Herbst­auk­ti­on mit mehr als  Lo­sen

Ab Don­ners­tag Ver­stei­ge­run­gen im Ru­dol­städ­ter Auk­ti­ons­haus Wendl. Vor­be­sich­ti­gung läuft

Ostthüringer Zeitung (Schmölln) - - Politik - Von Ul­ri­ke Kern ■ Vor­be­sich­ti­gung täg­lich von - Uhr. Auk­tio­nen im Kunst­haus Wendl in den ver­schie­de­nen Ka­te­go­ri­en ab Don­ners­tag,  Uhr. En­de der Auk­ti­on am Sams­tag, ge­gen . Uhr.

Ru­dol­stadt.

122 mal 91,5 Zen­ti­me­ter misst ein gro­ßes Fo­to­mo­sa­ik des Künst­lers Ro­bert Sil­vers (Jahr­gang 1968) mit dem Kon­ter­fei Ba­rack Oba­mas. Es ist nur ei­nes von über 4400 Lo­sen, die zur be­vor­ste­hen­den Herbst­auk­ti­on vom 24. bis 26. Ok­to­ber im Kunst­haus Wendl in Ru­dol­stadt ver­stei­gert wer­den.

Auch dies­mal ver­spricht die Men­ge der Ein­lie­fe­run­gen, dass man Ent­de­ckun­gen ma­chen kann – un­ter an­de­rem bei den 750 Ge­mäl­den oder mehr als 900 Po­si­tio­nen Por­zel­lan. Der Bo­gen spannt sich von Kost­bar­kei­ten der Re­nais­sance und des Ba­rock bis zur Neu­zeit, und das An­ge­bot ist in­ter­na­tio­nal. Fern­öst­li­ches Flair ver­strömt bei­spiels­wei­se der 72 Zen­ti­me­ter ho­he Ter­ra­kot­ta-Pa­last­lö­we, der um 1920 vom letz­ten re­gie­ren­den Her­zog Carl Edu­ard von Sach­sen-Co­burg-Go­tha an ei­nen Gotha­er In­dus­tri­el­len ver­kauft wur­de. Er kommt eben­so zur Ver­stei­ge­rung wie die hoch­wer­ti­gen Vi­tri­nen­tas­sen und Ju­gend­stil-Ba­de­schön­hei­ten der Ma­nu­fak­tu­ren KPM und Ro­sen­thal aus dem Nachlass des Ber­li­ner Wirt­schafts­wis­sen­schaft­lers Klaus von Wy­so­cki. Eben­so aus sei­ner Samm­lung stam­men die au­ßer­ge­wöhn­li­chen Por­zel­lan­skulp­tu­ren „Prinz und Prin­zes­sin“und der „Flö­ten­spie­ler“des Bild­hau­ers Ger­hard Schliepste­in. Sie wur­den um 1930 in der Kun­st­ab­tei­lung Ro­sen­thal aus­ge­formt. Au­then­ti­sche Por­zel­la­ne des 18. Jahr­hun­derts fin­den sich in rei­cher Men­ge un­ter den Fi­gu­ren und Ge­brauch­spor­zel­la­nen. Das äl­tes­te Los der Ke­ra­mik ist üb­ri­gens ei­ne Sieg­bur­ger Schnel­le vom En­de des 16. Jahr­hun­derts.

Die Glanz­stü­cke der Ka­te­go­rie Sil­ber sind ne­ben den ver­gol­de­ten Mon­stran­zen und ei­nem Augs­bur­ger Ba­rock­po­kal von Jo­hann Her­kom­mer ei­ne ju­we­len­be­setz­te und email­ver­zier­te Prunk­kut­sche aus der Samm­lung Jo­sef Ne­cker­mann so­wie ein Ju­gend­stil-Ta­fel­auf­satz mit ei­ner zwei­schwän­zi­gen Meer­jung­frau mit Spie­gel. Wer Ju­gend­stil liebt, fin­det un­ter den Me­tall­ar­bei­ten be­son­ders schö­ne Tel­ler, Plat­ten und Leuch­te aus Sil­ber­zinn, die über Jahr­zehn­te zu­sam­men­ge­tra­gen wur­den.

Aus ei­nem frän­ki­schen Samm­lungs­nach­lass stam­men die vie­len schö­nen, au­then­tisch ge­klei­de­ten Pup­pen samt lie­bens­wer­tem Zu­be­hör. Auch hoch­wer­ti­ge Tep­pi­che und schö­ne Bau­ern­schrän­ke so­wie et­li­che sehr gut re­stau­rier­te Bie­der­mei­er­mö­bel aus dem Ber­li­ner Nachlass ste­hen zur Ver­stei­ge­rung.

Be­son­ders um­fang­reich und hoch­wer­tig be­stückt ist wie­der ein­mal die Kö­nigs­ka­te­go­rie der Ge­mäl­de. Ver­tre­ten sind Wer­ke von Frans von Blo­e­men, Frans III. Francken, Karl Ha­ge­meis­ter, ei­ne Ivan Shish­kin zu­ge­schrie­be­ne Land­schafts­stu­die so­wie die Ge­mäl­de von Ser­gei Va­sil­ovs­ky, Paul Mu­cha und Wal­ter Ophey. Eben­so bie­tet die Ka­te­go­rie Bü­cher zahl­rei­che Ra­ri­tä­ten, bei­spiels­wei­se das 1672 ver­öf­fent­lich­te Werk „Kriegs­ar­beit, oder neu­er Fe­s­tungs­bau ...“vom fran­zö­si­schen Kar­to­gra­phen und In­ge­nieur Alain Ma­nes­son-Ma­let (1630–1706).

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