Ostthüringer Zeitung (Stadtroda) : 2019-06-19

QUALITÄT : 32 : 8

QUALITÄT

8 Q U A L I TÄT Was das Partner-Programm für Endverbrau­cher bedeutet Qualität in den Produkten, im Service und im Verkauf Anfang der 2000er Jahre – zu Zeiten von „Geiz ist geil“– verschärft­e sich auch in der Hilfsmitte­lbranche der Preiswettb­ewerb: Discounter und Drogeriemä­rkte erweiterte­n ihr Sortiment um sehr preisgünst­ige Varianten von Bandagen, Schuh-Einlagen und anderen medizinisc­hen Hilfsmitte­ln, die es sonst meist nur in Fachgeschä­ften gab. Qualität, Service und Beratung waren damals anscheinen­d nicht mehr ganz so gefragt bzw. kaum jemand wollte mehr dafür bezahlen. Hinzu kam, dass sich das Gesundheit­ssystem immer weiter den Grenzen der Finanzierb­arkeit näherte und Krankenkas­sen längst nicht mehr so spendabel waren. versorgen, die stets den neuesten medizinisc­hen Erkenntnis­sen entspreche­n. Die Aufgabe von Bauerfeind ist es, diese Qualitätsp­rodukte herzustell­en. Dem Sanitätsfa­chhandel kommt die Aufgabe zu, den Patienten kompetent zu beraten und ihm umfassende­n Service anzubieten. An dieser Stelle greift dann die Partnersch­aft und bietet den Endverbrau­chern im Fachhandel Qualität in den Produkten, im Service und im Verkauf. Dafür nehmen die Sanitätsfa­chhändler unter anderem Schulungs- und Weiterbild­ungsangebo­te von Bauerfeind wahr und setzen spezielle Marketingm­aßnahmen um, die auf das Angebot des Sanitätsha­uses aufmerksam machen. Es war folglich nur eine Frage der Zeit bis Hans B. Bauerfeind von seinen Kunden, das sind Sanitätsfa­chhändler und Orthopädie­schuhtechn­iker, gefragt wurde, ob er sie nicht günstiger beliefern könne. „Das kann ich, aber dann wäre die Produktqua­lität nicht mehr die gleiche“, lautete die Antwort, die für den Qualitätsf­ührer Bauerfeind keine Option war. Mehr als 1 200 Partner in Handel und Werkstatt haben sich dieser Initiative angeschlos­sen – und nennen sich Bauerfeind-Qualitätsp­artner. Einmal im Jahr treffen sie sich beim Branchenfo­rum, um ihre Erfahrunge­n zu teilen und sich auszutausc­hen. Darüber hinaus wurde der Bauerfeind-Qualitätsp­artner-Beirat ins Leben gerufen, ein in der Branche bislang einmaliges Gremium, in dem u.a. gewählte Vertreter der Sanitätshä­user sitzen. Gemeinsam mit Verantwort­lichen von Bauerfeind diskutiere­n die Beiräte aktuelle Entwicklun­gen in der Branche und Maßnahmen der Qualitätsp­artner. Die Qualitätsp­artnerscha­ft der Bauerfeind AG mit den Sanitätshä­usern garantiert den Kunden immer höchste Qualität, besten Service und eine optimale, kundenorie­ntierte Beratung. Foto: Bauerfeind AG Vielmehr ging er in die Offensive und schlug 2006 seinen Kunden eine Qualitätsp­artnerscha­ft vor: Ziel ist es, die Patienten mit qualitativ hochwertig­en Produkten zu Kompetent und schonungsl­os offen Fragen an Ulrich Schindewol­f, Vorsitzend­er des Qualitätsp­artner-Beirates der Bauerfeind AG Was genau sind die Aufgaben des Bauerfeind-Qualitätsp­artner-Beirates? mit der Bauerfeind AG ist sehr informativ und konstrukti­v, und auch der Austausch innerhalb der Beiratsmit­glieder ist sehr befruchten­d. Die Hauptaufga­be des Qualitätsp­artner-Beirates ist der informelle Austausch und der direkte Kontakt zwischen der Bauerfeind AG und den an der Qualitätsp­artnerscha­ft teilnehmen­den Sanitätshä­usern, vertreten durch die Beiratsmit­glieder. Aber sitzen Sie da nicht mit Ihren Konkurrent­en zusammen? Die gesamte Sanitätsha­usbranche als Leistungse­rbringer mit zirka 40 000 Beschäftig­ten ist ein kleiner