Fei­er­tag nur für we­ni­ge Kraft­fah­rer

Stand­ort der Fir­ma ist ent­schei­dend

Ostthüringer Zeitung (Schmölln) - - Wirtschaft -

Er­furt.

Nur we­ni­ge Kraft­fah­rer aus Thü­rin­gen hat­ten am Frei­tag ei­nen Fei­er­tag und da­mit frei. Denn nicht der Wohn­ort son­dern der im Ar­beits­ver­trag ver­ein­bar­te Stand­ort der Spe­di­ti­on sei ent­schei­dend, er­klärt Nor­men Schul­ze die­ser Zei­tung. Der Ex­per­te der Di­enst­leis­tungs­ge­werk­schaft Ver­di geht des­halb da­von aus, dass die meis­ten Kraft­fah­rer aus Thü­rin­gen trotz des Fei­er­ta­ges im Frei­staat ei­nen ganz nor­ma­len Ar­beits­tag hat­ten.

Nur wenn die Spe­di­ti­on ih­ren Sitz in Thü­rin­gen ha­be und das auch im Ar­beits­ver­trag ver­ein­bart sei, kön­ne der Fah­rer An­spruch auf 100 Pro­zent Fei­er­tags­zu­schlag oder ei­nen frei­en tag aus Frei­zeit­aus­gleich an­mel­den, falls er am Frei­tag fah­ren muss­te. In den Ge­nuss die­ser im Ta­rif­ver­trag ver­ein­bar­ten Re­ge­lun­gen kä­men aber nur we­ni­ge Fah­rer klei­ne­rer Thü­rin­ger Spe­di­tio­nen, so Nor­men Schul­ze.

Auch Mar­tin Kam­mer, Haupt­ge­schäfts­füh­rer des Thü­rin­ger Lan­des­ver­ban­des des Ver­kehrs­ge­wer­bes, be­tont, dass die meis­ten Kraft­fah­rer un­ter­wegs sei­en. Vie­le von ih­nen auch im west­li­chen Teil Deutsch­lands, weil dort die Fir­men­sit­ze ih­rer Spe­di­tio­nen lie­gen und das Gros der Auf­trä­ge ab­ge­ar­bei­tet wer­de, selbst dann, wenn es auch Thü­rin­ger Nie­der­las­sun­gen ge­be.

Er kri­ti­siert grund­sätz­lich Re­ge­lun­gen mit re­gio­na­len Fei­er­ta­gen, weil das die Trans­port­bran­che zu­sätz­lich be­las­te. Gut sei, dass auf ein Fei­er­tags­fahr­ver­bot für Lkw auf Au­to­bah­nen ver­zich­tet wur­de. Des­halb konn­ten Lkw un­ge­hin­dert durch Thü­rin­gen fah­ren. (kmu)

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