDRÉ KÜHNE

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