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SCHNELL HANDELN

Einfach mal was ausprobier­en, statt endlos zu testen – mit dieser Strategie fährt KoRo bislang sehr gut

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Ein rasantes Wachstum legt KoRo hin, die Marke verkauft vor allem Nüsse, Trockenfrü­chte und Snacks in größeren Einheiten – und spart auf diese Weise rund 30 Prozent Verpackung gegenüber konvention­ellen Kleinpacku­ngen. Lag der Umsatz 2019 noch bei fünf Millionen Euro, kletterte er 2020 auf 20 Millionen und 2021 auf 62 Millionen, die Zahl der Mitarbeite­nden stieg auf rund 350, seit März dieses Jahres sind drei neue Investoren an Bord. Bekannt geworden ist KoRo vor allem durch Influencer­Marketing, und das ist auch heute noch eine wichtige Säule. Europaweit arbeitet das Unternehme­n mit rund 600 Influencer:innen zusammen.

Für den Vertrieb nutzt KoRo vor allem den eigenen Onlineshop, ist seit Kurzem aber auch im stationäre­n Handel zu finden, etwa bei Edeka, Müller, Budni oder dm – mit deutlich kleineren Packungsgr­ößen, im wahrsten Sinne des Wortes zum Anfüttern. Denn die Hemmschwel­le, im Internet ein Kilo Nüsse oder fünf Kilo Datteln zu bestellen, ohne sie vorher probiert zu haben, ist recht groß. Das gesamte Packaging Design, Fotos und Videos entstehen bei KoRo inhouse, nur gelegentli­ch kommen Freelancer:innen dazu. Gleiches gilt für die Bereiche PR, Marketing und Datenerfas­sung.

Statt sich zu stark auf bestimmte Zielgruppe­n festzulege­n und endlos Tests zu fahren, probiert das Unternehme­n viel aus, verbucht mögliches Scheitern als Lernerfahr­ung – und hat dadurch genau die Flexibilit­ät und Schnelligk­eit, die D2CMarken auszeichne­n. Kürzlich etwa entwickelt­e KoRo eine erfolgreic­he Kampagne für Facebook und Instagram rund um das Thema Ramadan, die spezifisch­e Produkte wie Datteln und Couscous bewarb. Eine gute Idee, denn die relativ große muslimisch­e Gemeinscha­ft in Deutschlan­d wird von Standard lebensmitt­elmarken eher wenig beachtet. Für dieKoRo Co mm unity gibt es einen Blog rund ums Thema Essen sowie ein viermal im Jahr erscheinen­des Magazin, das nur ganz am Rande mit der Marke zu tun hat. Mehr investiere­n will man künftig in physische Events, sponserte kürzlich etwa den Berliner Frauenlauf.

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Packagings, Fotos, Videos – bei KoRo entsteht alles inhouse. Als Models müssen da schon mal die eigenen Mitarbeite­r:innen herhalten.
Die Community der in Deutschlan­d lebenden Muslime sprach KoRo mit einer Facebook- und Instagram-Kampagne an, die sich dem Thema Ramadan widmete.
All in Packagings, Fotos, Videos – bei KoRo entsteht alles inhouse. Als Models müssen da schon mal die eigenen Mitarbeite­r:innen herhalten. Die Community der in Deutschlan­d lebenden Muslime sprach KoRo mit einer Facebook- und Instagram-Kampagne an, die sich dem Thema Ramadan widmete.
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