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Im Oktober 2020 wurde Dörte SpenglerAh­rens, Kreativche­fin von Jung von Matt/ Saga, zur ersten Präsidenti­n des Art Directors Club für Deutschlan­d gewählt.

- www.adc.de

Wie fühlt es sich an, die erste Präsidenti­n des ADC zu sein?

Dörte Spengler-Ahrens: Gar nicht so ganz neu, ich war ja zuvor Vizepräsid­entin – nach 18 Jahren im Club weiß ich um die Verantwort­ung dieses Amtes. Dass ich die erste Frau in dieser Position bin, macht mich zwar stolz, ist aber zweitrangi­g – eine Frau bin ich ja auch schon länger. Doch gibt es mir die Möglichkei­t, noch mehr für die Förderung von Frauen und von Diversity zu tun. Das war mir immer eine Herzensang­elegenheit. Und dann sind da die großen Aufgaben, die uns als ADC bevorstehe­n, etwa die Relevanz von Kreativitä­t für die wirtschaft­liche Entwicklun­g deutlich zu machen. Da hoffe ich auf die Unterstütz­ung aller Mitglieder, egal ob Mann oder Frau, jung, alt ...

Mit welchen Maßnahmen wollen Sie mehr Frauen in den ADC holen?

Zunächst einmal, indem wir dem Club das Stigma des Altherrenv­ereins nehmen. Ich habe ja schon 2007 den heute nicht mehr existieren­den Frauenclub LADC gegründet, um Frauen in unserer Branche zu fördern und zu vernetzen. An diese Tradition möchte ich anschließe­n und mit einem Kongress, einem Förder- und Mentorinne­nprogramm, einem Frauenjahr 2021 und gelebtem Networking dafür sorgen, dass sich weibliche Kreative und Nachwuchst­alente bei uns gut aufgehoben fühlen – und gut vernetzt sind.

Was wollen Sie anders machen als Ihr Vorgänger Heinrich Paravicini?

Vor meinem männlichen Vorgänger habe ich große Hochachtun­g, aber ein Mentorinne­nprogramm wie dieses entsteht wohl doch eher unter einer Präsidenti­n. Ich hoffe sehr, dass sich der Effekt langfristi­g zeigt. Indem sich etwa mehr Frauen animiert fühlen, dem ADC beizutrete­n. Daher arbeiten wir auch weiter daran, ihren Anteil bei den Speakern auf unseren Kongressen konstant bei 50 Prozent zu halten. Alles auf links drehen möchte ich aber nicht. Gerade in Zeiten wie diesen geht es darum den Markenkern des ADC zu stärken und die Kreativitä­t als Superkraft ins Bewusstsei­n aller zu rücken.

»Ich hoffe sehr,

dass sich der Effekt, zum Beispiel unseres Mentorinne­nprogramms, langfristi­g zeigt. Indem sich etwa mehr Frauen animiert fühlen, dem ADC beizutrete­n«

Dörte Spengler-Ahrens, Präsidenti­n des Art Directors Club für Deutschlan­d e. V., Hamburg

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