Zwei neue Stu­di­en zur Krank­heit Nes­sel­sucht

Zen­trum für Kli­ni­sche Stu­di­en am SRH Wald-Kli­ni­kum sucht Pro­ban­den

Ostthüringer Zeitung (Schmölln) - - Aus Der Region - Von Chris­tia­ne Kn­ei­sel

Ge­ra.

Zwei neue Stu­di­en zur Haut­krank­heit Ur­tika­ria, auch Nes­sel­sucht ge­nannt, be­treut der­zeit das Zen­trum für Kli­ni­sche Stu­di­en am SRH Wald-Kli­ni­kum Ge­ra. „Be­trof­fe­ne ha­ben mit ei­nem Aus­schlag zu kämp­fen, der aus­sieht, als hät­ten sie in Brenn­nes­seln ge­fasst. Zu den Qu­ad­deln kommt Juck­reiz, oft am gan­zen Kör­per“, be­schreibt Fach­ärz­tin Sa­bi­ne Sell das ty­pi­sche Krank­heits­bild. Ur­tika­ria tre­te zum ei­nen viel­fach nach In­fek­ten als aku­te Form auf. Die­se sei gut be­han­del­bar. Zum an­de­ren ge­be es die chro­ni­sche Form. „Die­se be­steht über sechs Wo­chen, wo­bei sicht meis­tens kei­ne Ur­sa­che fin­den lässt“, so die Me­di­zi­ne­rin. Die chro­ni­sche Form sei in Deutsch­land re­la­tiv sel­ten. „Le­dig­lich 0,5 bis ein Pro­zent der Be­völ­ke­rung ha­ben ei­ne sol­che“, weiß Sa­bi­ne Sell. Für bei­de Stu­di­en wer­den spe­zi­ell Pa­ti­en­ten mit ei­nem chro­ni­schen Ver­lauf der Nes­sel­sucht ge­sucht, bei de­nen die Höchst­do­sis von An­ti­hist­ami­ni­ka-Me­di­ka­men­ten oder ei­ne üb­li­che Sprit­zen-An­wen­dung kei­nen Er­folg ge­bracht hat. Die Stu­di­en be­inhal­ten ei­ne Ta­blet­ten­the­ra­pie oder ei­ne Sprit­zen­the­ra­pie mit ei­nem neu­en Prä­pa­rat. In bei­den Stu­di­en wird zugleich ein Pla­ce­bo ein­ge­setzt. Be­trof­fe­ne ab 12 Jah­ren könn­ten für ei­ne die­ser neu­ar­ti­gen Be­hand­lun­gen in­fra­ge kom­men.

Be­vor Pa­ti­en­ten in ei­ne der Stu­di­en auf­ge­nom­men wer­den, er­fol­gen im Zen­trum ein aus­führ­li­ches In­for­ma­ti­ons­ge­spräch so­wie um­fas­sen­de Un­ter­su­chun­gen wie EKG und Blut­wert­be­stim­mung. „Für bei­de Stu­di­en zur Nes­sel­sucht gibt es ei­ni­ge Aus­schluss­kri­te­ri­en be­züg­lich an­de­rer Me­di­ka­men­te, bei­spiels­wei­se spe­zi­el­ler Blut­ver­dün­nungs­mit­tel. In­so­fern bit­ten wir Pa­ti­en­ten, uns über ih­re Vo­r­er­kran­kun­gen zu in­for­mie­ren und den Me­di­ka­men­ten­plan mit­zu­brin­gen“, be­tont Sa­bi­ne Sell. Soll­te dann al­les für ei­ne Teil­nah­me an ei­ner Stu­die spre­chen, ge­hö­ren ei­ne kon­se­quen­te Me­di­ka­men­ten­ein­nah­me, re­gel­mä­ßi­ge am­bu­lan­te Vi­si­ten so­wie Kon­trol­len zur Ver­träg­lich­keit zum Be­hand­lungs­plan.

In­ter­es­sier­te kön­nen sich di­rekt im Se­kre­ta­ri­at des Zen­trums für Kli­ni­sche Stu­di­en mel­den: Te­le­fon 0365/8 28 77 58 oder auch per E-Mail: stu­di­en­zen­[email protected]

Um­fas­sen­de Auf­klä­rung und Un­ter­su­chung

FO­TO: PE­TER MICHAELIS

Im Zen­trum für kli­ni­sche Stu­di­en am SRH Wald-Kli­ni­kum Ge­ra, Fach­ärz­tin Sa­bi­ne Sell.

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