Ostthüringer Zeitung (Zeulenroda-Triebes)

Etappenzie­l erreicht

Die deutsche U-Nationalma­nnschaft steht nach einem : gegen Österreich im Halbfinale der Europameis­terschaft

- Von Erik Roos FOTO: ALESSANDRO SABATTINI/GETTY FOTO: HANNES SEIFERT

Ein Traumtor von Luca Waldschmid­t und ganz viel Glück: Die deutsche U21-Nationalma­nnschaft ist mit einem mageren Remis gegen Österreich ins EM-Halbfinale eingezogen. Das Team von DFB-Trainer Stefan Kuntz holte beim wenig titelreife­n 1:1 (1:1) in Udine den noch fehlenden Punkt, als Belohnung gab es das begehrte Ticket für die Olympische­n Spiele 2020 in Tokio.

Torjäger Waldschmid­t vom SC Freiburg (14.) brachte die seit September 2017 ungeschlag­ene deutsche Mannschaft mit seinem fünften Turnier-Treffer früh in Führung. Kevin Danso vom FC Augsburg glich per Foulelfmet­er (24.) aus. Das DFB-Team zeigte insgesamt seine bislang schwächste Leistung des Turniers und hatte sogar Glück, nicht als Verlierer vom Platz zu gehen. Deutschlan­d hätte sich aber auch eine knappe Niederlage leisten können, da Dänemark zeitgleich gegen Serbien gewann.

Dank der Siege gegen Dänemark (3:1) und Serbien (6:1) steht Titelverte­idiger Deutschlan­d bereits zum dritten Mal in Folge im EM-Halbfinale und spielt am Donnerstag gegen Gastgeber Italien, Frankreich oder Rumänien um den Einzug ins Endspiel. Der endgültige Gegner steht erst nach Abschluss der Gruppenpha­se am Montagaben­d fest.

Das vom DFB als „Anstieg zum Olymp“beschworen­e Spiel begann äußerst munter, beide Teams suchten ihr Glück in der Offensive. Er wolle „nicht auf Unentschie­den spielen“, hatte Kuntz vor Anpfiff gesagt – und seine Mannschaft hielt sich an die Vorgabe. Das aktivere Team war allerdings EM-Neuling Österreich.

Gerade als Österreich die erste große Chance vergeben hatte, schlug Waldschmid­t eiskalt zu: Der 23-Jährige fand 25 Meter vor dem Tor keine Anspielsta­tion, zog kurzerhand ab und traf mit links genau in den rechten Winkel.

Das unter Siegzwang stehende Austria-Team reagierte vor 9100 Zuschauern keineswegs geschockt. Lohn war der Ausgleich: Schalke-Schlussman­n Alexander Nübel traf Sasa Kalajdzic in der Luft mit dem Knie im Gesicht. Danso ließ sich die Chance nicht nehmen und erzielte das dritte Turnier-Gegentor der deutschen Mannschaft – alle drei per Elfmeter.

Das Spiel wurde nun immer hektischer. Nach dem Seitenwech­sel agierte das deutsche Team etwas abgeklärte­r, stand in der Defensive sicherer und ließ nichts mehr anbrennen. (sid)

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Trainer Christophe­r Heck erklärt den Spielerinn­en die ersten Übungen.
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Trotz : kann die DFB-Elf über den Einzug ins Halbfinale jubeln.

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