TIPP VOM PRO­FI MICHA­EL BREI­TUNG

Outdoor Fotografie - - Projekte -

„Es gibt nichts Är­ger­li­che­res als Spu­ren im Sand di­rekt vor der Ka­me­ra. Oft hin­ter­lässt man die­se als Fo­to­graf selbst, wäh­rend man nach ei­nem ge­eig­ne­ten Stand­ort für das per­fek­te Fo­to sucht. Wenn man Glück hat, las­sen sich die Spu­ren nach­träg­lich aus dem Fo­to her­aus­re­t­u­schie­ren. Das be­deu­tet je nach­dem aber viel Ar­beit. Bes­ser ist es, den Stand­ort vor­her zu er­kun­den. Idea­ler­wei­se fin­det die­se Er­kun­dungs­tour am Tag zu­vor oder we­nigs­tens ei­nen Ge­zei­ten­zy­klus frü­her statt. So kann die Flut hin­ter­las­se­ne Spu­ren wie­der weg­wi­schen. Beim Fo­to der Whis­ky Bay in Aus­tra­li­en war ich schon am Abend vor­her vor Ort. Ne­ben ei­ner idea­len Rou­te über die Fel­sen konn­te ich so vor­ab se­hen, wie weit die Flut am nächs­ten Abend fort­ge­schrit­ten sein wür­de – ich muss­te le­dig­lich noch die zeit­li­che Ver­schie­bung mit ein­rech­nen. Dann kam auch noch et­was Glück da­zu und der Strand war an dem Shoo­ting­a­bend men­schen­leer. Doch auch wenn man zu Son­nen­un­ter­gang nicht al­lei­ne ist, hilft es, den ge­wünsch­ten Stand­ort schon vor­her zu ken­nen: Denn die meis­ten Men­schen ma­chen ger­ne ei­nen klei­nen Bo­gen um den Ort, wenn man sie nett fragt. Und je wei­ter ent­fernt die Spu­ren sind, des­to leich­ter las­sen sie sich spä­ter aus dem Bild her­aus­re­t­u­schie­ren.“

„Son­nen­un­ter­gän­ge wie die­ser sind eher die Aus­nah­me. Um­so glück­li­cher war ich, ihn an ei­nem so wun­der­schö­nen Ort er­le­ben zu dür­fen.“

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