THC in Run­de drei

Ostthüringer Zeitung (Schmölln) - - Sport - Von Hol­ger Zaum­se­gel

Je­na.

Beim 43. Kern­berg­lauf in Je­na hat der Bad Lan­gen­sal­za­er Mar­cel Krieg­hoff (SC Im­puls Erfurt) die Män­ner-Kon­kur­renz über die 27 Ki­lo­me­ter mit mehr als zwei Mi­nu­ten Vor­sprung ge­won­nen. Er tri­um­phier­te in 1:45:14 St­un­den und ver­wies da­mit den Schot­ten And­rew Lis­ton in 1:47:44 St­un­den so­wie And­re Fi­scher (Ci­ty­lauf-Ver­ein Dres­den/1:48:55) auf die Plät­ze.

„Ich hat­te die Kon­kur­renz vom ers­ten Ki­lo­me­ter gut im Griff und bin vor­ne al­lei­ne ge­lau­fen. Es war ei­ne an­spruchs­vol­le Stre­cke und ein wirk­lich traum­haf­ter Lauf“, sag­te Krieg­hoff. Schnells­te Frau über den lan­gen Kan­ten war Andrea Gieß­mann vom LTV Erfurt in 2:16:04 St­un­den vor He­le­na Kin­der­mann von der LG Wolf­stein (2:16:29) und Lo­kal­ma­ta­do­rin Kath­le­en Al­les von den XRun­ners Je­na (2:17:30).

Auf der 15-Ki­lo­me­ter-Dis­tanz sieg­te 1500-Me­ter-Mann Phil­ipp Reinhardt vom LC Je­na bei sei­ner ers­ten Teil­nah­me in 52:17 Mi­nu­ten. Er ver­wies Ha­gen Bro­si­us um 18 Se­kun­den auf Rang zwei. Der Pots­da­mer ver­gab den mög­li­chen Sieg, als er sich – wie schon vor vier Jah­ren auf der lan­gen Stre­cken – ver­lief. Rang drei ging bei reg­ne­ri­schem Wet­ter in ei­ner Zeit von 54:39 Mi­nu­ten an den Ru­dol­städ­ter Tri­ath­le­ten Alex­an­der Kull.

Die schnells­te Frau über die 15 Ki­lo­me­ter war Kat­ja Voigt­mann aus Ich­ters­hau­sen in 1:07:06 St­un­den. Rang zwei ging auf der kur­zen Dis­tanz an Lau­ra Bro­si­us, die jün­ge­re Schwes­ter von Ha­gen Bro­si­us (1:09:57 St­un­den). Rang drei er­reich­te An­na Rockstroh vom SV Treb­sen in 1:10:01 St­un­den. (je­he/alu)

Trond­heim.

Die Hand­ball-Frau­en vom Thü­rin­ger HC ha­ben die drit­ten Run­de um den EHFPo­kal er­reicht. Nach dem 29:25 im Hin­spiel ge­wann der deut­sche Vi­ze-Meis­ter bei Bya­sen Trond­heim in Nor­we­gen mit 29:24 (17:14). Wer der Geg­ner in Run­de drei ist, wird am Di­ens­tag aus­ge­lost. (alu)

Für ei­nen war das Spit­zen­spiel der 2. Bas­ket­ball­Bun­des­li­ga am Sams­tag­abend zwi­schen Sci­ence Ci­ty und MLP Aca­de­mics Heidelberg vor­zei­tig be­en­det – Je­nas Trai­ner Frank Menz. Weil der 55-Jäh­ri­ge nach ei­nem un­sport­li­chen Foul des 18-jäh­ri­gen Vuk Ra­do­ji­cic an ei­nem Spie­ler der Ba­den-Würt­tem­ber­ger wie ein Rohr­spatz auf das Schieds­rich­ter-Ge­spann um Den­nis Si­ro­wi schimpf­te, wur­de er der Hal­le ver­wie­sen.

Und­s­ei­neMann­schaft­muss­te den Hei­del­ber­gern, die oh­ne­hin durch Ra­do­ji­cics Re­gel­ver­stoß schon zwei Frei­wür­fe mit an­schlie­ßen­dem Ball­be­sitz hat­ten, zwei wei­te­re Frei­wür­fe ge­wäh­ren. Und der bis da­to Ta­bel­len­drit­te ver­senk­te beim bis da­to Zwei­ten al­le vier Ver­su­che und zog wie­der auf 52:39 da­von. Aus­ge­rech­net in ei­ner Pha­se, in der sich Sci­ence Ci­ty im drit­ten Vier­tel ge­ra­de an­schick­te, den Halb­zeit-Rück­stand zu ver­kür­zen.

Je­na.

Mit Menz ver­ließ die Korb­jä­ger von der Saa­le vor 2118 Zu­schau­ern schein­bar auch der Glau­be an ein Come­back ge­gen Heidelberg – trotz des Selbst­ver­trau­ens we­gen der blü­ten­wei­ßen Wes­te nach fünf Sai­son­spie­len. Und so muss­te die Mann­schaft um Ka­pi­tän Den­nis Na­w­ro­cki im sechs­ten Spiel die ers­te Nie­der­la­ge quit­tie­ren. Sie fiel mit 68:88 für den Bundesliga-Ab­stei­ger deut­lich aus.

Nach der Be­geg­nung war Menz sicht­lich ge­fass­ter, der Är­ger über die Re­fe­rees aber noch lan­ge nicht ver­flo­gen. „Die Li­nie der Schieds­rich­ter war für mich ei­ne Ka­ta­stro­phe“, kri­ti­sier­te er. Sei­ner Mei­nung nach wird in der 2. Li­ga viel zu klein­lich ge­pfif­fen. In der BBL und im Eu­ro­pa­po­kal hät­ten die Schieds­rich­ter ei­ne deut­lich groß­zü­gi­ge­re Aus­le­gung. Und sei­ne Spie­ler sei­en je­des Mal ver­un­si­chert, weil im Spiel das, was im Trai­ning er­laubt ist, Foul sei.

Den­noch, das ge­stand auch der ehe­ma­li­ge Bun­des­trai­ner ein: „An den Schieds­rich­tern lag es nicht, dass wir ver­lo­ren ha­ben.“Heidelberg ha­be ge­zeigt, „dass sie ein Stück wei­ter sind als wir“. Be­son­ders in der Of­fen­si­ve lief der Mo­tor der Ba­denWürt­tem­ber­ger, die al­le Frei­wür­fe und 46 Pro­zent ih­rer Dis­tanz­wür­fe tra­fen. Und die sonst so gu­te Jena­er De­fen­si­ve fand kein Mit­tel ge­gen die Mann­schaft von Trai­ner Bra­nis­lav Ig­nja­to­vic.

Der ers­te Rück­schlag der Sai­son sei für Je­na je­den­falls „kein Dra­ma“, ver­si­cher­te Menz. Das Kon­zept, auf jun­ge deut­sche Spie­ler zu set­zen, zie­he in der 2. Li­ga mit hoch­ka­rä­tig be­setz­ten Teams eben auch die Ge­fahr von Nie­der­la­gen nach sich. Wich­tig sei, „dass wir den Kopf nicht in den Sand ste­cken“. Und dass sei­ne Mann­schaft aus der Plei­te die rich­ti­gen Schlüs­se zie­he und sich ver­bes­se­re.

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