Ak­ti­on

Mit weit über 30.000 Te­ra­byte an Da­ten ist das Use­net wohl das welt­weit größ­te Da­tei­ar­chiv. Die Platt­form gilt als ei­ne si­che­re und vor al­lem su­per­schnel­le Al­ter­na­ti­ve zu Tausch­por­ta­len.

PC Magazin - - Inhalt - Hans Bär

50 GBy­te Down­load bei Pre­paid Use­net

Das Use­net er­freut sich seit Jahr­zehn­ten un­ge­bro­che­ner Be­liebt­heit. Na­he­zu al­le In­hal­te, die in di­gi­ta­ler Form vor­lie­gen, las­sen sich dort fin­den. Wir er­klä­ren, was es mit dem Use­net auf sich hat, was es dort zu fin­den gibt und was man be­ach­ten muss. Wer das Use­net als Down­load-Qu­el­le be­trach­tet, muss nor­ma­ler­wei­se Geld aus­ge­ben: Um auf das rie­sen­gro­ße Archiv zu- zu­grei­fen, ent­schei­det man sich zu­erst für ei­nen der zahl­rei­chen Use­net-An­bie­ter – in der Re­gel mit ei­ner Da­ten-Flat­rate. Wer erst ein­mal kein Geld aus­ge­ben will, kann da­zu den 50-GBy­te-Gut­schein von Pre­paid-Use­net ver­wen­den, mehr da­zu wei­ter un­ten. Dar­über hin­aus ist ei­ne spe­zi­el­le Zu­gangs­soft­ware er­for­der­lich – der News­re­a­der. Die­sen kann man sich im Grun­de als ei­nen spe­zi­el­len Down­load-Ma­na­ger für das Use­net vor­stel­len. Im­mer mehr Use­net-Pro­vi­der wie News­hos­ting oder Gi­ga­news stel­len ih­ren Kun­den ei­ne sol­che Soft­ware gra­tis zur Ver­fü­gung. Es gibt wei­te­re kos­ten­lo­se Al­ter­na­ti­ven wie alt.binz, Gra­bit oder ­Hol­meZ. Die Be­son­der­heit von Hol­meZ ist, dass das Tool ein­fach ge­hal­ten ist und den­noch über ei­ne aus­ge­zeich­ne­te Such­funk­ti­on ver­fügt.

Letz­te­res ist oft ein Pro­blem bei der Use­ne­tNut­zung, wes­halb vie­le Down­load-Tools mit in­te­grier­ter Such­funk­ti­on wie News­lee­cher ( news­lee­cher.com) oder News­bin Pro ( news­bin.com) kos­ten­pflich­tig sind. Ei­ne zwei­te Mög­lich­keit, um im Use­net ge­pos­te­te Bi­när­da­tei­en kos­ten­los zu fin­den, führt über spe­zi­el­le Web­sei­ten wie NZBIn­dex, Bin­se­arch und NZBKing. Die grund­le­gen­de Funk­ti­ons­wei­se ist iden­tisch: Der Nut­zer gibt den Such­be­griff ein und star­tet die Re­cher­che. In der Lis­te der Fund­stel­len wählt er den pas­sen­den Ein­trag aus und klickt auf ei­ne Schalt­flä­che oder ei­nen Hy­per­link, um ei­ne so­ge­nann­te NZB-Da­tei zu er­zeu­gen und auf sei­nen Rech­ner zu la­den. In die­ser Da­tei sind al­le wich­ti­gen An­ga­ben in Text­form ge­spei­chert, dar­un­ter News­groups und He­a­der. An­hand die­ser NZB-Da­tei weiß das News­re­a­der-Pro­gramm dann ganz ge­nau, wel­che In­hal­te aus wel­chen Grup­pen her­un­ter­ge­la­den wer­den müs­sen. In­ter­es­san­tes De­tail: Al­le nam­haf­ten Use­net-An­bie­ter ge­stat­ten ih­ren Kun­den, den Kon­takt zum News­ser­ver über ei­ne ver­schlüs­sel­te SSL-Ver­bin­dung her­zu­stel­len. Dar­über hin­aus ge­ben die Pro­vi­der an, kei­ner­lei Auf­zeich­nun­gen über die her­un­ter­ge­la­de­nen In­hal­te zu spei­chern.

Wel­che Art von Da­ten fin­den die ­An­wen­der im Use­net?

Wie schon zu Be­ginn er­wähnt, gibt es im Use­net ei­ne Un­men­ge an Da­ten al­ler Art. Da­bei soll­te man be­ach­ten, dass die­se Da­tei­en von an­de­ren Use­net-An­wen­dern be­reit­ge­stellt wur­den. Ei­ne Über­wa­chungs­in­stanz dar­über gibt es nicht. Trotz die­ser Frei­hei­ten ist das Use­net kein rechts­frei­er Raum. So ha­ben sich al­le nam­haf­ten Use­net-Pro­vi­der (im Rah­men des DMCA) ver­pflich­tet, von Drit­ten ge­mel­de­ten Ur­he­ber­rechts­ver­stö­ßen nach­zu­ge­hen und die be­tref­fen­den In­hal­te von den Ser­vern zu lö­schen. In so ei­nem Fall wür­de ei­ne An­fra­ge ins Lee­re lau­fen: Gibt ein Use­net-Sau­ger, der ei­nen News­re­a­der mit in­te­grier­ter Such­funk­ti­on ver­wen­det, et­wa den Na­men ei­nes ak­tu­el­len Ki­no­films oder ei­ner TV-Se­rie ein, wür­de das Ge­such­te vi­el­leicht noch er­schei­nen, doch so­bald er ver­sucht, die In­hal­te ­her­un­ter­zu­la­den, wür­de der News­re­a­der mel­den, dass die Da­tei­en nicht mehr auf dem Ser­ver vor­han­den sind. Raub­ko­pie­rer sind des­halb da­zu über­ge­gan­gen, sol­che In­hal­te nur noch ver­schlüs­selt hoch­zu­la­den. Um theo­re­tisch an sol­che In­for­ma­tio­nen zu ge­lan­gen, müss­te man ein­schlä­gig be­kann­ten Use­net-Dis­kus­si­ons­fo­ren wie Bro­thers of Use­net oder

Fi­leLee­chers ei­nen Be­such ab­stat­ten. Ge­fahr droht eher von Cy­ber-Kri­mi­nel­len, die über das Use­net Tro­ja­ner in Um­lauf brin­gen wol­len. Ins­be­son­de­re in ge­knack­ter Soft­ware wird ei­nem ger­ne hu­cke­pack ei­ne Schad­soft­ware un­ter­ge­ju­belt. Das Herunterladen von E-Books, Mu­sik und Vi­de­os ist oft un­kri­ti­scher. Den­noch: Al­le Da­ten aus dem Use­net soll­ten vor der Ver­wen­dung im­mer mit ei­ner ak­tu­el­len An­ti­vi­ren-Soft­ware auf mög­li­che Ge­fah­ren un­ter­sucht wer­den.

So le­gal ist das Use­net

Das Use­net zu nut­zen, ist grund­sätz­lich nicht il­le­gal – es kommt nur dar­auf an, wel­che Da­tei­en man her­un­ter­lädt. Han­delt es sich um ur­he­ber­recht­lich ge­schütz­te Wer­ke, ra­ten wir von al­len Down­load-Ver­su­chen ab.

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