Feu­er in Fa­b­rik für Brenn­ele­men­te

Laut Be­hör­den be­steht kei­ne Ge­fahr für Men­schen und Um­welt – Brand­ur­sa­che noch un­klar

Peiner Allgemeine Zeitung - - NIEDERSACHSEN & DER NORDEN - VON EL­MAR STE­PHAN

LINGEN. In ei­ner Brenn­ele­men­te­fa­brik in Lingen im Ems­land ist am Don­ners­tag­abend ein Feu­er aus­ge­bro­chen. Laut Po­li­zei sind kei­ne ge­fähr­li­chen Stof­fe frei­ge­setzt wor­den, Men­schen ka­men nicht zu Scha­den. Das Ge­bäu­de, in dem sich zum Zeit­punkt des Aus­bruchs des Feu­ers Mit­ar­bei­ter be­fun­den hät­ten, sei noch vor Ein­tref­fen der Ret­tungs­kräf­te eva­ku­iert wor­den, hieß es. Das Feu­er hat­te ei­nen Großeinsatz der Feu­er­wehr und wei­te­rer Ret­tungs­diens­te aus­ge­löst.

Der Brand war ers­ten Er­kennt­nis­sen zu­fol­ge an ei­nem Ver­damp­fer mit uran­hal­ti­ger Flüs­sig­keit aus­ge­bro­chen. Brand­er­mitt­ler ha­ben die Ar­beit auf­ge­nom­men, sag­te ei­ne Po­li­zei­spre­che­rin am Frei­tag.

Das Werk im Ems­land lie­fert Brenn­ele­men­te mit Uran un­ter an­de­rem an Re­ak­to­ren in bel­gi­schen Atom­kraft­wer­ken. Da es be­reits in der Ver­gan­gen­heit in­ner­halb we­ni­ger Wo­chen zwei mel­de­pflich­ti­ge Er­eig­nis­se gab, for­dern Bür­ger­initia­ti­ven die Still­le­gung des Be­triebs.

Laut Po­li­zei und Feu­er­wehr war der Brand am Don­ners­tag ver­hält­nis­mä­ßig klein­flä­chig, zu kei­ner Zeit ha­be Ge­fahr für Be­völ­ke­rung und Um­welt be­standen. Es gab Luft­mes­sun­gen, auch Bo­den­pro­ben wur­den ent­nom­men, sag­te ein Spre­cher der Feu­er­wehr Lingen.

Auch ein Mit­ar­bei­ter des nie­der­säch­si­schen Um­welt- mi­nis­te­ri­ums war am Frei­tag nach Lingen ge­reist, um den Sach­ver­halt auf­zu­klä­ren, sag­te ei­ne Mi­nis­te­ri­ums­spre­che­rin. „So­bald wir nä­he­re ge­si­cher­te In­for­ma­tio­nen ha­ben, wer­den wir da­mit auch an die Öf­fent­lich­keit ge­hen“, sag­te sie. Es sei kei­ne er­höh­te Ra­dio­ak­ti­vi­tät ge­mes­sen wor­den, für die Be­völ­ke­rung ha­be kei­ne Ge­fahr be­standen. „Auch die Kern­fern­über­wa­chungs­da­ten wei­sen kei­ne Auf­fäl­lig­kei­ten auf“, be­ton­te die Spre­che­rin.

Die Grü­nen im Land­tag be­an­trag­ten ei­ne Son­der­sit­zung des Um­welt­aus­schus­ses zu dem Brand und den po­li­ti­schen Kon­se­quen­zen. „Wenn die Ur­sa­chen für den Brand nicht rest­los ge­klärt sind, darf die Brenn­ele­men­te­fa­brik kei­nes­falls wie­der in Be­trieb ge­hen“, sag­te die atom­po­li­ti­sche Spre­che­rin Mi­ri­am Staud­te.

FO­TO: NORD-WEST-MEDIA TV/DPA

Das Feu­er hat­te ei­nen Großeinsatz der Feu­er­wehr und wei­te­rer Ret­tungs­diens­te aus­ge­löst.

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