Das sa­gen Pei­ner zur neu­en CDU-Par­tei­che­fin Kramp-Kar­ren­bau­er

Hei­mi­sche Christ­de­mo­kra­ten zei­gen sich zu­frie­den mit Wah­l­er­geb­nis auf dem Bun­des­par­tei­tag in Ham­burg

Peiner Allgemeine Zeitung - - PEINE - VON DEN­NIS NOBBE UND ANT­JE EH­LERS

PEI­NE. An­ne­gret Kramp-Kar­ren­bau­er, kurz „AKK“, ist neue CDU-Par­tei­vor­sit­zen­de: Das wur­de durch 999 ab­ge­ge­be­ne Stim­men im Bun­des­par­tei­tag der CDU in Ham­burg ent­schie­den. Mit 517 Stim­men (51,75 Pro­zent) konn­te sich Kramp­Kar­ren­bau­er ge­gen Fried­rich Merz im zwei­ten Wahl­gang durch­set­zen. Jens Spahn war da be­reits aus­ge­schie­den. In Pei­ne zei­gen sich die CDU-Po­li­ti­ker zu­frie­den mit dem Er­geb­nis – die De­le­gier­ten Ni­co Bock und Si­gurt Gro­be aus dem Kreis Pei­ne wa­ren sel­ber in Ham­burg.

Am 29. Ok­to­ber hat­te die bis­he­ri­ge Vor­sit­zen­de An­ge­la Mer­kel an­ge­kün­digt, nicht mehr für das Amt zur Ver­fü­gung zu ste­hen und da­mit größ­ten­teils für Über­ra­schung ge­sorgt. Im Vor­feld gab es un­ter an­de­rem her­be Wahl­ver­lus­te für die CDU bei den Land­tags­wah­len in Bay­ern und Hes­sen. Nun löst Kramp-Kar­ren­bau­er Mer­kel nach 18 Jah­ren an der Par­tei­spit­ze ab. Aus Pei­ne nah­men Ni­co Bock aus Oberg und Si­gurt Gro­be aus Wen­de­burg an dem Par­tei­tag teil. Sie wa­ren als De­le­gier­te für den CDU-Lan­des­ver­band Braunschweig da­bei und be­tei­lig­ten sich an der Par­tei­vor­sit­zWahl. „Die Span­nung war wirk­lich im­mens“, schil­dert Bock. „Ich ha­be schon ei­ni­ge Par­tei­ta­ge mit­ge­macht, aber so et­was ha­be ich noch nicht er­lebt.“Mit dem Wah­l­er­geb- nis sei er zu­frie­den. „Wich­tig ist, dass wir als CDU ge­mein­sam wei­ter­ar­bei­ten. Mit die­sem Er­geb­nis freu­en wir uns auf die kom­men­de Ar­beit.“

Für den Pei­ner Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Chris­toph Plett (CDU) ist die Ent­schei­dung ein sehr gu­tes Er­geb­nis: „Die Wahl von An­ne­gret Kramp­Kar­ren­bau­er wird die CDU ver­än­dern, da sie in der La­ge ist, Kon­ser­va­ti­ve, Li­be­ra­le und christ­lich Ge­präg­te zu ei­nen. Frau Kramp-Kar­ren­bau­er hat die Fä­hig­keit, bei­de un­ter­le­ge­ne Kan­di­da­ten in die Ar­beit der CDU zu in­te­grie­ren – und Merz so­wie Spahn müs­sen die­ses An­ge­bot an­neh­men. Die neue Bun­des­vor­sit­zen­de bie­tet Ge­währ, dass die Zu­sam­men­ar­beit mit der Bun­des­kanz­le­rin rei­bungs­los ver­lau­fen wird.“Da­mit sei ge­si­chert, dass die Gro­ße Ko­ali­ti­on ih­re Ar­beit fort­füh­ren kön­ne. Über das Wah­l­er­geb­nis freut sich auch die ehe­ma­li­ge Pei­ner Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te In­grid Pahlmann: „Es stan­den drei aus­ge­zeich­ne­te Kan­di­da­ten zur Ver­fü­gung, aber als Frau freue ich mich na­tür­lich, dass An­ne­gret Kramp-Kar­ren­bau­er die Wahl für sich ent­schei­den konn­te. Al­ler­dings wä­re ich mit den an­de­ren bei­den auch zu­frie­den ge­we­sen.“

An­ge­la Mer­kel stand nach ih­rer Wahl im April 2000 ex­akt 18 Jah­re lang an der Spit­ze der Christ­de­mo­kra­ten. Seit 2005 ist sie Bun­des­kanz­le­rin, zur nächs­ten Bun­des­tags­wahl 2021 wird sie nicht mehr an­tre­ten.

➞ An­ge­la Mer­kel stand nach ih­rer Wahl im April 2000 ex­akt 18 Jah­re lang an der Spit­ze der Par­tei.

FO­TO: AP

An­ne­gret Kramp-Kar­ren­bau­er konn­te sich ge­gen Fried­rich Merz (rechts) im zwei­ten Wahl­gang durch­set­zen. Jens Spahn war be­reits vor­her aus­ge­schie­den.

Chris­toph Plett

Ni­co Bock

In­grid Pahlmann

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.