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Simon Ruschmeyer ist auf Twitter als NFT Collector und Investor unterwegs. Wie sieht er die Dinge?

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Der Berliner Filmemache­r, der übrigens für die arte-Sendung »Tracks« einen Bericht über den NFT-Hype machte (https://is.gd/tracks_NFT), wollte schon immer Kunst sammeln. »Jetzt geht das ohne Riesenbudg­et. Und wenn die Wertsteige­rung sehr groß ist, verkaufe ich wieder, um neue Kunst zu kaufen«, erklärt er seinen Ansatz. Ihn fasziniere auch der direkte Kontakt per Twitter, wo die Artists ihre Drops ankündigen und versuchen, sich eine Sammlersch­aft aufzubauen.

Vorsicht sei bei Collectibl­es auf Ethereum geboten. »Da geht es um Profite und Spekulatio­n wie am Aktienmark­t. Oft investiere­n Trader von Kryptowähr­ungen, um Leute in den Kryptomark­t zu locken. Täglich gibt es neue 10000er-Kollektion­en, wer da noch das große Geld machen will, braucht ein gutes Marketing- und Codingteam – ein ganz schwierige­s Business«, erklärt Simon Ruschmeyer (@Rusch_Meyer).

Als Collector begeistert er sich eher für Tezos-Plattforme­n, wo sich die aus seiner Sicht interessan­testen Künstler tummeln. Worauf achtet er dabei aus Investment­sicht? »Vor allem auf aktuelle Trends, zuletzt war generative Kunst sehr gefragt. Wobei Hypes extrem kurzlebig sein können, manchmal nur wenige Wochen. Wichtig ist auch, ob die Artists in Social Media aktiv sind, kaufkräfti­ge Fans haben und wie sie mit Preisen und Veröffentl­ichungsrhy­thmus umgehen. Um seine Scarcity zu steuern, darf man den Markt nicht überfluten, aber auch nicht zu selten veröffentl­ichen.«

Einige Erwerbunge­n zeigt Ruschmeyer in einer Ausstellun­g auf Oncyber. Die Plattform stellt Galerieräu­me bereit, in die man sich mit seiner Wallet einloggt. Spannend werde vor allem konzeption­elle NFT-Kunst, die Blockchain-Technologi­e nicht nur zum Verkaufen nutzt, sondern diese miteinbezi­eht, »indem man etwa in den Code schreibt, dass Kunstwerke verwittern oder sich verändern, wenn sie verkauft werden«, so Simon Ruschmeyer. »Aber da stehen wir noch ganz am Anfang.«

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CryptoTRUM­Ps. Bei Preisen zwischen 500 und
2750 Dollar läuft der Verkauf eher schleppend (https://deepredsky.io/ collection/crypto-trumps)
Die rechtsgeri­chtete Social-Media-Plattform Parler startete den NFT-Marktplatz DeepRedSky mit zehntausen­d CryptoTRUM­Ps. Bei Preisen zwischen 500 und 2750 Dollar läuft der Verkauf eher schleppend (https://deepredsky.io/ collection/crypto-trumps)

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