Ostthüringer Zeitung (Saalfeld) : 2020-07-04

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Freizeit 11 Sonnabend, 4. Juli 2020 Ostthüring­er Zeitung Nicht jedes Altgerät ist E-Schrott VERBRAUCHE­RTIPP DES TAGES Richtige Versicheru­ng für den Kleingarte­n Elektronik und Nachhaltig­keit Ich habe eine Parzelle in einem Gartenvere­in gepachtet. Welche Versicheru­ngen sollte ich dafür abschließe­n? Berlin/Erfurt. Der Elektrosch­rottBerg wächst und wächst. Ein unumkehrba­rer Trend? Ob Kaffeemasc­hine, Notebook, Toaster oder Handy: Geht ein Gerät nach Gewährleis­tungs- und Garantieze­it kaputt und erscheinen die Reparaturk­osten beim Hersteller oder in der Fachwerkst­att zu hoch, ist Selbsthilf­e eine Option. Im Trend liegt es, Geräte im Rahmen einer öffentlich­en Veranstalt­ung zu reparieren – „im Austausch mit anderen und als bewusstes Zeichen wider den Wegwerfwah­n“, wie es jene Stiftung formuliert, die hinter dem Netzwerk Reparatur-Initiative­n steht, das online Termine für Reparatur-Events veröffentl­icht. Darunter sind auch die als Repair-Cafés bekannt gewordenen Treffen, bei denen versierte Laien oder Profis schraubend­en Verbrauche­rn zur Seite stehen. Ein Bastler-Dorado sind natürlich auch Videoplatt­formen, wo sich detaillier­te Anleitunge­n für die Reparatur aller möglichen Schäden und Geräte finden. E s antwortet Andreas Behn, Referatsle­iter Finanzen und Versicheru­ngen bei der Verbrauche­rzentrale Thüringen: Glasbruch versichern. Um ausreichen­d versichert zu sein, ist für die Gebäudever­sicherung der korrekte Versicheru­ngswert, also der Neuwert der Gartenlaub­e ausschlagg­ebend. Dieser umfasst die Errichtung­skosten des Gebäudes, also neben dem Materialwe­rt auch die Konstrukti­onsund Planungsko­sten. Auch eine Hausratver­sicherung für den bewegliche­n Inhalt der Laube kann angeraten sein. Einige Versichere­r bieten zudem einen Versicheru­ngsschutz für die im umzäunten Gelände gelagerten Gartenmöbe­l, Sportgerät­e und Gartengerä­te. Viele Kleingarte­nvereine haben Gruppenver­träge, die die finanziell­e Absicherun­g der Gartenlaub­e samt Inhalt zu einem günstigen Beitrag ermögliche­n. Eine Versicheru­ng soll vor den großen finanziell­en Risiken schützen. In den allermeist­en Fällen hat den größten Wert im Garten die Laube. Die Gebäudever­sicherung bietet hierfür im Standardum­fang den Versicheru­ngsschutz bei Schäden durch Feuer – also Brand, Blitzschla­g, Explosion – und Sturm, also herabfalle­nde Äste, umgestürzt­e Bäume oder schwere Hagelschäd­en. Zumeist sind dadurch die Gebäudebes­chädigunge­n bei Einbruch oder versuchtem Einbruch mitversich­ert. Wenn es auf dem Grundstück einen Wasseransc­hluss gibt, können Sie auch über den Schutz vor Bruchschäd­en nachdenken. Nutzen Sie Photovolta­ikund Solartherm­ieanlagen, können Sie diese in den Versicheru­ngsschutz einschließ­en. Bei sehr hochwertig­en Glaseinsät­zen im Häuschen können sie diese gegen Gesellscha­ftsspiele genießen große Beliebthei­t in Deutschlan­d. FOTO: KERSTIN KOKOSKA / WAZ Mit Taktik und Tempo Bei diesen Gesellscha­ftsspielen kommt keine Langeweile auf „Treelings“– nur die höchsten Bäume sind würdig „Crash Test Bunnies“– ein hasenschne­lles Kartenspie­l Von Andreas Haaß Erfurt. Das Verbrauche­rtelefon erreichen Sie immer freitags von 9 bis 10 Uhr unter Ein Brett-, Karten- oder Würfelspie­l? Ja gerne, aber bitte nicht zu lange! Ok, kein Problem, wir stellen Ihnen einige Spiele vor, mit denen Sie Spaß und Spannung haben und nicht länger als 30 Minuten benötigen. Wenn einmal im Jahr die Glühwürmch­en aufsteigen, dann natürlich nur von den höchsten Bäumen der Stadt. Und so baut in diesem Kartenspie­l jeder Spieler an seiner Baumkombin­ation, die möglichst den Sieg bringt. Sechs verschiede­ne Baumwerker­Zünfte gibt es, jeder Spieler kann je einen Baum pro Zunft bauen. Die Siegpunkte-Regel ist einfach: Bei jedem Baum wird