Vor­bild für vie­le Men­schen

Ostthüringer Zeitung (Schmölln) - - Otz Teenie -

Fri­da war ein auf­ge­weck­tes, wil­des Mäd­chen. Mit sechs Jah­ren wur­de sie aber krank und muss­te neun Mo­na­te das Bett hü­ten. Sie war trau­rig des­we­gen, ver­lor aber nicht den Mut. Selbst dann nicht, als die Kin­der ihr „Hin­ke­bein“hin­ter­her­rie­fen. Mit 18 Jah­ren über­leb­te Fri­da ein schreck­li­ches Bu­s­un­glück. Wie­der muss­te sie mo­na­te­lang lie­gen und so­gar ein Stahl­kor­sett tra­gen. Um sich von der Lan­ge­wei­le und den Schmer­zen ab­zu­len­ken, be­gann sie zu ma­len: wun­der­ba­re bun­te Bil­der mit Sch­ling­pflan­zen, Mu­scheln, Af­fen oder Pa­pa­gei­en. Oft hat sich Fri­da selbst ge­malt: mit Blu­men im kunst­voll ge­floch­te­nen Haar, gro­ßen Ohr­rin­gen und in me­xi­ka­ni­scher Tracht. Fri­da mal­te das, was ihr ge­fiel und vor al­lem das, was sie fühl­te. Spä­ter wur­de sie ei­ne be­rühm­te Künst­le­rin und ein Vor­bild für vie­le Men­schen. Vi­el­leicht, weil sie es trotz vie­ler Schmer­zen schaff­te, im­mer wie­der neu Kraft zu schöp­fen. Au­ßer­dem blieb sie stets ein fröh­li­cher Mensch.

Beim Hö­ren von „Fri­da Kahlo – Ein Le­ben vol­ler Far­ben“kommt Dir die me­xi­ka­ni­sche Ma­le­rin ganz nah. Du hörst sie re­den, schimp­fen und la­chen. Auch ihr Va­ter, ih­re vier Schwes­tern und ihr Ehe­mann Die­go Ri­ve­ra, der eben­falls ein be­rühm­ter Künst­ler war, kom­men zu Wort.

Be­rit Hem­pel: „Fri­da Kahlo – Ein Le­ben vol­ler Far­ben“. He­adroom, Köln, ei­ne CD, Lauf­zeit 82 Min­un­ten, 14,90 Eu­ro (Down­load 10,90 Eu­ro), ab 8 Jah­ren

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