Fo­rum: Ste­hen­de Ova­tio­nen und to­sen­der Ap­plaus für Pe Wer­ner

Schla­ger, Chan­son oder Pop, ernst­haft und ko­misch, laut oder lei­se: Künst­le­rin ist in je­dem Me­tier zu Hau­se

Peiner Allgemeine Zeitung - - PEINE - VON GRIT STORZ

PEI­NE. Vom „Krib­beln im Bauch“über Gän­se­haut am gan­zen Kör­per bis zu heim­lich ver­drück­ten Trän­chen – der groß­ar­ti­ge Abend mit Pe Wer­ner am Don­ners­tag im gut be­such­ten Pei­ner Fo­rum bot für je­de Ge­fühls­la­ge et­was. Von A nach Pe woll­te die be­gna­de­te Künst­le­rin in ih­rer „Best Of Show“rei­sen und da­bei gleich­zei­tig „die Ram­pen­sau raus­las­sen“. Ste­hen­de Ova­tio­nen und to­sen­der Ap­plaus am En­de des zwei­stün­di­gen „Wohl­fühl­abends“be­wie­sen: Ver­spre­chen ge­hal­ten.

Pe Wer­ner steht für Stimm- Si­tua­ti­ons­ko­mik, star­ke Tex­te und ehr­li­che Mu­sik – dies al­les hat­te die Mu­si­ke­rin nach Pei­ne mit­ge­bracht und wur­de nicht nur von ih­ren of­fen­sicht­lich sehr zahl­rei­chen Fans ge­fei­ert, son­dern auch von de­nen, die „ei­gent­lich nur mal so“ins Fo­rum zum ka­ba­ret­tis­ti­schen Kon­zert ge­kom­men wa­ren. Die Sän­ge­rin be­weg­te sich schein­bar mü­he­los zwi­schen ho­hem C und Rock­röh­re.

Gera­de noch so ka­men die Zu­schau­er, doch „ru­hig auf den Stüh­len zu tan­zen“, die­ser Auf­for­de­rung nicht nach. Gleich­wohl be­ju­bel­ten sie die Songs schon nach den ers­ten Tak­ten, ge­nos­sen die Bal­la­den mit ge­schlos­se­nen Au­gen und lausch­ten den aus­sa­ge­kräf­ti­gen Tex­ten der Künst­le­rin, für die es Gott­lob kei­ne Schub­la­de gibt. Schla­ger, Chan­son oder Pop, ernst­haft und ko­misch, laut oder lei­se – Wer­ner ist in je­dem Me­tier zu Hau­se und wech­selt oh­ne Qua­li­täts­ver­lust. Ne­ben­bei plau­dert sie sym­pa­thisch aus dem Näh- käst­chen, stellt ih­re Mu­si­ker­kol­le­gen Pe­ter Gra­bin­ger am Flü­gel und Pit Lenz am Mi­kro­fon in den Mit­tel­punkt. Im­mer wie­der schüt­telt sie ih­re ro­te Mäh­ne, wir­belt über die Büh­ne und ist in je­der Mi­nu­te wahn­sin­nig prä­sent. Ne­ben ih­rem „Krib­bel-Song“hat die Köl­ne­rin na­tür­lich je­de Men­ge Alt­be­kann­tes im Ge­päck: „Seg­ler aus Pa­pier“, „Trost­pflas­ter­stei­ne“oder „Geld zu­rück“stan­den in groß­ar­ti­ger Rei­he mit Ot­to Reu­ters „Nehm’sen Al­ten“oder den von Wer­ner für Bar­ba­ra Schö­ne­ber­ger ge­schrie­be­nen Song „Was ein Mann tun muss“.

Die Gefühlslagen wech­sel­ge­walt, ten stän­dig. Mit la­chen­dem Un­ter­ton und rot­zi­ger Stim­me prä­sen­tiert sie eben noch „Weibs­bil­der“, um dann bei „Herbst­zeit­los“trot­zig das Al­ter zu fei­ern und schließ­lich trau­rig schön „Va­ter Mor­ga­na“zu ze­le­brie­ren.

Ne­ben­bei „zau­ber­te“sie auch noch ei­nen ge­lun­ge­nen Ka­non zu „He­jo“mit dem Pu­bli­kum her­vor, lob­te im­mer wie­der „die Stadt mit dem schöns­ten Au­to­kenn­zei­chen der Welt“und sang schein­bar für je­den Ein­zel­nen im Saal. Woh­li­ge Er­schöp­fung am En­de: Künst­le­rin und Pu­bli­kum hat­ten al­les ge­ge­ben und al­les be­kom­men.

➞ Ne­ben­bei „zau­ber­te“sie auch noch ei­nen ge­lun­ge­nen Ka­non zu „He­jo“mit dem Pu­bli­kum her­vor.

FO­TOS: GRIT STORZ

Trio Gran­de (rech­tes Bild): Pe­ter Gra­bin­ger am Flü­gel, Pe Wer­ner und Pit Lenz (Ge­sang, Mund­har­mo­ni­ka) schwärm­ten vom „Leb­ku­chen­herz“.

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