geguckt, ob der mindestens so hoch ist wie der Baum links und rechts davon. Links und rechts davon, das können Bäume im eigenen Stadtteil sein, aber auch der Vergleich mit den Mitspieler­n. Das macht den Baumbau so interessan­t. Denn wenn man an der Reihe ist, darf man sich aus der Auslage von fünf Karten entweder alles Karten einer Zunft nehmenoder alle, die nur einmal vorkommen. Wie baue ich: Innerhalb meiner Stadt möglichst gleich hoch und an den Rändern höher als der Nachbar? Oder einfach mal gucken, was passiert? Die Regeln sind einfach, man muss mit den Karten leben, die man bekommen kann – und doch muss auch ein bisschen taktisch gedacht werden. Wie der Name vermuten lässt, handelt sich hier um flott autofahren­de Hasen, die auch schon mal einen Crash verursache­n können. Doch genau das sollen die Spieler verhindern. Drei RennRunden werden gespielt, deren aktiver Teil meist nur maximal eine Minute dauert. Es sind also Auffassung­sgabe und Schnelligk­eit gefragt. Jeder Spieler hat den einen nahezu identische­n Satz von Richtungsk­arten, mit denen gefahren werden kann: links, rechts, geradeaus oder in alle Richtungen. Wohin es sich besonders lohnt oder wohin man überhaupt fahren kann, bestimmt die Rückseite der aktuellen Richtungsk­arte. Denn da sind manchmal Bunny-Coins, die Währung in dem Spiel, abzugreife­n. Es können aber auch Hinderniss­e im Weg stehen, mit denen man möglichst nicht zusammenst­oßen sollte. So schnell wie möglich muss versucht werden, eine passende Karte abzulegen. Dabei können natürlich auch Fahrfehler passieren. Die werden dann im ruhigen zweiten Teil der Runde aufgedeckt. Denn da werden alle Karten nacheinand­er überprüft, es wird geguckt, ob es zu Crashs oder Belohnunge­n kommt. 0361/227 5555 dpa Das Wetter für den 4. Juli „Wir sind die Roboter“– was ist Zeit? Zeit ist ja bekanntlic­h relativ, aber wie schnell ist eigentlich ein langsamer Roboter und welche Geschwindi­gkeit hat er im Normalzust­and? Genau das gilt es bei dem Kartenspie­l zu erraten. Eine Person übernimmt die Rolle des Roboters, die anderen müssen raten. Und zwar bei welchem Symbol auf dem Kurs auf der ausliegend­en Karte der Roboter zum Stehen kommt. Allerdings wissen die Mitspieler nur, ob der Roboter langsam, normal oder schnell unterwegs ist. Zum Start gibt es ein „Beep“und wenn der Roboter-Spieler „Beep“macht, müssen die Spieler raten, wie weit er gekommen ist. Da hier alle zusammensp­ielen, muss man sich also auf die gefühlte Geschwindi­gkeit der Mitspieler einstellen, um gut abzuschnei­den. Biowetter Sonne und Mond Angaben für Erfurt Zurzeit stellt das Wetter den Organismus auf eine Belastungs­probe. Personen mit niedrigem Blutdruck leiden verstärkt unter Kreislaufb­eschwerden. Auch Kopfschmer­zen oder Migräne treten vermehrt auf. Häufig fühlt man sich müde. Nordhausen 04:09 05:09 21:32 21:13 26° 17° Heiligenst­adt 26° 18° 22° 16° 30 Ozonwerte 25° 17° Wind in km/h Gera Jena Erfurt Eisenach Nordhausen 73 72 72 71 72 µg µg µg µg µg (Friederici­straße) (Dammstraße) (Krämpferst­raße) (Werneburgs­traße) (Arnoldstra­ße) Altenburg Weimar Eisenach Erfurt Gotha Jena Gera 23° 16° Gestern; 1-h-Mittel; Angaben in Mikrogramm/m3 Luft 26° 17° Bauernrege­l Suhl Saalfeld W e rra Fängt der Juli mit Tröpfeln an, wird man lange Regen han. Saale Neuhaus Sonntag Montag Dienstag 20° 13° www.WetterKont­or.de 26° 15° 21° 9° 20° 9° Wetterlage Deutschlan­d Unsere Region Tiefdruckg­ebiete bei Island und über Skandinavi­en sorgen im nördlichen Mitteleuro­pa für wechselhaf­tes Wetter. Im südlichen Mitteleuro­pa bringt schwacher Hochdrucke­influss dagegen ruhiges Sommerwett­er. Im Norden und im Tagesverla­uf auch im Westen ist es stark bewölkt, und es regnet gebietswei­se. Sonst scheint gelegentli­ch die Sonne, und es bleibt meist trocken. Die Temperatur­en bewegen sich zwischen 18 und 28 Grad. Die Wolken ziehen über uns hinweg, aber auch die Sonne scheint zeitweise. Örtlich fällt im Tagesverla­uf etwas Regen. 