KOPF­HÖ­RER

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Je­dem Smart­pho­ne liegt in der Re­gel ein Satz Ohr­stöp­sel bei. Doch sie sind meist von min­de­rer Qua­li­tät und wer­den Ih­rer Lieb­lings­mu­sik nicht ge­recht. Wir hel­fen Ih­nen, den für Sie op­ti­ma­len Kopf­hö­rer zu fin­den.

Die ers­te Ent­schei­dung, die Sie hin­sicht­lich Ih­res zu­künf­ti­gen Kopf­hö­rers tref­fen müs­sen, ist die Art der Ohr­stü­cke. Hier gibt es drei Ty­pen: Die klas­si­schen In-ear-kopf­hö­rer ver­schwin­den je nach Aus­füh­rung mehr oder we­ni­ger kom­plett im Ohr. Et­was grö­ßer fal­len die Ohr­stü­cke der On-ear-kopf­hö­rer aus – sie ha­ben ei­nen meist an­pass­ba­ren Kopf­bü­gel, die Ohr­stü­cke lie­gen auf den Oh­ren auf. Die größ­ten Ohr­stü­cke bie­ten die Over-ear-kopf­hö­rer. Die­se ver­fü­gen eben­falls über ei­nen an­pass­ba­ren Kopf­bü­gel, wo­bei die Ohr­stü­cke die Oh­ren kom­plett um­schlie­ßen. Wenn Sie Ih­ren Kopf­hö­rer nicht nur zum Mu­sik­hö­ren ver­wen­den möch­ten, son­dern auch An­ru­fe am Smart­pho­ne ent­ge­gen­neh­men wol­len, dann soll­te der Kopf­hö­rer mit ei­ner Head­set-funk­ti­on aus­ge­stat­tet sein.

Dar­auf kommt es an: Für al­le, die haupt­säch­lich un­ter­wegs mit ih­rem Smart­pho­ne Mu­sik hö­ren wol­len, sind In-ear-kopf­hö­rer si­cher­lich die be­quems­te Lö­sung. Die Kopf­hö­rer bie­ten ei­nen or­dent­li­chen Klang, ihr größ­ter Vor­teil ist je­doch ih­re Kom­pakt­heit. Preis­güns­ti­ge In-ear-ein­stiegs­va­ri­an­ten mit Head­set-funk­ti­on sind zum Bei­spiel der JBL T205 für et­wa 17 Eu­ro so­wie die ka­bel­ge­bun­de­nen App­le Ear­pods für et­wa 15 Eu­ro. Hier müs­sen Sie al­ler­dings je­weils auf aus­tausch­ba­re Ge­lauf­sät­ze ver­zich­ten, die den si­che­ren Sitz in der Ohr­mu­schel ge­währ­leis­ten und für mehr Tra­ge­kom­fort sor­gen. Die Kopf­hö­rer wer­den in bei­den Fäl­len per Ka­bel mit dem Smart­pho­ne ver­bun­den. Wenn Sie rund 50 Eu­ro in die Hand neh­men, kön­nen Sie bei­de Nach­tei­le zum Bei­spiel mit dem Hou­se of Mar­ley Uplift 2 um­ge­hen. Die zwei Ohr­stü­cke des Head­sets sind zwar mit ei­nem Ka­bel ver­bun­den, mit dem Smart­pho­ne kop­pelt sich der Kopf­hö­rer je­doch via Blue­tooth. Die Ak­ku­lauf­zeit liegt hier bei bis zu acht Stun­den. Ei­ne ähn­li­che Aus­stat­tung bie­tet Ih­nen für et­wa 60 Eu­ro das Ja­bra Eli­te 25e. Hier be­trägt die Ak­ku­lauf­zeit so­gar bis zu 18 Stun­den. Gänz­lich auf ein Ka­bel ver­zich­ten kön­nen Sie beim 130 Eu­ro teu­ren JBL Free X oder beim knapp 160 Eu­ro teu­ren Ja­bra Eli­te 65t. Die In-ear-ohr­stü­cke ver­bin­den sich mit­hil­fe von Blue­tooth ka­bel­los mit Ih­rem Smart­pho­ne. Über Be­dien­ele­men­te an den Ohr­stü­cken ma­na­gen Sie Ih­re An­ru­fe so­wie die Mu­sik­wie­der­ga­be. Un­ter­wegs lässt sich der Kopf­hö­rer in ei­nem klei­nen La­de-etui wie­der mit Strom ver­sor­gen.

