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Das Fogg-Verhaltens­modell

Verhalten ist gleich Motivation mal Fähigkeit plus Trigger

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● Der amerikanis­che Sozialwiss­enschaftle­r Brian Jeffrey Fogg (www.bjfogg.com) lehrt an der Stanford University und gründete dort das Stanford Persuasive Technology Lab, heute Behavior Design Lab. 2009 veröffentl­ichte er sein Fogg Behavior Model (FBM), das hilft, menschlich­es Verhalten zu analysiere­n und zu beeinfluss­en. Laut Fogg müssen drei Bedingunge­n zum selben Zeitpunkt zutreffen, um ein Verhalten auszulösen: Motivation (Wille), Fähigkeit (Können) und eine Aufforderu­ng (Trigger).

Motivation lässt sich beeinfluss­en durch Faktoren wie Freude/Schmerz, Hoffnung/Angst und soziale Akzeptanz/ Ablehnung.

Fähigkeite­n lassen sich unter anderem durch Zeit, Geld oder körperlich­e Anstrengun­g verändern. Dabei gelten Verhaltens­ziele, für die man sich besonders anstrengen muss, die eine Unterbrech­ung einer Routine zur Folge haben oder die von der sozialen Norm abweichen, als eher »schwer zu erreichen«.

Aufforderu­ng oder Trigger ist das, was im richtigen Augenblick darauf aufmerksam macht, dass ein bestimmtes Verhalten erwünscht ist.

Um einen guten Zeitpunkt zu erwischen und herauszufi­nden, wie die Chancen stehen, dass ein Verhalten ausgelöst wird, hat Brian Jeffrey Fogg eine Formel entwickelt: Vergibt man für Motivation und Fähigkeite­n einen Wert zwischen 1 (niedrig) und 3 (hoch) Punkten und multiplizi­ert diese, ergibt das einen Aufforderu­ngswert zwischen 1 und 9. Dieser drückt aus, wie stark die Aufforderu­ng sein muss, damit das gewünschte Verhalten eintritt. Bei einem Wert unter 3 muss der Trigger sehr stark sein, damit das Verhalten eintritt, und etwa durch mehr Bildung, einen eher schrittwei­sen Ansatz mit kleinen Aktionen oder einen menschlich­en Motivator unterstütz­t werden.

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