Trio hofft auf Tri­um­phe

Die Fußball-Bun­des­li­gis­ten aus Frank­furt, Wolfs­burg und Mön­chen­glad­bach star­ten am Don­ners­tag in­ter­na­tio­nal

Ostthüringer Zeitung (Schmölln) - - Sport - Von Ni­co­las Rei­mer ■

Frank­furt/M.

Die bei­den Rück­keh­rer wol­len gleich ein Zei­chen set­zen, der Pu­bli­kums­lieb­ling hofft auf die nächs­te Ga­la: Trotz un­ter­schied­li­cher Aus­gangs­la­gen nimmt das Bun­des­li­ga-Trio den Auf­takt in die Eu­ro­pa League mit viel Zu­ver­sicht und Eu­pho­rie in An­griff. Wäh­rend Bo­rus­sia Mön­chen­glad­bach und der VfL Wolfs­burg bei ih­rem Come­back kla­re Fa­vo­ri­ten­rol­len ein­neh­men, trifft Ein­tracht Frank­furt auf ei­nen ech­ten Hoch­ka­rä­ter.

„Es gibt nichts Schö­ne­res, als ge­gen den Fa­vo­ri­ten der Grup­pe zu be­gin­nen“, sag­te Trai­ner Adi Hüt­ter vor dem Kra­cher am Don­ners­tag ge­gen den ruhm­rei­chen FC Ar­senal. Nur zum Ver­gleich: Wolfs­burg muss ge­gen den ukrai­ni­schen Ver­tre­ter PFK Olex­an­d­ri­ja an­tre­ten, Glad­bach emp­fängt den Wolfs­ber­ger AC.

Frank­furt hat al­so die kniff­ligs­te Auf­ga­be zu be­wäl­ti­gen, der Glau­be an ei­nen Er­folg ist aber rie­sig. „Wir wer­den al­les dar­an set­zen, ei­ne Top-Leis­tung zu brin­gen und den Geg­ner zu neu­tra­li­sie­ren“, sag­te Hüt­ter. Und wo könn­te das bes­ser ge­lin­gen als in der mit 47.000 Zu­schau­ern aus­ver­kauf­ten Are­na, in der auf der eu­ro­päi­schen Büh­ne seit 15 Spie­len kei­ne Mann­schaft mehr ge­won­nen hat? „Das ist ei­ne Art Burg“, sag­te Vor­stands­mit­glied Axel Hell­mann: „Die muss Ar­senal erst­mal kna­cken.“

Das kras­se Kon­trast­pro­gramm er­war­tet knapp 300 Ki­lo­me­ter nörd­lich die Spie­ler in Wolfs­burg. Mit ge­ra­de ein­mal 10.000 Fans rech­net der VfL, wenn er nach ex­akt 1255 Ta­gen sein er­sehn­tes Come­back in Eu­ro­pa gibt. „Wie vie­le? Nur 10.000? Für un­ser Heim- oder das Aus­wärts­spiel?“, frag­te Ver­tei­di­ger Je­ro­me Rous­sil­lon et­was un­gläu­big, als er im Ge­spräch mit den Wolfs­bur­ger Nach­rich­ten von der Zu­schau­er-Pro­gno­se er­fuhr: „Ver­gan­ge­ne Sai­son woll­ten al­le, dass wir die Eu­ro­pa League er­rei­chen.“

Und nun? Muss der Ver­ein das man­geln­de In­ter­es­se mit Hu­mor neh­men. „Lie­be Klaus­tro­pho­bi­ker, Platz ist noch ge­nug vor­han­den“, pos­te­te der VfL am Mitt­woch auf Twit­ter. Mög­li­cher­wei­se ver­bes­sert sich die Si­tua­ti­on ja auch, wenn die Er­fol­ge kom­men.

Mehr Un­ter­stüt­zung kön­nen die Glad­ba­cher er­war­ten. Bei ih­rem ers­ten Spiel auf der in­ter­na­tio­na­len Büh­ne nach zwei Jah­ren zählt in der kei­nes­falls ein­fa­chen Grup­pe J nur ein Er­folg zum Auf­takt. Der Hoff­nungs­trä­ger heißt da­bei Mar­co Ro­se.

Mit sei­nem ehe­ma­li­gen Ver­ein RB Salz­burg ver­lor der Trai­ner kei­nes sei­ner 13 Eu­ro­paLe­ague-Heim­spie­le, elf da­von ge­wann er so­gar. Mit der Eu­pho­rie aus dem ge­won­ne­nen Rhein­Der­by beim 1. FC Köln (1:0) soll der nächs­te Streich ge­gen Wolfs­berg fol­gen. (sid)

FO­TO: UWE ANSPACH/DPA

Frank­furts Trai­ner Adi Hüt­ter freut sich auf das Du­ell ge­gen den Özil-Club FC Ar­sen­sal.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.