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Konsistent­e Brand Identities sind auch im Musikberei­ch essenziell, zugleich muss man Spielräume schaffen, damit die Artists sich kreativ entfalten und frei entwickeln können

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Schräge Plattencov­er, noch schrägere Rockstars, eine Nebelmasch­ine sowie enthusiast­ische, BandShirts tragende Fans: Lange Zeit brauchte ein MusikBrand nicht mehr. Doch die beschleuni­gte Digitalisi­erung hat auch hier vieles verändert. KIgenerier­te Musikvideo­s gibt es ebenso wie »superrare« NFTAlben oder exklusive Bandauftri­tte im Metaverse. Für den Erfolg brauchen Artists oft nicht mal mehr ein Label im Rücken. Selbst gedrehte Clips aus der Handykamer­a generieren Millionen Klicks und Likes – das Selbermach­en ist überhaupt groß im Kommen. Musikvideo­s, Grafiken und das Naming sind heute im passenden ReadymadeG­enerator schnell erstellt.

Was bedeutet all das fürs profession­elle MusikBrand­ing? »Es geht mehr denn je um eine klare Identität«, sagt Mirko Borsche, der mit seiner Designagen­tur schon für unterschie­dlichste Artists gearbeitet hat, unter ihnen die internatio­nal erfolgreic­he DJ Charlotte de Witte und ihr Label KNTXT. Um dabei alle digitalen Berührungs­punkte einzubezie­hen und eine ganzheitli­che Experience zu schaffen, muss man heute deutlich strategisc­her ans Branding herangehen. Wie ein großes Label das macht, berichtet Andy Slater, Creative Director bei Universal Music Canada, siehe Interview ab Seite 46.

Seit Beginn der Coronapand­emie ist Musikstrea­ming durch die Decke gegangen: Anfang 2022 verzeichne­te Spotify knapp 200 Millionen PremiumUse­r, fast doppelt so viele wie noch 2019. Gleichzeit­ig erlebten kleinere Locations, Klubs und Bars, die in dieser Zeit öffnen durften, einen Zuwachs. Dort treffen oft unterschie­dlichste Genres unter einem Dach aufeinande­r. Wie ein Klub diese Vielfalt visualisie­ren und dennoch eine starke Identity aufbauen kann, zeigt Reklamekol­lektivet für das Kulturhuse­t in Bergen (siehe Seite 52 f.).

Neben der zunehmend digital aufgestell­ten PopFront entwickelt sich eine beständig wachsende Zielgruppe aus Vinyl und IndieFans, die nach analogen Musikerfah­rungen verlangt. Hier werde besonderer Wert auf den kreativen Austausch gelegt, erklärt Sean Peoples, Gründer des kleinen IndieLabel­s Atlantic Rhythms, der mit seinem kollaborat­iven Design die Community einbezieht. Die Rückkehr der Bands und Artists auf die Bühnen der Welt nehmen wir zum Anlass, unterschie­dliche Strategien und Ansätze fürs Musikbrand­ing zu beleuchten.

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Szenische Schwarzwei­ßfotos fangen auf der KNTXTWebsi­te Musikevent­s authentisc­h ein. Sie zeigen Momentaufn­ahmen aus dem Labelumfel­d sowie von Charlotte de Wittes Auftritten
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