Staat zahlt we­ni­ger für Asyl­be­wer­ber

Emp­fän­ger­zahl sinkt um zwölf Pro­zent

Ostthüringer Zeitung (Schmölln) - - Politik -

Die Zahl der Men­schen, die in Deutsch­land als Asyl­be­wer­ber Geld- und Sach­leis­tun­gen er­hal­ten, ist im ver­gan­ge­nen Jahr deut­lich ge­sun­ken. Rund 411.000 Per­so­nen be­zo­gen zum Jah­res­en­de 2018 Re­gel­leis­tun­gen nach dem Asyl­be­wer­ber­leis­tungs­ge­setz, wie das Sta­tis­ti­sche Bun­des­amt am Mon­tag in Wies­ba­den mit­teil­te. Das ist ei­ne Ver­rin­ge­rung um zwölf Pro­zent im Jah­res­ver­gleich und der drit­te Rück­gang in Fol­ge. Der Höchst­stand der Leis­tungs­emp­fän­ger war im Jahr 2015 mit 975.000 Per­so­nen.

Rund die Hälf­te der Be­trof­fe­nen sei aus Asi­en (53 Pro­zent/220.000) nach Deutsch­land ge­kom­men, er­klär­te die Be­hör­de. Von die­ser Grup­pe stamm­ten 63.000 Per­so­nen aus Af­gha­nis­tan, 43.000 aus dem Irak und 23.000 aus Sy­ri­en. Die Leis­tungs­emp­fän­ger aus Afri­ka mach­ten 23 Pro­zent (96.000) aus. Fast zwei Drit­tel der Emp­fän­ger (64 Pro­zent) der Geld­und Sach­leis­tun­gen wa­ren nach An­ga­ben der Sta­tis­ti­ker Män­ner, 36 Pro­zent Frau­en. Die Zahl der Min­der­jäh­ri­gen lag bei 31 Pro­zent.

Die staat­li­chen Net­to­aus­ga­ben für die Leis­tun­gen nach dem Asyl­be­wer­ber­leis­tungs­ge­setz be­lie­fen sich nach An­ga­ben des Bun­des­am­tes im Jahr 2018 auf knapp 4,7 Mil­li­ar­den Eu­ro. Ins­ge­samt ent­spricht das ei­nem Rück­gang von 17 Pro­zent im Jah­res­ver­gleich. (dpa, epd)

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