Größ­ter Er­folg der Thü­rin­ger Keg­ler­ge­schich­te

Nach dem ver­lo­re­nen Eu­ro­pa­po­kal-Fi­na­le weicht die Ent­täu­schung beim SV Pöll­witz rasch dem Stolz auf das Er­reich­te

Ostthüringer Zeitung (Schmölln) - - Sport - Von Alex­an­der Hebenstrei­t

Va­raz­din.

Es ist be­kann­ter­ma­ßen nicht al­les Gold, was glänzt. Aber das muss es ja auch gar nicht sein. Sil­ber bei­spiels­wei­se ist auch schön, wie nun die Keg­le­rin­nen des SV Pöll­witz fest­stel­len durf­ten, die beim Eu­ro­pa­po­kal in Kroa­ti­en den bis­lang größ­ten Er­folg des Thü­rin­ger Keg­ler-Ver­bands fei­er­ten.

Nach­dem sie die Vor­run­de und das Halb­fi­na­le an den Vor­ta­gen si­cher meis­ter­ten, er­wies sich das er­fah­re­ne Team vom un­ga­ri­schen Ti­tel­ver­tei­di­ger Ra­kos­he­gyi als ei­ne Num­mer zu groß. Beim 3:5 (3257:3360) aus Pöll­wit­zer Sicht ge­wan­nen die Thü­rin­ge­rin­nen zwar die Hälf­te der Du­el­le und führ­ten zur Halb­zeit so­gar, letzt­lich spra­chen gut 100 Holz Rück­stand aber ei­ne deut­li­che Spra­che.

„In den ers­ten Mi­nu­ten nach dem Spiel war die Ent­täu­schung schon groß, aber spä­tes­tens ei­ne hal­be St­un­de da­nach über­wog der Stolz über das Er­reich­te. Für uns fühlt es sich auf je­den Fall nach ge­won­ne­nem Sil­ber und nicht nach ver­lo­re­nem Gold an. Wer hät­te vor zwei Jah­ren ge­dacht, dass wir aus der 2. Bun­des­li­ga durch­mar­schie­ren und jetzt im Fi­na­le des Eu­ro­pa­po­kals ste­hen“, sag­te Trai­ner Ron­ny Hahn im Nach­gang.

Im Vor­feld des End­spiels hat­te er ge­mut­maßt, dass es auf die Ner­ven an­kom­men wür­de und beim jun­gen Pöll­wit­zer Team mach­te sich dann doch et­was Ner­vo­si­tät breit. Die in­ter­na­tio­nal er­fah­re­nen Un­ga­rin­nen stei­ger­ten hin­ge­gen ihr Halb­fi­na­l­er­geb­nis um über 100 Ke­gel. „Im Halb­fi­na­le hat­ten wir fünf Fehl­wür­fe, jetzt wa­ren es 35. Das zeigt schon, dass die Lo­cker­heit ge­fehlt hat“, so Hahn. Feh­ler­frei blieb ein­zig An­na Mül­ler, die mit ei­ner Punkt­lan­dung von ex­akt 600 Holz als ein­zi­ge Frau beim Eu­ro­pa­po­kal in Kroa­ti­en die 600-er Mar­ke knack­te.

Wie den Pöll­wit­ze­rin­nen er­ging es in Va­raz­din auch den männ­li­chen Ver­tre­tern Deutsch­lands, dem SKC Staf­fel­stein. Sie un­ter­la­gen im Fi­na­le den Lo­kal­ma­ta­do­ren aus Split.

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