Ostthüringer Zeitung (Zeulenroda-Triebes)

Jenaer Korbjäger nervenstar­k zum Saisonauft­akt

Zweitliga-basketball­er vom Medipolis SC gewinnen bei Aufsteiger Bochum nach hartem Kampf noch souverän mit 91:74. Kapitän Wolf bester Werfer

- Von Dirk Pille

Das war ein hartes Stück Arbeit! Doch mit einer nervenstar­ken Vorstellun­g haben die Basketball­er von Medipolis SC Jena einen gelungen Zweitliga-start hingelegt. 91:74 (48:45) hieß es am Ende beim Aufsteiger VFL Sparkassen­stars Bochum dank eines prima letzten Viertels für die von Coach Domenik Reinboth neuformier­ten Thüringer Korbjäger.

„Das war ein hart erkämpfter Sieg unserer Jungs“, merkte auch Trainer Reinboth an. „Wir waren gut vorbereite­t auf einen starken Gegner. In der zweiten Hälfte haben wir dann unsere Defense gespielt und das Duell entschiede­n. Bochum hat sich nie aufgegeben und konnte sich immer wieder herankämpf­en. Wir haben am Ende aber die Big Points gemacht und das Spiel entschiede­n“, sagte der Neu-jenaer.

Die Partie begann zunächst mit Vorteilen für Medipolis. Und das trotz der verletzung­sbedingten Ausfälle von Alex Herrera, Vuk Radojicic und Jonathan Kazadi. Das 21:15 nach einem 6:0-Lauf schockte aber dem Prob-meister keineswegs. Drei Dreier in sechzig Sekunden brachten Bochum nach vorn. Mit 26:23 gingen die Gastgeber jubelnd ins zweite Drittel. Dort konnte sich keine Mannschaft absetzen. Der MSC lag nun 48:45 vorn. In die zweite

Hälfte stürmte dann aber Jena davon, enteilte innerhalb von nur zwei Minuten bis auf 60:48. Doch gar nichts war entschiede­n. Die Bochumer bissen bei ihrem ersten Zweitliga-spiel ihrer Vereinsges­chichte vor allem durch Hicks (20 Punkte) immer wieder zurück.

Jenas Defensive lässt nach der Halbzeit nur 26 Bochumer Punkte zu

Das 65:57 zum Ende des dritten Viertels machte Jena Mut. Selbst wenn die Gastgeber noch einmal mit 68:71 auf drei Punkte herankamen, ließen sich Kapitän Julius Wolf und seine Kollegen diesen Sieg zum 91:74 nicht mehr entreißen. Wolf (21) und Thomas (15) trafen sicher, Simmons führte clever Regie.

Rückblicke­nd hat unsere Defense im Verlauf der zweiten Halbzeit schon ganz gut funktionie­rt. In dieser Phase haben wir nur 26 Bochumer Punkte zugelassen. Das war letztlich der Grundstein zu unserem verdienten, ersten Saisonsieg, auf den wir in den kommenden Wochen aufbauen können“, sagte Wolf voller Optimismus.

In der Tabelle liegen die Thüringer hinter Leverkusen (Karslruhe 101:71) und mit Paderborn punktund korbgleich auf Platz zwei. Am kommenden Samstag (19 Uhr) dürfen die Jenaer Fans dann wieder ihr Team in eigener Halle anfeuern. In der Sparkassen-arena warten die Nürnberg Falcons, die zum Auftakt Artland mit 74:71 bezwangen.

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FOTO: RAINER RAFFALSKI / FUNKE FOTO SERVICES Jenas Brandon Thomas (links gegen Björn Rohwe) musste sich hart durchsetze­n, um 15 Punkte zu erzielen.

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