06 Be­we­gung er­zeu­gen

Ma­chen Sie pas­si­ve Be­trach­ter mit Hil­fe von Füh­rungs­li­ni­en zu ak­ti­ven Teil­neh­mern.

Outdoor Fotografie - - Grundlagen - Dan Ball­ard, Land­schafts­fo­to­graf

Das Maß an Au­gen­be­we­gun­gen durch ein Bild be­trach­te ich als ei­nen wich­ti­gen In­di­ka­tor da­für, wie ge­lun­gen und in­ter­es­sant ein Bild ist. Ein Bild mit viel Be­we­gung fes­selt die Auf­merk­sam­keit des Be­trach­ters und lässt ihn das Bild län­ger be­trach­ten – so bleibt es auch bes­ser in Er­in­ne­rung.

Ein tol­le Me­tho­de, um die­se Be­we­gung zu er­zeu­gen, be­steht in der Ver­wen­dung von Füh­rungs­li­ni­en. Die­se lei­ten den Blick in das Bild hin­ein und füh­ren ihn durch das ge­sam­te Mo­tiv. Sie las­sen sich auch gut da­zu nut­zen, um den Blick von ei­nem auf ein an­de­res Ele­ment zu len­ken. Sie kön­nen da­zu zum Bei­spiel nach Pfa­den, Baum­rei­hen, Flüs­sen, Ka­nä­len oder auch nach Li­ni­en an Ge­bäu­den (wie et­wa ver­ti­ka­le oder ho­ri­zon­ta­le Fens­ter­rei­hen) Aus­schau hal­ten. Aber selbst Far­bän­de­run­gen in­ner­halb ei­nes ein­zel­nen Ob­jekts kön­nen sol­che Füh­rungs­li­ni­en bil­den.

Be­we­gung kön­nen Sie auch durch die Art der An­ord­nung der Bild­ele­men­te er­zeu­gen. Der lee­re Raum zwi­schen den zwei (oder drei) Haupt­ele­men­ten ei­ner Sze­ne­rie be­ein­flusst die Wei­se, in der das Au­ge des Be­trach­ters sich durch das Bild be­wegt. Lie­gen die Ele­men­te dicht bei­ein­an­der, ent­we­der ne­ben- oder über­ein­an­der, gibt es we­nig Be­we­gung, weil der Be­trach­ter sie gleich­zei­tig an­schau­en kann. Lie­gen sie an ge­gen­über­lie­gen­den Sei­ten des Bil­des, muss das Au­ge den gan­zen Weg durch das Bild hin­durch wan­dern, um zum zwei­ten Ele­ment zu ge­lan­gen. So ent­steht Be­we­gung, und das Bild wirkt auf den Be­trach­ter in­ter­es­san­ter.

„ Ein Bild mit viel Be­we­gung fes­selt die Auf­merk­sam­keit des Be­trach­ters, so­dass die­ser das Bild auch län­ger be­trach­tet.“

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