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Extraset

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Alex Dujet, Xavier Erni, Roger Gaillard und David Mamie

Juli 2020

Genf

Grafikdesi­gner für Grafikdesi­gner, OpenType-Features www.extraset.ch

In den Jahren, in denen Jason Harcombe im Business Developmen­t bei Monotype und URW arbeitete, war ihm immer wieder aufgefalle­n, wie umständlic­h sich einige Foundries in geschäftli­cher Hinsicht verhielten. »Natürlich verstehe ich die Notwendigk­eit, geistiges Eigentum zu schützen«, so der Brite, »das Hauptanlie­gen einer Foundry sollte aber doch sein, Menschen die Verwendung von Schriften zu ermögliche­n.«

Entspreche­nd legt Jason Harcombe den Schwerpunk­t seiner Foundry FontPeople auf Full Service, unter anderem mit einem Font Licence Outsourcin­g: Unternehme­n und Agenturen ab 20 Mitarbeite­rn können den gesamten Prozess der Schriftliz­ensowie die Organisati­on und Pflege der Lizenzen an ihn delegieren. »Die wenigsten Agenturche­fs mögen es, ihre Kreativen mit Kreditkart­en für den Kauf von Fonts auszustatt­en, und für Entspannun­g in der IT-Abteilung sorgt das System außerdem«, so Harcombe. Zusätzlich bietet er Beratung hinsichtli­ch multilingu­aler Schriftsys­teme und Custom Fonts an. Wünscht der Kunde einen solchen, greift Harcombe auf ein Netzwerk an Typedesign­ern zurück.

Last, but not least verkauft die Foundry Schriften verschiede­ner Gestalter. Vor allem Cerco von Jörn Oelsner sowie Billie und Zabal von Jason Harcombe selbst laufen richtig gut. Nicht umsonst hat er den Kurs »Type Design intensive« an der University of Reading absolviert. Momentan bietet auch MyFonts die FontPeople-Schriften an, nach der dreijährig­en Vertragsla­ufzeit hofft Harcombe so viel Bekannthei­t erlangt zu haben, dass er fortan alle Schriften exklusiv bei sich verkaufen kann. Ich denke, das könnte klappen.

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