Clan-chef Mi­ri wird ab­ge­scho­ben

Be­hör­de lehnt Asyl­an­trag ab

Ostthüringer Zeitung (Schmölln) - - Wirtschaft -

Das mäch­ti­ge Clan­mit­glied woll­te Schutz in Deutsch­land. Doch das Bun­des­amt für Mi­gra­ti­on und Flücht­lin­ge (Bamf) hat den Asyl­an­trag von Ibra­him Mi­ri ab­ge­lehnt: „of­fen­sicht­lich un­be­grün­det“. Die Aus­wei­sung von Mi­ri hat nun ei­ne Frist von ei­ner Woche. Am nächs­ten Wo­che­n­en­de könn­te die Aus­län­der­be­hör­de in Zu­sam­men­ar­beit mit der Po­li­zei den 46Jäh­ri­gen in Rich­tung Li­ba­non ab­schie­ben.

Schon ein­mal stan­den Son­der­ein­hei­ten der Po­li­zei im Schlaf­zim­mer von Mi­ri – im Som­mer die­ses Jah­res. In ei­ner kurz­fris­ti­gen Ak­ti­on und im durch den Staat ei­gens ge­char­ter­ten Flie­ger wur­de der Mann ab­ge­scho­ben. Doch En­de Ok­to­ber war Mi­ri zu­rück in Bre­men – und stell­te ei­nen An­trag auf so­ge­nann­ten sub­si­diä­ren Schutz. Er wer­de im Li­ba­non durch His­bol­lah-na­he Mi­li­zen be­droht. Ibra­him Mi­ri gilt als ei­ner der füh­ren­den Köp­fe der so­ge­nann­ten Mhallamiye-clans. Die Si­cher­heits­be­hör­den rech­nen den Grup­pen schwe­re Straf­ta­ten im Be­reich der or­ga­ni­sier­ten Kri­mi­na­li­tät zu. Mi­ri selbst hat ei­ne lan­ge Straf­ak­te, sie reicht von er­pres­se­ri­schem Men­schen­han­del bis Heh­le­rei und Kör­per­ver­let­zung.

Bun­des­in­nen­mi­nis­ter Horst See­ho­fer (CSU) sag­te kurz nach der Ent­schei­dung am Frei­tag: „Die Be­hör­den be­rei­ten der­zeit die Ab­schie­bung des Be­trof­fe­nen vor.“Mi­ri kön­ne Rechts­mit­tel ein­le­gen. Der Li­ba­ne­se sitzt zur­zeit in Ab­schie­be­haft.

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