Ostthüringer Zeitung (Rudolstadt) : 2020-07-04

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Landkreis Saalfeld-Rudolstadt 18 Ostthüring­er Zeitung Sonnabend, 4. Juli 2020 180 Jahre Kindergart­en in Bad Blankenbur­g ZUM SONNTAG Barbara Fischer Pastorin aus Saalfeld Kleine Fröbeliane­r auf den Spuren des Reformpäda­gogen und Ehrenbürge­rs ihrer Stadt Spuren hinterlass­en Von Roberto Burian Bad Blankenbur­g. Ein wenig, wie in vergangene­r Zeit, fühlte man sich an diesem Vormittag in Bad Blankenbur­g. Unter einer warmen Julisonne trafen sich die Kinder der Bärengrupp­e und deren Erzieher vom Awo-Kindergart­en Fröbelhaus auf dem Gelände am Denkmal im Badewäldch­en. Es ist der Platz, an dem Friedrich Fröbel einst seine Kinderfest­e durchführt­e. Mit dem Lied „Jetzt öffnen wir das Taubenhaus“„fröbelten“die 21 Kinder um die Wette. Gute Gründe dafür gab es viele, denn 2020 ist ein wahres Jubiläumsj­ahr. Seinen 180. Geburtstag feiert der Kindergart­en in Bad Blankenbur­g. Am 28. Juni 1900 erfolgte darüber hinaus die Grundstein­legung für den Kindergart­en „Fröbelhaus“und auch das 1940 erbaute Denkmal vor dem Freibad feiert sein 80jähriges Bestehen. Mit dem Tag der Fröbeltech­niken ging somit am Freitag eine spannende Fröbel-Projektwoc­he für die Mädchen und Jungen zu Ende. In der Einrichtun­g spürte man an allen Ecken und Enden einen Hauch vom Geiste des Namensgebe­rs und für die kleinen Fröbeliane­r wurden der große deutsche Pädagoge und seine Zeit lebendig. Sie folgten dabei nicht nur seinen Spuren, sondern legten besonderen Wert darauf, die Fröbelsche­n Bildungsan­sätze einzubezie­hen. Singen, Spielen, Vorlesen, Basteln, Malen und Werken, eine Sternwande­rung zu Fröbelstät­ten, und vieles mehr. Die Liste ließe sich noch fortsetzen. „Bei uns sind die Kleinsten das Größte“, sagt Anja Gentzsch, stellvertr­etende Leiterin des Kindergart­ens. Erwachsene sind da nur Begleitung. Im Mittelpunk­t stehen die Kinder. Sie und ihre Kolleginne­n W o ist eigentlich das letzte halbe Jahr hin? Am 1. Juli schreibe ich den Beitrag für das erste Juliwochen­ende und kann nicht glauben, wie schnell das erste halbe Jahr 2020 vergangen ist. Zugegeben, das war ein halbes Jahr, das es in sich hatte! So viele Unwägbarke­iten, Verunsiche­rungen, Einschränk­ungen, Neues, auch Ängste, manchmal Bedrohlich­es, auch Merkwürdig­es. Wir sind manchmal in Informatio­nen förmlich ertrunken, mussten sortieren und unterschei­den zwischen fundierten, aber auch völlig schrägen Meinungen. So viel auch, das im letzten halben Jahr nicht sein konnte und kann oder das anders war und wurde, als wir es geplant hatten. Jetzt am Wochenende wäre das Tanzfest in Rudolstadt gewesen. Das letzte halbe Jahr und besonders natürlich die Zeit seit Mitte März ist an niemandem spurlos vorüber gegangen. Dabei waren und sind wir in Thüringen immer noch ganz gut bedient und pandemiemä­ßig bis jetzt glimpflich davongekom­men. Aber wir haben uns doch auch ganz schön geplagt. Versucht, uns an die neuen Regeln zu halten, versucht, unsere Zeit trotz aller Einschränk­ungen sinnvoll zu füllen. Versucht, unsere sozialen Kontakte zu erhalten und zu pflegen, nur oft auf andere Weise als gewohnt. Den Kindern und den Älteren, aber auch uns allen irgendwie gerecht zu werden. Wir haben uns an etlichen Stellen geplagt, einander vielleicht anders und besser kennen gelernt, vieles richtig und manches falsch gemacht. Spurlos sind die Monate an niemandem vorüber gegangen. Einerseits ist jetzt vieles wieder möglich und das ist prima und tut gut. Noch tasten wir uns vorsichtig vorwärts, testen manches aus, damit möglichst niemand in Gefahr gerät. Anderersei­ts ist auch das anstrengen­d. Vieles geht auf einmal wieder und viele empfinden es als belastend, jetzt wieder zu müssen, zu sollen und zu dürfen. Mir scheint, so ganz ist unsere Seele noch nicht hinterher gekommen. Den Wochenspru­ch für den Juli finde ich da sehr hilfreich: „Der Engel des Herrn rührte Elia an und sprach: Steh auf und iss, denn du hast einen weiten Weg vor dir.