Ein Vam­pir auf der Fens­ter­bank

Ostthüringer Zeitung (Schmölln) - - Otz Teenie -

Es ist Nacht. An­ton ist al­lein zu Hau­se und will ge­müt­lich fern­se­hen, als es plötz­lich selt­sam mod­rig riecht. Und da, hin­ter dem Vor­hang, sieht er ei­nen Schat­ten im Mond­licht. Auf der Fens­ter­bank er­blickt An­ton das Grau­en­volls­te, das er je ge­se­hen hat: ein klei­nes We­sen mit ro­ten Au­gen, zot­ti­gen Haa­ren und sehr blei­chem Ge­sicht. Es trägt ei­nen zer­fled­der­ten schwar­zen Um­hang und aus sei­nem Mund lu­gen na­del­spit­ze Eck­zäh­ne her­vor. Ein Vam­pir!

„Ja­wohl, ein Vam­pir!“, kommt die Ant­wort von dem We­sen prompt. Und gleich dar­auf: „Hast du Angst?“Na­tür­lich hat An­ton Angst. Er weiß ja, dass Vam­pi­re sich von Blut er­näh­ren. In Pa­nik stößt er sei­ne Tü­te mit den Gum­mi­bär­chen um. Rü­di­ger, so heißt der jun­ge Vam­pir, steckt sich gleich eins in den Mund – und be­kommt ei­nen Hus­ten­an­fall. Denn Sü­ßig­kei­ten sind Gift für Vam­pi­re. So be­ginnt die un­ge­wöhn­li­che Freund­schaft zwi­schen den bei­den. Ob­wohl Rü­di­ger gru­se­lig aus­sieht, ist er ein net­ter Vam­pir. Ab so­fort wird An­tons Le­ben sehr auf­re­gend und bald lernt er wei­te­re Mit­glie­der von Rü­di­gers Fa­mi­lie ken­nen. Kat­ha­ri­na Thal­bach liest das Hör­buch „Der klei­ne Vam­pir“, und das macht sie groß­ar­tig. Sie lacht dröh­nend, zischt, krächzt und heult. Man hat viel Spaß mit der tol­len Ge­schich­te, von der es noch wei­te­re Fol­gen gibt. (dpa)

An­ge­la Som­mer-Bo­den­burg (Text)/ Hen­rik Al­brecht (Mu­sik): Der klei­ne Vam­pir, un­ge­kürz­te Le­sung mit Mu­sik, ge­spro­chen von Kat­ha­ri­na Thal­bach, 3 CDs, Lauf­zeit 3 St­un­den und 51 Mi­nu­ten, Ar­gon-Ver­lag, Ber­lin, 14,95 Eu­ro, ab 6 Jah­ren

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