Tipps zum Um­gang mit der DSGVO

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1 Web­site che­cken. Stimmt das Impressum in recht­li­cher Hin­sicht? Sind mei­ne Da­ten­schutz­er­klä­rung, mein Kon­takt­for­mu­lar, mein E-mail-news­let­ter Dsgvo-kon­form? Set­ze ich Tools wie Goog­le Ana­ly­tics rich­tig ein? Auf https://law­li­kes.de gibt es ei­ne kos­ten­lo­se Check­lis­te zum Down­load. 2 Vor­sicht bei Ge­ne­ra­to­ren für die Da­ten­schutz­er­klä­rung! Wer nur ei­ne klei­ne Web­site oh­ne vie­le So­ci­al-media-plug-ins und Ana­ly­se­tools hat, macht mit den von di­ver­sen Rechts­an­wäl­ten kos­ten­los zur Ver­fü­gung ge­stell­ten Da­ten­schutz­er­klä­rungs­ge­ne­ra­to­ren nichts ver­kehrt – vor­aus­ge­setzt, er weiß, dass die Haf­tung nur bei ihm selbst liegt und er auch für Ak­tua­li­sie­run­gen ver­ant­wort­lich ist. In Haf­tungs­fra­gen bes­ser sind die kos­ten­pflich­ti­gen Ge­ne­ra­to­ren, ganz auf Num­mer si­cher geht man mit ei­ner in­di­vi­du­el­len Da­ten­schutz­er­klä­rung, die man von ei­nem An­walt for­mu­lie­ren lässt. 3 Sta­tus klä­ren. Wer für sei­nen Kun­den ei­ne Web­site nicht nur ge­stal­tet, son­dern auch be­treut und ent­spre­chend Log-in-da­ten und da­mit Zu­griff auf die Da­ten von des­sen Kun­den hat, ist Auf­trags­ver­ar­bei­ter und braucht ei­nen Auf­trags­ver­ar­bei­tungs­ver­trag. Für ab­han­den ge­kom­me­ne Kun­den­da­ten haf­ten näm­lich seit der DSGVO bei­de, Auf­trag­ge­ber und Auf­trags­ver­ar­bei­ter. 4 Kei­ne Rechts­be­ra­tung an­bie­ten. Es ist völ­lig in Ord­nung, dem Kun­den zu sa­gen, wel­che Plug-ins er nut­zen kann und wel­che nicht. Oder ihn auf das Pro­blem mit Goog­le Fonts hin­zu­wei­sen. Ei­nen DSGVO- Check der Web­site soll­te man als Krea­ti­ver aber nicht an­bie­ten: Rechts­be­ra­tung ist An­wäl­ten vor­be­hal­ten. 5 Vi­si­ten­kar­ten nicht of­fen lie­gen las­sen. Schö­ne Kar­ten zu sam­meln ist wei­ter­hin okay, of­fen her­um­lie­gen dür­fen sie aber nicht. Denn auch das sind per­so­nen­be­zo­ge­ne Da­ten. 6 Ver­schwie­gen­heits­er­klä­run­gen auf­set­zen. Von al­len, die im Bü­ro oder im Ho­me­of­fice um ei­nen her­um­sprin­gen, soll­te man ei­ne Ver­schwie­gen­heits­ver­pflich­tung un­ter­zeich­nen las­sen. Denn laut DSGVO muss man für Ver­trau­lich­keit sor­gen. Ei­ne sol­che Er­klä­rung lie­fert den Nach­weis da­für. 7 Aus­kunft ge­ben kön­nen. Ein Kun­de möch­te, dass sei­ne Da­ten ge­löscht wer­den, oder er ver­langt Aus­kunft dar­über, wel­che be­reits vor­lie­gen und was mit ih­nen pas­siert – das wird in Zu­kunft öf­ter vor­kom­men. Je­de An­fra­ge muss be­ant­wor­tet wer­den, und zwar so­fort. Hilf­reich kann es sein, sich recht­zei­tig ei­nen Pro­zess zu über­le­gen und zu eta­blie­ren. Ein Mus­ter­ant­wort­schrei­ben kann man un­ter https://law­li­kes.de/aus­kunfts­ver­lan­gen her­un­ter­la­den. Die DSGVO be­trifft je­den, der in der EU per­so­nen­be­zo­ge­ne Da­ten ver­ar­bei­tet. Ne­ben Na­me und Adres­se fal­len dar­un­ter auch Fo­tos, Kre­dit­kar­ten­da­ten, E-mail- oder Ip-adres­sen. In der Re­gel kom­men Krea­ti­ve nicht oh­ne das Ver­ar­bei­ten sol­cher Da­ten aus, et­wa wenn sie E-mail-news­let­ter ver­sen­den, ein Kon­takt­for­mu­lar auf ih­rer Web­site ha­ben, Goog­le Ana­ly­tics oder Face­book-pi­xel ein­set­zen oder ei­ne Kun­den­da­tei füh­ren – di­gi­tal oder ana­log.

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