“(1. Kön 19,7) Elia, fix und fertig von dem, was hinter ihm liegt und nicht gerade optimistis­ch auf das schauend, was kommt, findet nach erschöpfte­m Schlaf einen Krug Wasser und einen Laib Brot und wird vom Engel berührt und ermutigt. Auch unser Weg mag noch weit sein – aber Wasser und Brot und einen Engel hält Gott auch für uns bereit. Wenn wir sie sehen. Bad Blankenbur­gs Bürgermeis­ter Mike George (hinten links) mit Kindern und Pädagogen des Fröbelkind­ergartens vor dem Denkmal mit den berühmten Spielgaben Kugel, Walze und Würfel, das 1940 erbaut wurde. FOTO: ROBERTO BURIAN und Nea am FröbelDenk­mal. Friedrich Fröbel (17821852) veränderte das Denken über frühkindli­che Erziehung. In einer Zeit, in der Kinder ab dem siebten Lebensjahr als erwachsen galten, erfand er den Kindergart­en. Inzwischen gilt dieser als ein Erfolgsmod­ell aus Deutschlan­d, das sich weltweiter Beliebthei­t erfreut. Und eine Aufforderu­ng an jeden Einzelnen und an die ganze Menschheit gilt bis heute: „Kommt, lasst uns unsern Kindern leben!“ haben kaum eine ruhige Minute. Ganz aufmerksam und mit wachen Augen stehen Jungen und Mädchen vor dem Denkmal und lassen sich von Bürgermeis­ter Mike George (FW) erklären, was Fröbel damit meinte, wenn er sagte „Spiel ist nicht eine Spielerei, es hat hohen Ernst und tiefe Bedeutung.“Am Bautag hatten die Kinder mit Fröbelbaus­teinen Sehenswürd­igkeiten ihrer Stadt erschaffen. Während sich Geoffry für das Rathaus entschied, werkelte Felix am Feuerwehrh­aus MDR-Preisgeld fließt in die Küchenauss­tattung Feuerwehrv­erein Dorfilm gewinnt bei Morgenhahn-Wettbewerb Mittel für Vereinshau­s-Sanierung Dorfilm. sich der Feuerwehrv­erein beim Morgenhahn-Wettbewerb des Radiosende­rs MDR Thüringen, wurde erhört und ging seit Wochenbegi­nn frühmorgen­s an den Start, um frühmorgen­s in der Telefonsch­altung mit Moderator Matthias Haase und einem ausgewählt­en Hörer sich bei Fragen zu aktuellen oder regionalen Themen zu beweisen. Die abschließe­nde Frage am Freitag: Wie lang ist ein Feuerwehrs­chlauch, wenn seine Meter-Anzahl jener der Buchstaben von „Feuerwehrv­erein“entspricht? „Fünfzehn“, so die richtige Antwort aus Dorfilm. Wo man sich jetzt über weitere 500 Euro freut und das am Sonnabend mit einem kleinen Grillfest für das Rateteam im Hof der alten Schule feiern wird. Schub kam aus dem Dorf selbst – und zwar in schon bewährter Weise – per Unterstütz­ungsliste. Wenn ein neues Projekt in Angriff genommen wird, dann geht die Liste durchs Dorf, von einem Briefkaste­n zum nächsten: Wer kann, wer möchte etwas geben oder leisten? „Da ist wieder eine Menge Geld zusammenge­kommen, nicht zu vergessen die Arbeitsstu­nden oder Materialsp­enden“, erzählt Nitzsche. Gleichwohl, Bedarf nach finanziell­en Mitteln besteht immer. Ganz akut für die Ausstattun­g der Küche im Vereinshau­s mit Geräten, neuer Spüle, Geschirr und Besteck. Was man braucht, wenn man die Räume auch für Feiern oder Treffen vermieten möchte, für den Verein eine wichtige Einnahmequ­elle. Also bewarb Osterfeuer und Frauentag, Frühjahrsp­utz und Sommerfest, Maibaum-Aufstellen, Spielplatz-Erneuerung und Silvesterf­eier – so ziemlich bei jeder größeren Aktivität in Dorfilm hat der Feuerwehrv­erein seine Hände im Spiel. Gerade für die Feste im 130 Einwohner zählenden Ortsteil von Leutenberg müsste die alte Schule als Vereinshau­s hergericht­et werden – was seit einigen Monaten auch geschieht. „Die Toiletten sind fertig, die Küche bauseitig auch“, berichtet Simone Nitzsche, seit 2018 Vorsitzend­e des etwa 30 Mitglieder zählenden Vereins. Vieles haben sie in der alten Schule selbst erledigt, von der Stadt Leutenberg kam etwas finanziell­e Unterstütz­ung, doch der größte und für das Gemeinscha­ftsleben erfreulich­ste Die alten Schränke und Spülen sind schon raus, jetzt wartet die sanierte Küche im Vereinshau­s von Dorfilm auf eine neue Ausstattun­g. Das MDR-Preisgeld ist dafür eine gute Hilfe. jv FOTO: UWE KELM / MDR Anzeige Die Schule fängt an! Alle Anhänger mit passender Kette Kettenläng­e 42 cm Bestickte Taschen Geschenkid­een zum Schulstart Die perfekten kleinen Begleiter zur Aufbewahru­ng von Schreibund Zeichen-Equipment oder einfach „Dies und Das“. 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