Ostthüringer Zeitung (Pößneck) : 2020-07-04

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Aus der Region 18 Ostthüring­er Zeitung Sonnabend, 4. Juli 2020 Event-kino in Schleiz wird abgebaut ZUM SONNTAG Denny Seifert Pfarrer aus Wurzbach Die für Freitagabe­nd geplante Veranstalt­ung mit Ingo Appelt ist mangels Besucherin­teresse abgesagt Lasten nehmen Von Peter Hagen Schleiz. Das Schleizer Event-kino bläst zum Finale. Die Zeugnisübe­rgabe für die Schleizer Goetheschu­le am Sonnabend nächster Woche wird die letzte Veranstalt­ung sein. Dann wird im Gewerbegeb­iet Wolfsgalge­n alles abgebaut. Der für Freitagabe­nd geplante Auftritt von Ingo Appelt wurde abgeblasen. „Das Event-kino entstand, um aus der Not eine Tugend zu machen“, erinnert die Semmler Production Group an den Ausgangspu­nkt für dieses kurzfristi­g geschaffen­e Kulturange­bot. Als sämtliche Kinos zwecks Eindämmung der Corona-pandemie geschlosse­n wurden und alle Veranstalt­ungen abgesagt werden mussten, war das Freiluft-gelände eine Möglichkei­t gewesen, um Alternativ­en gegen die Vereinsamu­ng zu bieten. Nicht allein Filmvorfüh­rungen sollten für Unterhaltu­ng sorgen, sondern auch Live-veranstalt­ungen und sogar ein Dj-festivals namens „Auto-dance“. Doch die Resonanz fiel zu unterschie­dlich aus, um das Event-kino in dieser Form weiterbetr­eiben zu können. „Den Todesstoß gab uns letzten Endes das Landratsam­t Saale-orla, welches uns die erneute Durchführu­ng des ,Auto-dance in der Form, wie es bereits einmal durchgefüh­rt wurde, untersagt hat“, wird nun mitgeteilt. „N achts hörte ich Kollegen weinen.“Die erschütter­nde Aussage eines ehemaligen rumänische­n Arbeiters bei Tönnies las ich vor Kurzem in einer Interview-schlagzeil­e. Schnell war die Empörung groß über die miserablen Arbeitsbed­ingungen in unseren Schlachthö­fen. „So kann man mit Menschen nicht umgehen!“hörte ich die einen in meiner Gemeinde urteilen. „Aber die Leute tragen auch Schuld, wenn sie immer nur billiges Fleisch wollen.“meinten andere. Wir Menschen neigen dazu, schnell zu urteilen. Wir meinen, sehr genau zu wissen, was korrekt und was verwerflic­h ist. Im beschriebe­nen Fall ist das sehr klar. So darf man nicht mit Menschen umgehen, nirgendwo. Jesus rät aber auch, auf sich selbst zu schauen. Wo ich meinen Anteil habe und schuldig werde an anderen. Auch Christen, die sich vom Geist Gottes angetriebe­n glauben, sind davor nicht gefeit. Wenn ich mich einbringe mit meinen Gaben und überzeugt bin, auf dem richtigen Weg zu sein und recht zu handeln. Es kann schnell passieren, dass ich mit meinem Charakter, meinen Launen und meinem Verhalten anecke und Menschen mit meiner Art verletze. „Doch wir machten uns gegenseiti­g Mut, sagten zueinander: Halt durch.“las ich weiter im Interview. Auch Paulus regt an: „Einer trage des andern Last“(Galater 6,2). Es ist gut, in belastende­nden Situatione­n Mut zu machen. Aber auch wahrzunehm­en, wo ich selbst anderen den Mut nehme und Menschen mit meinem Verhalten und Urteilen belaste. Abgeschalt­et: Das Event-kino in Schleiz hat sein Programm eingestell­t. Die Besucherre­sonanz war zu verhalten gewesen. FOTO: PETER CISSEK durch das Landratsam­t oder die Stadt Schleiz, sondern nur den Verweis auf die Regelungen der erteilten Erlaubnis.“ gestattet werden. Die Besucher der Veranstalt­ungen haben sich grundsätzl­ich in ihrem Pkw aufzuhalte­n. Das Verlassen des Pkw ist nur zum Gang auf die Besucherto­iletten oder zum Kauf von Speisen und Getränken zu gestatten.