Vi­si­ten­kar­ten – Pflicht, Kür oder ab in die Ton­ne?

Das den­ken Krea­ti­ve über die meist recht­ecki­gen Kärt­chen

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● Wir ha­ben zwar Vi­si­ten­kar­ten, nut­zen sie aber kaum. Wer uns kon­tak­tie­ren will, wird es schaf­fen, auf un­se­rer Web­site die E­mail­adres­se her­aus­zu­fin­den. Ich fin­de es ner­vig, von Kon­fe­ren­zen mit Ton­nen von Pa­pier zu­rück­zu­kom­men. Es ist viel ein­fa­cher, den­je­ni­gen gleich in ir­gend­ei­ner So­ci­alPlatt­form hin­zu­zu­fü­gen. Des­halb sam­meln wir kei­ne Vi­si­ten­kar­ten, son­dern schmei­ßen sie weg, so­bald wir die An­ga­ben di­gi­tal er­fasst ha­ben. Fredrik Öst, Co-foun­der von Snask, Stockholm http://snask.com ● In Lin­ke­din oder XING schaue ich mir manch­mal Per­so­nen an, von de­nen ich wis­sen will, wo sie ar­bei­ten. Oder ich nut­ze sie als Mes­sen­ger. Der Aus­tausch von Vi­si­ten­kar­ten sagt hin­ge­gen: Wir ste­hen jetzt in ei­ner Ge­schäft sbe­zie­hung. Da­bei spielt das Aus­se­hen der Kar­te durch­aus ei­ne Rol­le – ge­ra­de bei Krea­ti­ven. Ich fin­de, sie kann ei­ne Men­ge über ih­ren Be­sit­zer aus­sa­gen. Mar­le­ne Ru­dolph, Ux-de­si­gne­rin bei gi­in­co, Wies­ba­den www.gi­in­co.de

http://mar­len­e­ru­dolph.de ● Un­se­re Vi­si­ten­kar­te ist ein klei­nes Päck­chen, ge­füllt mit vie­len Kar­ten, die un­se­re letz­ten Pro­jek­te zei­gen – am En­de ist es die Ar­beit, die zählt. Trotz­dem den­ke ich, dass Web­sites, My­s­pace oder Ins­ta­gram ein gu­ter Er­satz für ge­druck­te Vi­si­ten­kar­ten sind. Lin­ke­din da­ge­gen stellt für mich ei­ne der un­per­sön­lichs­ten For­men dar, sich zu prä­sen­tie­ren – wie ein Piz­za­fly­er, der ei­nem auf­ge­zwun­gen wird. Max Sie­den­topf, Krea­tiv­part­ner bei Kes­sels­Kra­mer, London www.kes­sels­kra­mer.com ● Im­mer öf­ter be­kom­men wir Jobs, bei de­nen gar nichts Ge­druck­tes be­nö­tigt wird. Kurz­mit­tei­lun­gen und Brief­bo­gen ver­lie­ren an Be­deu­tung, und viel­leicht ver­schwin­den auch Vi­si­ten­kar­ten ir­gend­wann. Noch aber sind sie die letz­te Bas­ti­on und zen­tra­les Ele­ment ge­druck­ter Kom­mu­ni­ka­ti­on. Ich mag sie nach wie vor sehr und den­ke, dass sie für je­de Mar­ke un­ver­zicht­bar sind. Simon Man­chip, Grün­der des De­sign­stu­di­os So­meo­ne, London https://so­meon­ein­lon­don.com ● Ich rech­ne nicht da­mit, dass Se­gel­jach­ten, Im­mo­bi­li­en­pro­jek­te oder hoch­wer­ti­ge Be­ra­tungs­leis­tun­gen in Zu­kunft oh­ne ein per­sön­li­ches Ge­spräch zwi­schen min­des­tens zwei Men­schen in Auf­trag ge­ge­ben wer­den. Die Vi­si­ten­kar­te ge­hört ein­fach da­zu und drückt Wert­schät­zung und ei­ne ge­wis­se Ernst­haf­tig­keit aus. Sven Win­ter­stein, In­ha­ber des Print­stu­di­os Let­ter­jazz, Es­sen www.let­ter­jazz.com

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