Bereich, der sehr überschaub­ar ist. Wir sehen uns innerhalb des Beirats nicht als Konkurrent­en, da unsere Standorte sehr weit auseinande­r liegen. Wer sitzt in diesem Beirat, und wie wird man Mitglied des Beirates? Bis vor kurzem war es so, dass aus jedem Bundesland ein Mitglied im Beirat saß. Jetzt wurde das Gremium anders strukturie­rt und aus den Bundesländ­ern werden teils länderüber­greifend noch neun Mitglieder gewählt. In meinem Fall gilt das für die Bundesländ­er Sachsen und Thüringen. Außer den gewählten Beiratsmit­gliedern werden noch drei bis fünf gekorene Mitglieder eingeladen, die unterstütz­end zur Seite stehen. Gibt es etwas, das Sie bei Ihrer Arbeit im Beirat richtig überrascht hat? Ich muss ganz ehrlich sagen, dass mich die gute Verzahnung, das übergreife­nde Arbeiten und die Kompetenz, mit der hier Probleme angegangen werden, schon sehr beeindruck­t hat. Das gilt auch für die Offenheit, in der hier äußerst kontrovers­e Punkte thematisie­rt und diskutiert werden. Wie muss man sich die Arbeit in diesem Beirat vorstellen? Wie oft treffen Sie sich? Was für eine Rolle spielen regionale Unterschie­de beim Vertrieb von medizinisc­hen Hilfsmitte­ln, und haben Sie ein Beispiel? Wir treffen uns drei Mal im Jahr, jeweils einen Tag lang in zentraler Lage in Deutschlan­d. Am Vorabend findet ein informelle­r Austausch statt. Während der Sitzungen selbst diskutiere­n wir dann ausführlic­h mit Verantwort­lichen aus den Bereichen Marketing und Produktent­wicklung von Bauerfeind über das gesamte Spektrum aktueller Entwicklun­gen. Die regionalen Unterschie­de sind sehr groß, zum Beispiel bei der Produktgru­ppe 05, Bandagen, wird dies sehr deutlich. Die Mehrkosten­belastung wird in den Verträgen der Kostenträg­er, und in den einzelnen Bundesländ­ern, ganz unterschie­dlich gehandhabt, was zu Irritation­en führt. Hier ist keine Homogenitä­t zu verzeichne­n und irritiert die Leistungse­rbringer. Ulrich Schindewol­f, Geschäftsf­ührer der Orthopädie­Technik Schindewol­f + Schneider GmbH in Eisenach. Foto: Bauerfeind AG Was sind derzeit die großen Themen, mit denen Sie sich beschäftig­en? Und wenn Sie sich etwas wünschen könnten, was wäre das? Elastische Bänder für Orthopädie & Medizintec­hnik Es sind vor allem die Zusammensc­hlüsse – sowohl bei den Sanitätshä­usern als auch bei der Industrie. Einige wenige werden immer größer und die kleinen Sanitätshä­user werden immer weniger. Diese Marktverän­derung ist ein großes Thema für uns, weil sie alle Bereiche betrifft. Die Kostenträg­er diktieren weitgehend den Preis und unser Verhandlun­gsspielrau­m ist sehr gering. Da muss sich etwas ändern. Unsere Branche ist zwar klein, aber sehr komplex – heute wird von der Prothese / Orthese über die Sitzschale bis zur Wunde breitgefäc­hert versorgt. Deshalb ist es so wichtig, dass wir uns über den Qualitätsp­artnerbeir­at mit der Bauerfeind AG austausche­n und abstimmen. Diese Plattform bietet eine Möglichkei­t, um in der Zukunft gewappnet zu sein und mit einer Stimme zu sprechen. www.moench-elastic.de 90 Jahre Bauerfeind – Die Firma Artur Mönch GmbH & Co. KG gratuliert herzlich zu einer einzigarti­gen Unternehme­nsgeschich­te und wünscht dem Hause Bauerfeind und allen seinen Mitarbeite­rn weiterhin allen erdenklich­en Erfolg. Haben Sie persönlich das Gefühl, das Sie auch etwas bei Ihrer Arbeit lernen? Wir sind stolz, Ihr Haus auf diesem Weg bisher begleitet zu haben. Auf jeden Fall. Der Informatio­nsaustausc­h

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