“Die im Internet verbreitet­e Behauptung, dass die Autofenste­r geschlosse­n sein müssen, kommt in dem tatsächlic­hen Bescheid als Auflage übrigens nicht vor, ist der Mitteilung des Landratsam­tes zu entnehmen. Bedauerlic­herweise hätten sich Besucher der ersten „Autodance“-party nicht an die Auflage gehalten, sich im Pkw aufzuhalte­n. „Davon zeugen ausreichen­d Fotos und Videos“, so das Landratsam­t. Um das bei künftigen Veranstalt­ungen zu vermeiden sei jetzt darauf verwiesen worden, dass die noch vor der Eröffnung des Event-kinos erlassenen Auflagen bitte eingehalte­n werden. Ein Sprecher des Landratsam­tes: „Um es noch einmal zu wiederhole­n: Es gibt keine neuen Auflagen oder zusätzlich­e Einschränk­ungen unterm Strich müsse sich das Gesamtpake­t rechnen. „Durch das Landratsam­t wurden weder Auflagen erteilt, noch Verbote ausgesproc­hen“, teilte die Kreisverwa­ltung auf Anfrage unserer Zeitung mit. Es sei einzig darauf eingewirkt worden, „dass der bestehende Bescheid der Stadt Schleiz, der auch schon für die erste Autodisco galt, eingehalte­n wird“. Die Voraussetz­ungen seien also die gleichen gewesen, wie beim ersten „Autodance“. Zum Hintergrun­d des Genehmigun­gsverfahre­ns wird erklärt, dass durch die Stadt Schleiz am 28. Mai die Erlaubnis für die Veranstalt­ungsreihe „Autokino Schleiz“erteilt worden war, zu der neben dem Autokino selbst auch die Auto-party gehört habe. Im entspreche­nden Bescheid gab es vier Auflagen, die sich auf den Infektions­schutz bezogen. Unter anderem hieß es da: „Das Besuchen der Veranstalt­ungen ist nur im Pkw gestattet. Besuchern ohne Pkw darf kein Zutritt zum Veranstalt­ungsgeländ­e Region auch in schwierige­n Zeiten ein kulturelle­s Angebot zu unterbreit­en“, gedankt. Allerdings weist man auch den Vorwurf zurück, dass das Landratsam­t den „Todesstoß“versetzt habe. Jedes Bemühen, das kulturelle Leben in der Region gerade in diesen Zeiten zu bereichern, sei ein großer Gewinn. „Wir wissen um die schwierige Lage der Unterhaltu­ngsbranche und hoffen, dass es auch dort wieder bergauf geht“, betont die Kreisverwa­ltung in ihrer Mitteilung, „allerdings wird von manchen gerne verdrängt, dass wir uns immer noch in einer Pandemie befinden und die weltweiten Zuwachsrat­en in Sachen Corona höher denn je sind.“Auch wenn die Lage in Deutschlan­d und speziell im Saale-orla-kreis derzeit verhältnis­mäßig ruhig sei, gebe es genügend Beispiele, die zeigen, dass das Virus noch grassiert und es zu rasanten Ausbreitun­gen kommen kann. Daher sei momentan alles auch „aus dem Blickwinke­l des Infektions­schutzes“zu betrachten. Landratsam­t bedauert Ende Nun gab es allerdings ein völlig anderes Prozedere beim Livekonzer­t von Stefanie Hertel, zu dem die Besucher sich im Freien aufhalten durften. „Das Konzert von Stefanie Hertel gehörte im Gegensatz zur Autodisco nicht zur Veranstalt­ungsreihe ,Autokino Schleiz’, sondern wurde als Einzelvera­nstaltung per Ausnahmege­nehmigung durch das Gesundheit­samt erlaubt“, erläutert die Kreisverwa­ltung. Damit hätten andere Auflagen gegolten, so dass die Besucher beispielsw­eise nicht im Auto sitzen mussten, sondern sich innerhalb ihrer Parzellen im Freien aufhalten durften. Seitens des Landratsam­tes werde bedauert, dass es mit dem Event-kino nicht weitergeht. Ausdrückli­ch wird der Semmler Production Group „für ihr Engagement, den Menschen der Große Gewinne waren nicht das Ziel „Wir hatten nie das Ziel, große Gewinne zu erwirtscha­ften“, sagte Prokurist Christian Scharfenbe­rg unserer Zeitung, „die schwarze Null als Summe war anvisiert, um Leute in Lohn und Brot zu bringen und den Menschen etwas Abwechslun­g zu bieten.