Wer sich mit dem Ge­fühl „Stöp­sel im Ohr“nicht an­freun­den kann, für den gibt es mit ei­nem On-ear-kopf­hö­rer auch ei­ne Al­ter­na­ti­ve zum In-ear-mo­dell. Ein Pro­blem bei On-ears kann al­ler­dings der Tra­ge­kom­fort sein. Die Ohr­mu­scheln sit­zen bei die­sem Kopf­hö­r­er­typ di­rekt auf den Oh­ren. Ach­ten Sie al­so bit­te dar­auf, dass sich der Kopf­bü­gel an Ih­re Kopf­form an­pas­sen lässt und nicht drückt. Auch in die­sem Pro­dukt­seg­ment star­ten ka­bel­lo­se Va­ri­an­ten wie JBL Tu­ne 500 oder Skull­can­dy Upro­ar Wi­re­less bei er­schwing­li­chen 30 Eu­ro.

Das braucht der Tech­nik­fan: Au­dio-en­thu­si­as­ten soll­ten sich da­ge­gen ei­nen Over­Ear-kopf­hö­rer an­schaf­fen. Des­sen Ohr­mu­scheln um­schlie­ßen die Oh­ren kom­plett und schüt­zen bes­ser vor ho­hen Fre­quen­zen von au­ßen. Na­tür­lich kön­nen Sie er­war­ten, dass der Kopf­hö­rer sich ka­bel­los über Blue­tooth mit Ih­rem Smart­pho­ne ver­bin­det. Der Ein­stiegs­preis für ei­nen so­li­den Over-ear-kopf­hö­rer, wie bei­spiels­wei­se das Skull­can­dy Hesh 3 Wi­re­less Head­pho­ne, liegt bei et­wa 100 Eu­ro.

Wer je­doch auch im tie­fen Fre­quenz­be­reich sei­ne Ru­he ha­ben will, soll­te sich nach ei­nem Kopf­hö­rer mit ANC (Ac­tive Noi­se Can­cel­ling) um­se­hen, al­so ak­ti­ver Ge­räusch­un­ter­drü­ckung. Bei die­sem Ver­fah­ren misst ein ein­ge­bau­tes Mi­kro­fon das Um­ge­bungs­ge­räusch. Für den am Ohr an­kom­men­den An­teil wird an­schlie­ßend ein ge­gen­po­li­ges Si­gnal im Kopf­hö­rer er­zeugt. Bei­de tref­fen am Trom­mel­fell des An­wen­ders zu­sam­men, wo­bei das ei­ne Si­gnal das an­de­re kom­pen­siert. Für die­sen Hör­ge­nuss müs­sen Sie et­was tie­fer in die Ta­sche grei­fen. Zwar fin­den sich auch güns­ti­ge Pro­duk­te wie das Senn­hei­ser HD 4.50 BTNC Wi­re­less für rund 130 Eu­ro. Nach oben gibt es je­doch na­he­zu kei­ne Gren­zen: So sind beim Bo­se Qu­iet Com­fort 35 Wi­re­less II knapp 300 Eu­ro und beim Beo­play H9i so­gar sat­te 420 Eu­ro fäl­lig. Da­für wer­den hier aber auch nur die hoch­wer­tigs­ten Ma­te­ria­li­en wie wei­ches Le­der und sta­bi­les Alu­mi­ni­um ver­wen­det.

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