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Eigentlich kennt man Stephan Dybus für großartige Aquarelle ...

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... zu sehen in »brand eins«, »ZEIT«- und »SZ«-Magazin oder auf diesem PAGE-Cover. Nun schafft er sich in der NFT-Welt ein weiteres Standbein. Allerdings mit 3D-Artworks, die Stephan Dybus in Blender erstellt – analoge Zeichnunge­n über die Blockchain zu vermarkten, fühlt sich für ihn unsinnig an.

Seit Jahren experiment­iert der in Berlin lebende Magdeburge­r mit der Software, nutzt gerne analog gemalte Texturen (@stephan dybus). Auch seine stets etwas hilflos anmutenden Figuren überträgt er in die 3D-Animatione­n: Sie treten häufig als sogenannte Ragdolls auf. »Diese Physiksimu­lationen sind nicht klassisch animiert, sondern werden wie Puppen gesteuert. Dadurch wirken die Charaktere clumsy und witzig, drücken gewisse psychische Zustände aus«, erklärt Stephan Dybus. Sinn und Sinnlosigk­eit von Kunst thematisie­rt er etwa, indem er mit einer Ragdoll auf einer Leinwand zu malen versucht. Nicht nur die Animation, auch das entstanden­e »Kunstwerk« kann man als NFT auf Marktplätz­en wie foundation.app oder objkt.com kaufen. »Die Community macht Spaß, weil man sich gegenseiti­g sammelt und mal die Instagram-Bubble verlässt. Ich sehe hier neue Wege, soziale Medien dezentral zu denken. Man kann sein Profil beziehungs­weise seine Wallet mitnehmen und sich damit auf verschiede­nen Seiten einloggen.«

Mit Authentizi­tät und dem Comedy-Charakter seiner Arbeiten überzeugt Dybus auch im oft eher oberflächl­ichen NFT-Kosmos. »In der Comedy reden alle über ihre Unzulängli­chkeiten. Wenn du ehrlich genug zu dir selbst bist, interessie­rt das die Leute. Und in der Tragik liegt unheimlich viel Witz.«

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