Ostthüringer Zeitung (Zeulenroda-Triebes)

Satter Orchesters­ound und tolle Solisten vor einer Traumkulis­se

Rund 5500 Besucher haben am Sonntag „Rock Classics“an der Göltzschta­lbrücke erlebt

- Ingo Eckardt

Es war einmal mehr das prägende Musikereig­nis zu Pfingsten im Vogtland: Rund 5500 Zuschauer ließen sich nicht vom vorhergesa­gten Regen abschrecke­n und lauschten, mal andächtig, mal feiernd, den Klängen von „Rock Classics“2024.

Und auch die neue Auflage brillierte vor dem atemberaub­enden Göltzschta­lbrücken-ensemble mit einem satten Orchesters­ound der Vogtland-philharmon­ie Greiz/reichenbac­h, stimmgewal­tigen Solisten, einer Band mit Rock-genen, Background-sängerinne­n, die jeden Solisten zum Strahlen brachten und vier Tänzerinne­n, die für visuelle Reize sorgten.

Durch das Programm führten Philharmon­ie-chef Stefan Fraas und Sängerin Jasmin Graf, Stargäste waren Rockröhre Julia Neigel und Voice-senior-gewinner Dan Lucas, der mexikanisc­he Tenor Victor Campos-leal und die deutschame­rikanische Sopranisti­n Annika Rioux, die René-möckel-band sorgte für den Rock-sound und das Trio „Voc-a-bella“für Background­klangteppi­che der Superlativ­e.

Diese Hits kamen beim größten Open Air im Vogtland zu Gehör

Mit Jenkins „Palladio“-bearbeitun­g startete die neue Auflage der „Rock Classics“und rund zweieinhal­b Stunden lang tobte das Geschehen zwischen Klassik und Rock an der Göltzschta­lbrücke. Moderator und Dirigent Stefan Fraas sorgte anfangs mit einem schönen Wortspiel für Freude bei den Besuchern, die augenschei­nlich den Regen nicht fürchteten: „Das mit dem Wetter heute kommt davon, wenn Pfingsten im Mai liegt, aber wir dürfen das. Wir haben das Mandat für Mai“, spielte er auf den in der Region höchst umstritten­en ZDF-FILM an, der am Fuße der Göltzschta­lbrücke zu größten Teilen gedreht wurde.„beds are burning“von Midnight Oil interpreti­erte Julia Neigel unfassbar rauchig gleich zu Beginn, es folgte „Help“von den Beatles, gesungen von Dan Lucas und Sias „Alive“, das Jasmin Graf ins Publikum schmettert­e. Sopranisti­n Annika Rioux brillierte mit der Zauberflöt­en-arie der „Königin der Nacht“und die drei Damen von Voc-a-bella bekannten „I‘ve got the music in me“von der Kiki Dee Band.

Gänsehaut zauberte mit der Bearbeitun­g von Annie Lennox‘ „Why“Rockröhre Julia Neigel auf die Haut der Besucher. Das war nicht nur dem fiesen Nieselrege­n bedingt, der auch die Sängerin vorn auf dem Bühnen-laufsteg trotzte – aus „Solidaritä­t mit Euch“, rief sie ins Publikum. Dan Lucas konnte mit Meat Loafs „I would do anything for love“ebenso begeistern wie Victor Campos-leal mit „O sole mio“und Jasmin Graf im Style von Adele mit „Someone like you“. Einen absoluten Knaller landete dann wieder Julia Neigel, die Allanah Myles „Black Velvet“sang.

Nach der Pause folgten „Run for you“von Whitney Houston mit Jasmin Graf, „Joyful, joyful“, ein Gospel von „Voc-a-bella“und einem „Froh, dass es Dich gibt“aus dem

Album „Neigel neu“, gesungen von Julia Neigel im silbernen Pailletten­kleid. Madonnas Superhit „Frozen“folgte, wobei die Tänzerinne­n von „love4dance“ihre Grazilität bewiesen. „No routs“besangen die „Voc-abella“-damen und mit dem berühmten „Nessum dorma“sorgte Victor Campos-leal für Jubelstürm­e im Publikum. Julia Neigel schmettert­e in einer ganz besonderen Form auch „Nothing else matters“von „Metallica“über die Köpfe der Besucher – eingebette­t in einen knalligen Sound von Orchester und Band. Dan Lucas begeistert­e mit „Dont stop believin“von Journey und den krönenden Abschluss bildete ein Duett von Jasmin Graf und Julia Neigel, die gemeinsam den Ac/dc-kracher „You should be all night long“intonierte­n. Nach dem

üblichen Dank wurde gemeinsam der Status-quo-hit „Rockin all over the world“auf die Bühne gestellt.

Ohne Zugaben geht es nicht ab an der Göltzschta­lbrücke

Doch natürlich folgten auch noch einige Zugaben: „Time to say goodbye“intonierte­n die beiden Klassiksta­rs. „Thunderstu­ck“von AC/DC brachten die Band, das Orchester und die „Voc-a-bella“-damen zu Gehör, und auch auf den „Highway to hell“begaben sich die Künstler zum guten Schluss noch einmal – inklusive einem wild headbangen­den Star-tenor Campos-leal, der hier bewies, dass er im Herzen ein Rocker ist. Am 7. Juni 2025 steht das nächste „Rock Classics“auf dem Plan. Die Tickets kann man bereits ab sofort erwerben

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 ?? INGO ECKARDT / FUNKEMEDIE­N THÜRINGEN ?? Links: Die Tänzerinne­n von love4dance. Rechts: Stargast des Abends war Julia Neigel, die Ende der 80-er Jahre mit „Schatten an der Wand“ihren ersten Hit hatte und seither als Rockröhre aus dem Musikgesch­äft kaum wegzudenke­n ist. Mehr Bilder und Video: www.otz.de
INGO ECKARDT / FUNKEMEDIE­N THÜRINGEN Links: Die Tänzerinne­n von love4dance. Rechts: Stargast des Abends war Julia Neigel, die Ende der 80-er Jahre mit „Schatten an der Wand“ihren ersten Hit hatte und seither als Rockröhre aus dem Musikgesch­äft kaum wegzudenke­n ist. Mehr Bilder und Video: www.otz.de
 ?? INGO ECKARDT (3) ?? Rund 5500 Besucher haben bei regnerisch­em Wetter die Neuauflage von „Rock Classisc“vor der atemberaub­enden Kulisse der größten Ziegelstei­nbrücke der Welt erlebt.
INGO ECKARDT (3) Rund 5500 Besucher haben bei regnerisch­em Wetter die Neuauflage von „Rock Classisc“vor der atemberaub­enden Kulisse der größten Ziegelstei­nbrücke der Welt erlebt.

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