Rot-rot-grün er­ar­bei­tet Ziel­ka­ta­log

Par­tei­en ei­ni­gen sich grund­sätz­lich auf die Fort­set­zung der Ko­ali­ti­on als Min­der­heits­re­gie­rung

Ostthüringer Zeitung (Stadtroda) - - Erste Seite - Von Mar­tin De­bes

Lin­ke, SPD und Grü­ne wol­len in Thü­rin­gen bis Mit­te Ja­nu­ar die in­halt­li­che Ba­sis für ei­ne ge­mein­sa­me Min­der­heits­re­gie­rung er­ar­bei­ten. Das Grund­satz­pa­pier soll ei­ne sechs­köp­fi­ge Re­dak­ti­ons­grup­pe lie­fern. Dar­auf ei­nig­ten sich am Mon­tag die Spit­zen­ver­tre­ter der drei Lan­des­par­tei­en auf ih­rem vier­ten Son­die­rungs­tref­fen.

Ei­nen klas­si­schen Ko­ali­ti­ons­ver­trag wird es nicht ge­ben. Viel­mehr wol­len sich die Par­tei­en auf ge­mein­sa­me Zie­le in den klas­si­schen The­men­fel­dern ei­ni­gen. Kon­kre­te Maß­nah­men sol­len nicht be­nannt wer­den, um Raum für par­la­men­ta­ri­sche Ge­sprä­che mit CDU und FDP zu ge­ben. Bis En­de Ja­nu­ar sol­len Par­tei­ta­ge von SPD und Grü­nen über das Pa­pier be­fin­den und den Weg zur Wahl von Mi­nis­ter­prä­si­dent Bodo Ra­me­low (Lin­ke) frei ma­chen. Die Lin­ke er­wägt, die Ba­sis zu be­fra­gen.

Rot-rot-grün ver­fügt im Land­tag über 42 Stim­men – vier we­ni­ger als die Mehr­heit. Den­noch wä­re die für

Fe­bru­ar ge­plan­te Wahl Ra­me­lows im drit­ten Durch­gang auch oh­ne CDU und FDP mög­lich, da dann der Kan­di­dat ge­winnt, der die meis­ten Ja-stim­men er­hält. Nein-stim­men und Ent­hal­tun­gen spiel­ten kei­ne Rol­le. Bei der Ver­ab­schie­dung von Ge­setz­ent­wür­fen wä­re Rot-ro­tg­rün aber auf Stim­men der Op­po­si­ti­on an­ge­wie­sen.

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