Ver­ant­wor­tung für Ver­kün­di­gung

Ostthüringer Zeitung (Schmölln) - - Schmölln Und Umgebung -

Ei­ner der Bi­bel­tex­te für den mor­gi­gen Sonn­tag (13. Sonn­tag nach Trini­ta­tis) steht im 6. Ka­pi­tel der Apos­tel­ge­schich­te. Da wird be­rich­tet, dass im 1. Jahr­hun­dert die christ­li­che Ge­mein­de in Je­ru­sa­lem ste­tig grö­ßer wur­de. Den Apos­teln wuch­sen die Auf­ga­ben über den Kopf. Sie woll­ten das Be­ten und die Ver­kün­di­gung des Evan­ge­li­ums von Je­sus Chris­tus nicht ver­nach­läs­si­gen. Aber die prak­ti­sche Hil­fe für Men­schen soll­te auch nicht zu kurz kom­men. Des­halb wähl­ten sie Ste­pha­nus, Phil­ip­pus, Pro­ch­o­rus, Nik­a­nor, Ti­mon, Par­me­nas und Ni­ko­laus und seg­ne­ten sie für den Di­enst in der Ge­mein­de. Die­se Wahl kön­nen wir durch­aus ver­glei­chen mit den Ge­mein­de­kir­chen­rats­wah­len in den Kirch­ge­mein­den un­se­rer Lan­des­kir­che in der Zeit vom 5. bis zum 27. Ok­to­ber. Nun ja, un­se­re Ge­mein­den wer­den zur Zeit eher klei­ner als grö­ßer. Aber un­se­re Pfarr­stel­len wer­den grö­ßer und die Auf­ga­ben ei­ner Kirch­ge­mein­de sind viel­fäl­tig. Des­halb ist es gut und rich­tig und wich­tig, dass es in je­der Kirch­ge­mein­de ei­nen Ge­mein­de­kir­chen­rat gibt. Al­le sechs Jah­re wird der neu ge­wählt. Ge­mein­sam mit den Geist­li­chen und den an­de­ren Mit­ar­bei­tern trägt der Ge­mein­de­kir­chen­rat Ver­ant­wor­tung für die Ver­kün­di­gung des Evan­ge­li­ums und die Fei­er der Sa­kra­men­te. Au­ßer­dem ent­schei­det er mit bei der Gestal­tung von Got­tes­diens­ten und Ge­mein­de­le­ben und bei der Nut­zung kirch­li­cher Ge­bäu­de. Er nimmt die Rech­te der Kirch­ge­mein­de bei der Be­set­zung der Pfarr­stel­le wahr. Und er ver­wal­tet das Ver­mö­gen der Kirch­ge­mein­de, be­schließt über den Haus­halt und ver­tritt die Kirch­ge­mein­de ge­richt­lich. Wenn Sie zur Kirch­ge­mein­de ge­hö­ren und in den nächs­ten Ta­gen Ih­re Wahl­un­ter­la­gen be­kom­men, hilft es vi­el­leicht bei Ih­rer Ent­schei­dung, wel­cher Maß­stab da­mals in Je­ru­sa­lem an­ge­legt wur­de. Da soll­ten zum Di­enst Män­ner be­stellt wer­den, „die ei­nen gu­ten Ruf ha­ben und voll Geist und Weis­heit sind“. Ich bin na­tür­lich froh und dank­bar, dass heut­zu­ta­ge bei uns auch Frau­en zur Wahl ste­hen für die Ge­mein­de­kir­chen­rä­te . Und wenn Sie nicht zur Kirch­ge­mein­de ge­hö­ren, dann er­kun­di­gen Sie sich, wer in Ih­rem Hei­mat­ort der Kirch­ge­mein­de vor­steht. An die­se Men­schen kön­nen Sie sich wen­den, wenn Sie mit der Kirch­ge­mein­de zu­sam­men­ar­bei­ten möch­ten oder wenn Sie sich für den Glau­ben und die Kir­che in­ter­es­sie­ren.

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