Streit um Emp­feh­lung zur Wahl

Ge­werk­schaf­ten der Po­li­zei un­eins

Ostthüringer Zeitung (Schmölln) - - Thüringen -

Erfurt.

Mit der Kom­mu­ni­ka­ti­on un­ter den Po­li­zei­ge­werk­schaf­ten in Thü­rin­gen steht es nicht zum Bes­ten. Jetzt es­ka­liert das an­ge­spann­te Ver­hält­nis kurz vor der Land­tags­wahl. Mi­ke Hell­wig, Lan­des­vor­sit­zen­der des Bun­des Deut­scher Kri­mi­nal­be­am­ten (BDK), und Jür­gen Hoffmann, Chef des Thü­rin­ger Lan­des­ver­ban­des der Deut­schen Po­li­zei­ge­werk­schaft (DPOLG), kri­ti­sie­ren die Schwes­ter­ge­werk­schaft GdP (Ge­werk­schaft der Po­li­zei) in Thü­rin­gen scharf. Hin­ter­grund ist ein Auf­ruf von 50 Ge­werk­schaf­tern, der rot-rot­grü­nen Re­gie­rungs­ko­ali­ti­on am Sonn­tag bei der Land­tags­wahl er­neut ei­ne Mehr­heit zu ge­ben. Un­ter den Un­ter­zeich­nern sind ne­ben Kai Christ auch zwei sei­ner Stell­ver­tre­ter.

Für Hoffmann und Hell­wig geht die­se Par­tei­nah­me zu weit. „Ei­ne Ge­werk­schaft hat an­de­re Auf­ga­ben“, sagt Hell­wig auf An­fra­ge die­ser Zei­tung. Er macht kei­nen Hehl dar­aus, wie er zur GdP steht. Die sei of­fen­bar „po­li­tisch links“aus­ge­rich­tet, er­klärt Hell­wig.

Ähn­lich kri­tisch äu­ßert sich Jür­gen Hoffmann. „Ei­ne Ge­werk­schaft kann sich nicht ei­ner Par­tei ver­kau­fen. Das hat­ten wir zu DDR-Zei­ten schon ein­mal“, sagt Hoffmann und wirft der GdP vor, zu sug­ge­rie­ren, dass nur mit Lin­ke, SPD und Grü­nen ei­ne de­mo­kra­ti­sche Re­gie­rungs­bil­dung mög­lich sei.

Kai Christ re­agiert ge­reizt auf die Äu­ße­run­gen sei­ner bei­den Amts­kol­le­gen der klei­ne­ren Po­li­zei­ge­werk­schaf­ten. Er be­grün­det aber auch, war­um er und zwei sei­ner Stell­ver­tre­ter un­ter­zeich­net ha­ben. Un­ter Lin­ken, SPD und Grü­nen sei ein gro­ßes Be­mü­hen, die Be­lan­ge der Po­li­zei zu ver­bes­sern, zu re­gis­trie­ren. (fa)

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