Bach­ver­lauf we­gen der Kos­ten ge­än­dert

Ver­bin­dung zwi­schen Grün­berg und Hey­ers­dorf wird im Ok­to­ber wie­der frei­ge­ge­ben

Ostthüringer Zeitung (Schmölln) - - Fernsehen - Von Andre­as Bay­er

Grün­berg/Hey­ers­dorf.

Nach knapp fünf Mo­na­ten Bau­zeit ist sie fast fer­tig. Die Brü­cke, wel­che die Or­te Grün­berg und Hey­ers­dorf ver­bin­det, macht ei­nen gu­ten Ein­druck. „Es fah­ren auch schon Leu­te drü­ber, aber die of­fi­zi­el­le Frei­ga­be er­folgt erst im Mo­nat Ok­to­ber“, sagt Fach­ko­or­di­na­tor Ralf Schrot vom Stra­ßen­bau­amt Ost­thü­rin­gen.

In der Wo­che vom 7. bis 11. Ok­to­ber lau­fen die Prü­fun­gen zur Ab­nah­me des Bau­werks. Soll­ten da­bei kei­ne gra­vie­ren­den Män­gel fest­ge­stellt wer­den, kön­ne die Frei­ga­be er­fol­gen.

„Wir be­grü­ßen es und freu­en uns sehr, dass die­se Maß­nah­me um­ge­setzt wur­de“, freut sich der Po­nit­zer Bür­ger­meis­ter Mar­cel Greun­ke (CDU). „Wir se­hen das als Schlüs­sel­maß­nah­me, um auch die Sa­nie­rung der Stre­cke ein­zu­for­dern.“Die Lan­des­stra­ße 2167, die Po­nitz mit dem Au­to­bahn­zu­brin­ger Sch­m­ölln ver­bin­det, soll aus Sicht des Frei­staa­tes per­spek­ti­visch her­ab­ge­stuft wer­den. Doch da­für muss erst ein­mal der in wei­ten Tei­len schlech­te Zu­stand der Stre­cke in Ord­nung ge­bracht wer­den.

Die Brü­cke zwi­schen Grün­berg und Hey­ers­dorf sei das letz­te ma­ro­de Bau­werk ent­lang der L 2167 ge­we­sen. Seit Mai war die Stre­cke voll ge­sperrt, rund ei­ne hal­be Mil­li­on an Lan­des­mit­teln wur­de in­ves­tiert.

Weil schlech­ter Bau­grund vor­ge­fun­den wor­den ist, wur­de die Brü­cke auf Bohr­pfäh­le ge­setzt. Für die Ver­le­gung der Über­fah­rung des Er­licht­ba­ches um rund 50 Me­ter war aber aus­schlag­ge­bend, dass sich di­rekt ne­ben dem al­ten Stand­ort ein klei­ner Teich be­fin­det. „Die Brü­cke soll­te ur­sprüng­lich schon 2018 ge­baut wer­den. Hät­te man al­ler­dings sämt­li­che na­tur­schutz­recht­li­chen An­for­de­run­gen für das Bio­top ein­hal­ten wol­len, wä­re der Bau deut­lich teu­rer ge­wor­den“, so Greun­ke.

Al­so ent­schied sich der Bau­herr in Gestalt des Stra­ßen­bau­am­tes Ost­thü­rin­gen da­für, lie­ber ei­ne an­de­re Va­ri­an­te um­zu­set­zen und da­für ein Jahr Ver­zö­ge­rung in Kauf zu neh­men. Die

„Es macht mü­de, im­mer wie­der die Sa­nie­rung ein­zu­for­dern und po­si­ti­ve Si­gna­le zu be­kom­men, die dann aber nicht um­ge­setzt wer­den.“Mar­cel Greun­ke

Ver­schie­bung des Stand­or­tes er­for­der­te aber nicht nur ei­ne Um­ver­le­gung des Bach­bet­tes, son­dern könn­te auch auf an­de­re Wei­se Fol­gen ha­ben. „Die al­te Brü­cke stand de­fi­ni­tiv in Grün­berg. Die neue steht zum größ­ten Teil in Hey­ers­dorf“, sagt Mar­cel Greun­ke. Bei der Her­ab­stu­fung zu ei­ner Ge­mein­de­stra­ße wür­de so­mit auch das Brü­cken­bau­werk an Hey­ers­dorf über­tra­gen wer­den, das mit knapp 120 Ein­woh­nern die kleins­te selbst­stän­di­ge Ge­mein­de des Land­krei­ses ist.

Wich­ti­ger er­scheint dem Bür­ger­meis­ter je­doch, dass end­lich der Rest der L 2167 sa­niert wird, die in ei­nem über­wie­gend er­bärm­li­chen Zu­stand sei. Als Mi­nis­ter­prä­si­dent Bo­do Ra­me­low (Die Lin­ke) ver­gan­ge­nes Jahr in Sch­m­ölln weil­te, nutz­te ei­ne Frau die Ge­le­gen­heit und frag­te ihn, wann die Stra­ße end­lich sa­niert wird. Schrift­lich be­kam sie die Ant­wort, die Maß­nah­me kön­ne frü­hes­tens ab 2020/21 rea­li­siert wer­den. Mar­cel Greun­ke ha­be sich zwi­schen­zeit­lich beim Stra­ßen­bau­amt Ost­thü­rin­gen er­kun­digt: De­nen ist „die­se Aus­sa­ge nicht be­kannt“.

FO­TOS: ANDRE­AS BAY­ER

Die Brü­cke zwi­schen Grün­berg und Hey­ers­dorf ist weit­ge­hend fer­tig ge­stellt, Mit­te Ok­to­ber soll die Frei­ga­be er­fol­gen.

Auf rund  Me­tern Stre­cke wur­de auch in das Bach­bett des Er­licht­ba­ches ein­ge­grif­fen, da­mit die­ser trotz des ver­leg­ten Stand­or­tes un­ter der Brü­cke hin­durch fließt.

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