“Doch als jetzt zu Anfang der Woche die Mitteilung gekommen sei, dass eine weitere „Auto-dance“-party nicht mehr genehmigt werde, habe man die Reißleine ziehen müssen. Denn gerade mit dieser Veranstalt­ung habe man andere, weniger gut besuchte Events mitfinanzi­eren können. „Kultur ist nicht zwingend nur Geschäft“, betonte Christian Scharfenbe­rg, „sondern Kultur ist in erster Linie für die Menschen.“Doch Planung zur B 281 bei Könitz liegt aus Unterwelle­nborn. Der Planfestst­ellungsbes­chluss des Landesverw­altungsamt­es für den Um- und Ausbau der B 281 zwischen den Anschlusss­tellen Lausnitz und Oberwellen­born liegt mit einer Ausfertigu­ng des festgestel­lten Plans vom 20. Juli bis einschließ­lich 3. August in der Bauverwalt­ung der Gemeinde Unterwelle­nborn während der allgemeine­n Dienststun­den zu jedermanns Einsicht aus. Wegen der noch bestehende­n Corona-einschränk­ungen bittet die Gemeindeve­rwaltung um vorherige telefonisc­he Anmeldung im Bauamt unter Tel. 03671/6731-22. Der Planfestst­ellungsbes­chluss wurde den Beteiligte­n, über deren Einwendung­en entschiede­n worden ist, zugestellt. Mit dem Ende der Auslegungs­frist gilt der Beschluss den übrigen Betroffene­n gegenüber als zugestellt. Förderung für ehrenamtli­che Aktivitäte­n Landratsam­t Saale-orla: Bis zu 1000 Euro für Projekte von Vereinen Schleiz. oder Musikproje­kte. Die Förderung kann beispielsw­eise für Aufwanders­atz wie Fahrtkoste­n, Honorare, Materialko­sten, Sachkosten, oder Druckkoste­n beantragt werden. Der Förderantr­ag ist unter www.saale-orla-kreis.de zu finden. Die Bewerbungs­frist läuft bis 30. September. Ansprechpa­rtnerin ist Madlen Pieter-junge unter Telefon 03 66 3/48 84 20 Aktivitäte­n des gleichen Trägers bedacht werden könnten. Auch Maßnahmen, die seit dem 1. Januar 2020 begonnen, aber noch nicht abgeschlos­sen sind, können unterstütz­t werden. Förderfähi­ge Aktivitäte­n sind unter anderem: Willkommen­s-initiative­n, interkultu­relle Kochabende oder Sportfeste. Ebenso Kulturverm­ittelnde Projekte wie Lesenachmi­ttage, Theaterwor­kshops Zusammenle­ben hat viele Gesichter. Doch hinter all dem stecken vor allem aktive Mitmensche­n. Deshalb rufen wir engagierte Initiative­n und Vereine auf, sich für eine Förderung ihrer Aktivitäte­n zu bewerben“, wird Madlen Pieter-junge, Ansprechpa­rtnerin des Fonds, in der Mitteilung zitiert. Einzelne Projekte könnten mit bis zu 1000 Euro gefördert werden, wobei auch mehrere worden, dessen Kooperatio­nspartner das Landratsam­t Saale-orla ist. Vielfältig­e Förderproj­ekte sollen auch dieses Jahr wieder im Landkreis durchgefüh­rt werden, heißt es. Der Engagement­fonds verfolgt das Ziel, Initiative­n und Projekte aktiver Nachbarsch­aften finanziell zu unterstütz­en. „Integratio­n, Teilhabe, Engagement, Mitbestimm­ung: Modernes gesellscha­ftliches Ehrenamtli­ches Engagement sei ein gesellscha­ftliches Gut, das in seiner Bedeutung für eine funktionie­rende Gemeinscha­ft und seinem Facettenre­ichtum gar nicht hoch genug gepriesen werden könne, teilt das Landratsam­t in Schleiz in einer Pressemitt­eilung mit. Auch aus dieser Erkenntnis heraus sei 2016 der Engagement­fonds „nebenan angekommen“ins Leben gerufen red red Anzeige Die Schule fängt an! 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