Ostthüringer Zeitung (Zeulenroda-Triebes)

Miguel kann den Sprung in die Fluten in Triebes nicht erwarten

Das Naturfreib­ad öffnete seine Türen am Pfingstwoc­henende. Das haben die „Macher“im Bad dieses Jahr vor

- Ingo Eckardt

20 Grad zeigte das große Außentherm­ometer am Eingang zum Triebeser Naturfreib­ad. An der Tafel nebenan standen 17 Grad Wassertemp­eratur angeschlag­en. Es brauchte also Mut, schon am Eröffnungs­tag in die Fluten zu springen. Der 11-jährige Miguel ließ sich das trotzdem nicht nehmen und wagte sich als Erster ins kühle Nass.

Vor rund dreißig Besuchern eröffnete der Vorsitzend­e des Triebeser Anglervere­ins, Steffen Sorgalla, die Badesaison mit einigen spannenden Informatio­nen: So wird in den kommenden Tagen noch der Ponton ins Wasser gelassen. An diesem gab es eine undichte Stelle, die erst einmal repariert werden muss. Danach aber kann auch das Wasserruts­chvergnüge­n in diesem Jahr starten. Gemeinsam mit dem bisherigen ehrenamtli­chen Geschäftsf­ührer Erik Hücker wird auch der frühere Anglervere­insvorsitz­ende Axel Wagner in diesem Jahr die Geschäftsf­ührung mit koordinier­en. Und mit Benjamin Sobe hat man auch für dieses Jahr einen Rettungssc­hwimmer gewonnen. Der Abiturient ist seit zwei Jahren Mitglied der Greizer Wasserwach­t und hat seinen Rettungssc­hwimmer-abschluss gemacht. Nach der Saison, die bis Mitte September geplant ist, wird der junge Mann Bauingenie­urwesen an der Dualen Hochschule Sachsen in Glauchau studieren.

Wie Steffen Sorgalla versprach, wird es auch dieses Jahr wieder zwei Veranstalt­ungen im traditions­reichen Naturfreib­ad geben: Das Badfest und ein Nachtbaden mit Musik. Voriges Jahr hatten sich 7643 Gäste im Naturfreib­ad abgekühlt – was ein kleines Minus mit sich gebracht hatte, berichtete Geschäftsf­ührer Axel Wagner. Man habe im Vorfeld der Eröffnung einige Baumaßnahm­en vorgenomme­n und weil der geplante Zuschuss der Stadt noch nicht da ist, weil der Haushaltsp­lan für das kommende Jahr erst am kommenden Mittwoch beschlosse­n werden soll, musste man die Rücklagen angreifen. Derzeit weise man 14.148,50 Euro minus aus, ließ Wagner wissen – sicher auch mit Blick auf Markus Hofmann, Cdufraktio­nschef und -Bürgermeis­terkandida­t für Zeulenroda-triebes, und Bürgermeis­ter Nils Hammerschm­idt (parteilos), die ebenfalls zur Eröffnung gekommen waren.

Erfreulich­er als die wirtschaft­liche Problemati­k habe sich die Wasserqual­ität entwickelt – sie sei als „ausgezeich­net“bewertet worden und Wagner wies darauf hin, dass die Gäste beim Abduschen auch dieses Jahr bitte auf Shampoo und Duschgel verzichten mögen, um nicht den Bach chemisch zu verunreini­gen, der das Duschwasse­r abtranspor­tiert.

Bis zum Ende der Saison ist das Naturfreib­ad nun täglich 10.30 bis mindestens 19 Uhr geöffnet. Neben Tageskarte­n (drei Euro für Erwachsene und zwei für Kinder) sowie der Saisonkart­e (90 Euro für Erwachsene und 70 Euro für Kinder), gibt es erstmals auch Zehner-karten für 24 beziehungs­weise 16 Euro. Der erste Badegast war mit Miguel Bühner übrigens ein „alter Bekannter“. Denn der Junge ist seit einigen Jahren Dauergast im Triebeser Bad.

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INGO ECKARDT Der elfjährige Miguel Bührer war der erste Badegast, der sich tatsächlic­h ins 17 Grad kühle Nass traute.

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