Ei­ne Gas­se der Sei­den­stra­ße in den Frei­staat eb­nen

I I Ro­ber­to Ta­mas­ke, Vor­sit­zen­der des Wirt­schafts­för­der­ver­eins Thü­rin­gen in­ter­na­tio­nal, zu sei­ner Chi­na-Rei­se

Ostthüringer Zeitung (Schmölln) - - Aus Der Region - Von Syl­via Ei­gen­rauch

Ge­ra/Pe­king.

Ro­ber­to Ta­mas­ke, Un­ter­neh­mens- und Ener­gie­be­ra­ter aus Ge­ra, be­such­te kürz­lich für ei­ne Wo­che Chi­na. Ein­ge­la­den war er als Vor­sit­zen­der des Wirt­schafts­för­der­ver­eins Thü­rin­gen in­ter­na­tio­nal. Wir spra­chen mit ihm.

Sie wa­ren un­ter­wegs, um die in­tel­li­gen­te Pro­duk­ti­on 4.0 ken­nen­zu­ler­nen. Was hat Sie am meis­ten be­ein­druckt?

Un­ter­neh­men, die wir sa­hen.

Wel­che wa­ren das?

Aus der Au­to­mo­ti­ve-Bran­che zum Bei­spiel. Ich war schon bei Por­sche in Leip­zig. Dort die Wer­ke stan­den dem in nichts nach.

Was ha­ben Sie Ih­ren Gast­ge­bern er­zählt. Dass Ge­ra au­to­no­mes Fah­ren plant?

Ei­ne Un­men­ge. Ich traf Ver­tre­ter des chi­ne­si­schen Han­dels­mi­nis­te­ri­ums und hoch­ran­gi­ge Re­prä­sen­tan­ten der Städ­te. Bei ei­nem Abend­es­sen saß ich ne­ben dem Wirt­schafts­för­de­rer von Chong­qing, ei­ner Stadt so groß wie Ös­ter­reich, und ha­be ihn nach Thü­rin­gen ein­ge­la­den. Neu­gie­rig ma­chen konn­te ich ihn da­mit, dass der größ­te Bat­te­rie­pro­du­zen­tCat­lausChinaa­m Er­fur­ter Kreuz in­ves­tie­ren will.

Wird er kom­men?

Im No­vem­ber plant er ei­ne Rei­se nach Frank­furt am Main. Ich bin jetzt da­bei, das Pro­gramm für ei­nen drei­tä­gi­gen Ab­ste­cher nach Thü­rin­gen zu stri­cken.

Erst die­ses Jahr ha­ben Sie den Wirt­schafts­för­der­ver­ein Thü­rin­gen in­ter­na­tio­nal mit ge­grün­det. Was ha­ben Sie er­reicht?

Uns gibt es ein hal­bes Jahr. Noch sind un­se­re Ka­pa­zi­tä­ten per­so­nell und fi­nan­zi­ell be­grenzt. Wir ha­ben nicht die gan­ze Welt im Blick, son­dern se­hen Schwer­punk­te in Russ­land und Chi­na. En­de April war ei­ne chi­ne­si­sche De­le­ga­ti­on in Ge­ra zu Gast. Völ­ker­ver­stän­di­gung und Wirt­schafts­ko­ope­ra­ti­on sind un­se­re Ab­sich­ten. Wir kön­nen nur ein Schar­nier sein. Wenn es uns ge­lingt, ei­ne klei­ne Gas­se der Sei­den­stra­ße nach Thü­rin­gen zu eb­nen, dann wä­re das toll.

Sie be­rich­te­ten von un­ter­wegs, dass die den Bür­ger­meis­ter des Be­zir­kes Shun­yi, ei­nes Vo­r­or­tes von Pe­king, nach Ge­ra ein­ge­la­den ha­ben. Hat er an­ge­nom­men?

Erst ein­mal hat er zu­ge­sagt. Wir wol­len als Ver­ein gern da­zu bei­tra­gen, ei­ne Städ­te­part­ner­schaft von Ge­ra aus nach Chi­na auf­zu­bau­en. Doch na­he­lie­gend ist für mich jetzt die Vor­be­rei­tung des Be­su­ches aus Chong­qing.

Wel­che mit­tel­fris­ti­gen Plä­ne ver­fol­gen Sie mit Ih­ren Kon­tak­ten nach Chi­na?

Ich sprach schon die Catl-An­sied­lung an. Mit der Dua­len Hoch­schu­le bin ich im Ge­spräch, um den In­ves­to­ren an­zu­bie­ten, ih­re Mit­ar­bei­ter in Ge­ra zu qua­li­fi­zie­ren. Das wür­de die Hoch­schu­le stär­ken. Au­ßer­dem will ich mit­hel­fen, ein Wirt­schafts­ko­ope­ra­ti­ons­bü­ro für Chi­na hier an­zu­sie­deln.

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