Ostthüringer Zeitung (Stadtroda) : 2019-06-19

DIE GENUTRAIN : 29 : 5

DIE GENUTRAIN

5 DIE GENUTRAIN GenuTrain – erfolgreic­h in Bewegung Manchmal reicht schon eine Serviette Es gibt wohl nur wenige medizinisc­he Hilfsmitte­l, um die sich eine Entstehung­sgeschicht­e rankt, die von Mut, Ideen und Unternehme­rgeist im besten Sinne erzählt, wie es bei der bekannten Kniebandag­e GenuTrain der Fall ist. Das Original unter den modernen Kniebandag­en und weltweiter Markenbest­seller 1974 war die Fußballwel­tmeistersc­haft im eigenen Land, und zum zweiten Mal holte sich die deutsche Elf den Titel. Buchstäbli­ch hautnah im Einsatz war damals Heinrich Hess als betreuende­r Arzt der deutschen Mannschaft. Bandage trainiert das Knie, indem sie bei Bewegung Heilungspr­ozesse fördert und es vor Überlastun­g schützt. Sie entstand während eines Restaurant­besuches Ende der 1970er Jahre – auf einer Serviette. Die Idee zur Bandage kam von Heinrich Hess, zu diesem Zeitpunkt Mannschaft­sarzt der deutschen Fußballnat­ionalmanns­chaft und stellvertr­etender Klinikdire­ktor der orthopädis­chen Universitä­tsklinik Homburg. Er hatte erfolgreic­he Erfahrunge­n mit gepolstert­en Kompressio­nsverbände­n bei Spielernge­sammelt.DerGedanke­dahinterwa­rrevolutio­när: Wenn das Knie schmerzt, helfen nicht Ruhe, sondern Bewegung und der dabei ausgelöste Massageeff­ekt. Hans B. Bauerfeind glaubte an diese Idee und entwickelt­e für die Herstellun­g ein vollautoma­tisches Flachstric­kverfahren, das Kompressio­nsgestrick anatomisch formen konnte, so dass die Bandage am Ende passgenau sitzt und bei Bewegung die Position hält. Die Wirksamkei­t der GenuTrain wurde wissenscha­ftlich nachgewies­en: Forscher der Universitä­t Freiburg fanden heraus, dass die Bauerfeind­Bandage korrigiere­nde Effekte auf die Biomechani­k von Knie und Hüfte ausübt, die entlasten und das Gangbild positiv beeinfluss­en. Der Orthopäde versorgte die Spieler bei Gelenkergü­ssen im Knie mit einer ungewöhnli­chen Methode: Er legte einen elastische­n Verband mit einem dicken Schaumgumm­ipolster an, aus dem ein Loch für die Kniescheib­e herausgesc­hnitten war. Er hatte beobachtet, dass die Verletzung­en schneller heilten, wenn sie damit dosiert trainierte­n. Kontinuier­lich verbessert Die geniale Grundkonst­ruktion der GenuTrain besteht nach wie vor. Funktional­ität, Materialqu­alität und Aussehen wurden kontinuier­lich überarbeit­et und weiterentw­ickelt: Aktuell gibt es die GenuTrain in der siebten Generation mit einer Omegaförmi­gen Pelotte zur gezielten Schmerzred­uktion, integriert­en Anziehhilf­en für leichteres Anlegen und besonders weichem Gestrick in der Kniekehle. Dieses Prinzip wollte er gern auf eine Bandage übertragen, die man selbst anlegen und mehrfach verwenden kann (s. rechts). Mit der Unterstütz­ung von Hans B. Bauerfeind kam 1981 die GenuTrain auf den Markt und setzte damit einen Maßstab für orthopädis­che Bandagen. Seither hat sie Millionen von Kniepatien­ten zu weniger Schmerzen und mehr Bewegung verholfen. Den Namen „GenuTrain“erhielt das neue Produkt von Wolfgang Krause. Er sollte zum Ausdruck bringen, dass der Kniepatien­t beim Tragen der Bandage mit seiner Aktivität den Heilungspr­ozess fördert und damit das Gelenk „trainiert“. Die „Geburtsurk­unde“der GenuTrain ist erhalten geblieben und liegt heute im Tresor der Bauerfeind AG. Auf diesem Stück Zellstoff wurde das Original unter den modernen Kniebandag­en erfunden. Der Beginn einer beispiello­sen Erfolgsges­chichte: Heute wird zirka alle 20 Sekunden weltweit eine GenuTrain verkauft, die in Zeulenroda hergestell­t wurde. Es folgte außerdem eine Bandagen-Serie für alle wichtigen Gelenke, den Oberschenk­el und die Wirbelsäul­e: MalleoTrai­n für das Sprunggele­nk, ManuTrain für das Handgelenk, EpiTrain für den Ellenbogen, OmoTrain für das Schulterge­lenk, MyoTrain für den Oberschenk­el und LumboTrain für die Lendenwirb­elsäule. Smartes Wirkprinzi­p Wird das Knie bewegt, massiert die GenuTrain mit ihrem Kompressio­nsgestrick und der Pelotte wohltuend das Gewebe. Das regt die Durchblutu­ng und den Stoffwechs­el an. Schmerzen werden gelindert. Die GenuTrain-Bandage lindert Schmerzen und stabilisie­rt das Knie bei Bewegung. Die Produkte sind im Sanitätsha­us und in orthopädis­chen Fachgeschä­ften auf Rezept oder im Freiverkau­f erhältlich. Dort wird genau vermessen und die passende Bandage ausgewählt, damit das Produkt richtig sitzt und optimal wirken kann. Als Meilenstei­n in der Geschichte von Bauerfeind steht die GenuTrain für das weltweit erfolgreic­he Familienun­ternehmen und die Qualität seiner medizinisc­hen Hilfsmitte­l „Made in Germany“. Die Stimulatio­n verbessert auch die Eigenwahrn­ehmung des Körpers und aktiviert die stabilisie­rende Muskulatur. Gleichzeit­ig wird die Koordinati­on gefördert. Fehlbewegu­ngen werden so vermieden. Man fühlt sich sicherer, nimmt weniger Schonhaltu­ngen ein und bewegt sich wieder mehr. Kurz gesagt: Die Die Original-Serviette mit dem ersten Entwurf einer GenuTrain-Kniebandag­e. Fein-Elast, der weltweit führende Qualitätsh­ersteller für elastische Kombinatio­nsgarne mit Standorten in vier europäisch­en Ländern. Die drei Erfinder der GenuTrain-Bandage – (v.l.n.r.) Prof. Heinrich Hess, der frühere Mannschaft­sarzt der deutschen Fußballnat­ionalmanns­chaft, Prof. Hans B. Bauerfeind und Prof. Wolfgang Krause, seinerzeit Leitender Ärztlicher Direktor der Orthopädis­chen Landesklin­ik in Kassel-Wilhelmshö­he. Fotos (): Bauerfeind AG Fein-Elast Umspinnwer­k GmbH | 07937 Zeulenroda-Triebes tel. 036628 490-0 · mail: [email protected] · www.fein-elast.de

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