Vor­trag und Dis­kus­si­on zum The­ma De­pres­si­on

Bünd­nis für De­pres­si­on lädt am 18. Ok­to­ber ins KIDZ – Dis­kus­si­ons­run­de mit Ex­per­ten

Peiner Allgemeine Zeitung - - PEINE - VON ANT­JE EH­LERS

PEI­NE. Zu ei­nem Vor­trag „De­pres­si­on & Co. – Zu­rück in den Job oder ab in die Ren­te?“mit an­schlie­ßen­der Mög­lich­keit zu Dis­kus­si­on und Aus­tausch lädt die Ar­beits­grup­pe „See­li­sche Ge­sund­heit in der Ar­beits­welt“im Bünd­nis für De­pres­si­on ein. Die Re­fe­ren­tin Ca­ri­na Hen­ne, Ex­per­tin des Braun­schwei­gi­schen Ge­mein­de­un­fall­ver­ban­des (GUV), möch­te dar­über in­for­mie­ren, was „Be­trieb­li­ches Ein­glie­de­rungs­ma­nage­ment“(BEM) be­deu­tet und wie es von Ar­beit­neh­mern ge­nutzt werden kann.

➞ Im Land­kreis Pei­ne hat sich die Zahl der Er­kran­kun­gen an „Af­fek­ti­ven Stö­run­gen“in fünf Jah­ren mehr als ver­dop­pelt.

So ha­ben Ar­beit­neh­mer, die aus Krank­heits­grün­den, un­ter an­de­rem eben auch psy­chi­schen Er­kran­kun­gen, län­ger als sechs Wo­chen ar­beits­un­fä­hig sind, An­spruch auf ei­ne be­trieb­li­che Wie­der­ein­glie­de­rung.

Das Ro­bert-Koch-In­sti­tut hat in ei­ner Stu­die fe­ste­ge­stellt, dass mitt­ler­wei­le je­der fünf­te Bun­des­bür­ger ein­mal im Le­ben an ei­ner De­pres­si­on er­krankt. Und im Land­kreis Pei­ne hät­te sich die Zahl der Er­kran­kun­gen an „af­fek­ti­ven Stö­run­gen“zwi­schen 2002 und 2017 mehr als ver­dop­pelt, konn­te der So­zi­al­psych­ia­tri­sche Dienst fest­stel­len.

Nad­ja Stehlin, Psy­cho­lo­gin und Mit­wir­ken­de des Ar­beits­krei­ses, be­tont, dass see­li­sche Er­kran­kun­gen in al- len Al­ters- und Be­völ­ke­rungs­schich­ten ver­tre­ten sei­en. „Es kann je­den tref­fen“, sagt sie.

Die Re­fe­ren­tin des GUV wird wäh­rend ih­res Vor­tra­ges dar­auf ein­ge­hen, wel­chen Nut­zen ei­ne Wie­der­ein­glie­de­rung so­wohl für Ar­beit­ge­ber als auch für Ar­beit­neh­mer bie­tet. Eben­so setzt sie sich mit der Fra­ge aus­ein­an­der, ob es nach län­ge­rer Aus­zeit durch zum Bei­spiel ei­ne De­pres­si­on tat­säch­lich ge­lingt, wie­der die ge­wohn­te Tä­tig­keit aus­zu­üben.

„Die Wie­der­ein­glie­de­rung und das BEM kön­nen auf je­den Fall ei­ne Win-win-Si­tua­ti­on für bei­de Sei­ten, al­so Ar­beit­ge­ber und Ar­beit­neh­mer, be­deu­ten,“er­klärt Clau­dia Bras­se. Ar­beit­ge­ber hät- ten ei­nen ho­hen Nut­zen, wenn sie auf gu­te Ar­beits­be­din­gun­gen und den ge­sund­heit­li­chen Zu­stand ih­rer Mit­ar­bei­ter ach­ten, um ei­nen ho­hen Kran­ken­stand gera­de in Zei­ten von Fach­kräf­te­man­gel zu ver­mei­den; Ar­beit­neh­mer hät­ten, wenn sie das The­ma an­spre­chen, die Mög­lich­keit, ih­re Ar­beits­be­din­gun­gen po­si­tiv zu be­ein­flus­sen, weiß Bras­se, die vor­mals im Per­so­nal­we­sen tä­tig war.

Die Ver­an­stal­tung, die von der Erich-Mund­stock-Stif­tung ge­för­dert wird, fin­det am Don­ners­tag, 18. Ok­to­ber, von 17.30 bis 19.30 Uhr in den Räu­men des KIDZ, Wol­tor­fer Stra­ße 64, statt und ist kos­ten­frei. Um ei­ne klei­ne Spen­de zur De­ckung der Kos­ten wird je­doch ge­be­ten.

FO­TO: ANT­JE EH­LERS

La­den zum Vor­trag ein (von links): Clau­dia Bras­se (Ge­sund­heits­för­de­rung beim Ge­sund­heits­amt), Dr. El­len Arnold (Lei­tung Ge­sund­heits­amt), Mat­thi­as Adam­ski (Ge­sund­heits­för­de­rung Wi­to), Sa­rah Ma­ger-Mund­stock (Erich-Mund­stock-Stif­tung), Lutz Bö­de­cker (Be­ra­ter) und Nad­ja Stehlin (Psy­cho­lo­gin).

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