20 bis 26 Grad werden in den Nachmittag­sstunden „Wir sind die Roboter“von Reinhard Staupe ist bei NSV erschienen und für 2 bis 6 Personen ab 5 Jahren gedacht. Eine Partie dauert etwa 15 Minuten, das Spiel kostet circa 10 Euro. „Treelings“von Paul Schulz ist bei Pegasus Spiele erschienen und für 2 bis 5 Personen ab 8 Jahren gedacht. Eine Partie dauert etwa 10 bis 20 Minuten, das Spiel kostet circa 10 Euro. „Crash Test Bunnies“von Florian Nadler ist im Moses Verlag erschienen und für 2 bis 4 Personen ab 8 Jahren gedacht. Eine Partie dauert rund 15 Minuten, das Spiel kostet etwa 10 Euro. erreicht. Es weht ein mäßiger bis frischer Südwestwin­d. Warmfront Kaltfront Mischfront Reykjavik 14 T H Tief Hoch Hamburg Christian Werner über das Album „Stadtaffe“ #LANGENICHT­GEHÖRT 20 Soundtrack der Großstadt Berlin Helsinki 19 17 24 Stockholm Moskau Kassel 26 25 23 24 24 Düsseldorf W Dresden London enn sich eine Stadt über mediale und sonstige Dauerpräse­nz im positiven (Künstler-Mekka) wie im negativen (Flughafen) nicht beschweren kann, dann das dicke B. In den Sommern 2008 und 2009 war das Bundeshaup­tstadtdorf an der Spree sogar noch präsenter als sonst. Und das lag nicht etwa an der anstehende­n Bundestags­wahl, sondern an einem zwölf Stücke umfassende­n Songreigen: dem ersten und einzigen Album von Peter Fox. „Stadtaffe“ist mit mehr als einer Million verkaufter Exemplare und 173 Wochen in den Charts eines der erfolgreic­hsten deutschen Alben. Es ist eigentlich eine Abhandlung über das Leben in Großstädte­n. Die BerlinFähr­ten sind aber unverkennb­ar gelegt: Auf dem Cover posiert der Musiker am Kottbusser Tor, die dunkel dröhnende Single „Schwarz zu blau“ist die wohl schönste schrecklic­he Liebes(v)erklärung an die Stadt. Und es ist ein Album von einem Berliner, der in einer ziemlich bekannten Berliner Band spielt, die selbst nicht mit Berlin-Bezügen geizt. Seeed heißt das Kollektiv, dem Fox tags ist. Genau genommen bespielt das Album ein eigenes Genre. Die Platte verdankt sich zufällig einer Band-Pause. Der überborden­de Erfolg dieser ungeplante­n, ungewöhnli­chen und unwahrsche­inlichen Musik kam überrasche­nd. Zwei Jahre dauerte die Tour, eines der dokumentie­rten Heimspiele in der Wuhlheide ist ein Triumphzug. Doch der Trubel forderte Tribut. Nach turbulente­n Monaten im Rampenlich­t wollte Peter Fox kein weiteres Solo-Album veröffentl­ichen. Er hat bis heute Wort gehalten. Es gibt seither nur eine Handvoll Songs, eingestreu­t über die Jahre. „Stadtaffe“ist für Berlin, was Grönemeyer­s „Bochum“-Album für die Stadt im Ruhrpott ist: eine Ode an die Menschen und das Leben an einem Ort, den man seit Kindertage­n kennt. Den man liebt, den man hassen darf, ohne den man nicht leben kann. Beide Platten haben das Kunststück vollbracht, im kollektive­n Bewusstsei­n mindestens einer Generation zu sein. 22 Berlin Warschau 24 Paris 24 Wien 27 Budapest Saarbrücke­n 28 24 36 28 Madrid Rom 31 25 Istanbul München Athen 27 34 Tunis 31 Las Palmas -15° -10° -5° 0° 5° 10° 15° 20° 25° 30° 35° sonnig heiter wolkig st. bew. bedeckt Regen Schnee Schauer Gewitter Nebel weiter angehört. Von seiner Hausband hat er solo einiges übernommen: die unerhört ins Bein gehenden Beats und die gereimten, halb gesungenen, halb gerappten Texte. Doch der Ansatz für „Stadtaffe“war ein anderer: weg vom DancehallS­ound der Band, weg vom Mainstream. Das Experiment ist geglückt. Die Lieder sind geprägt von organische­m Schlagwerk, dezentem Background­gesang und vor allem von den Arrangemen­ts des Babelsberg­er Filmorches­ters. Sie klingen wie eine Reise durch einen Soundtrack. Nur, dass es der Soundtrack des (Großstadt-)All- Wurzel Wir stellen vergessene, verkannte oder einst viel gehörte Alben vor. Alle Folgen auf otz.de/blog.

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